Gebrauchsanweisung zur Anwendung:
Ditilin – das Präparat, das für kurzzeitige miorelaksazii verwendet wird.
Ditilin wird als Lösung für die intravenöse und intramuskuläre Verabreichung (in 5-ml-Ampullen, in Packungen mit 5 oder 10 Ampullen) geliefert.
Pro 1 ml der Lösung entspricht der Wirkstoff Succinylcholinjodid 20 Milligramm.
Ditilin ist bei folgenden Erkrankungen/Vorgängen mit Vorsicht anzuwenden:
Intravenöse Langzeitinfusion (tropfenweise oder strahlend) einer 0,1 %igen Lösung bei Erwachsenen; je nach klinischer Situation kann die Einzeldosis von 0,1 bis zu 1,5–2 mg/kg Körpermasse betragen.
Bei der Intubation: 0,2–0,8 mg/kg intravenös; zur Prophylaxe von Komplikationen während der Elektroimpulsbehandlung (Sehnen- und Muskelloslösung, Krämpfe): 0,1–1 mg/kg intravenös (bis zu 150 mg); zum Stillstand der spontanen Atmung und Muskelrelaxation: 0,2–1 mg/kg; bei Endoskopie: 0,2 mg/kg; zur Relaxation der Skelettmuskulatur bei Knochenbruchreponierung und Gelenkdislokationen: 0,1–0,2 mg/kg.
Zur langfristigen Muskelentspannung während des gesamten Operationsverlaufs kann Ditilin fraktioniert in Dosen von 0,5–1 mg/kg mit einer Pause von 5–7 Minuten verabreicht werden; die Gabe weiterer Dosen verstärkt in der Regel den Effekt.
Bei Kindern intravenös: 1–2 mg/kg; intramuskulär bis zu 2,5 mg/kg (Maximum 150 mg).
Während der Anwendung können allergische Reaktionen (Bronchospasmus, anaphylaktischer Schock) sowie Hyperkaliämie auftreten.
Weitere mögliche Nebenwirkungen: arterieller Blutdruckabfall, Arrhythmien, Störung der Herzleitfähigkeit, Bradykardie (bei Kindern nach wiederholter Gabe; bei Erwachsenen und Kindern), Fieber, häufiger Herzkollaps, Hypersalivation, erhöhter Augeninnendruck, Myalgien in der postoperativen Phase sowie langanhaltende Lähmung der Atemmuskulatur. In seltenen Fällen können Rhabdomyolysis mit Entwicklung von Myoglobinurie und Myoglobulinämie beobachtet werden.
Bei Kindern, Frauen und jungen Patientinnen (insbesondere bei Vorliegen einer Vagotonie) kann eine kurzzeitige Bradykardie oder in Einzelfällen Asystolie auftreten.
Später sind 10–12 Stunden nach der Gabe von Ditilin Muskelbeschwerden möglich.
Bei der vielfachen Anwendung des Präparates kann es gelegentlich zu langanhaltender Apnoe und einer übermäßigen, anhaltenden Muskelrelaxation kommen.
Ditilin darf ausschließlich unter den Bedingungen spezialisierten Abteilungen mit Beatmungsgeräten bei der Durchführung der allgemeinen Anästhesie verwendet werden.
Um Muskelzuckungen (Fibrillationen) und die darauf folgende Entwicklung von Muskelschmerzen zu vermeiden, kann eine vorläufige Infusion von Dipidolor (in einer Minute) oder Tubocurarin-Chlorid in Dosen von 10–15 bzw. 3–4 Milligramm erfolgen.
Eine langsame Gabe von Ditilin sowie eine vorläufige intravenöse Injektion von 1 bis 1,5 Milligramm Atropin verhindern die Entwicklung einer Bradykardie und eine signifikante Zunahme der Bronchialsekretion.
Patientinnen mit Niereninsuffizienz (ohne Zeichen einer Neuropathie und Hyperkaliämie) kann Ditilin einmalig in mittleren Dosen verabreicht werden. Das Präparat ist jedoch nicht empfohlen, in erhöhten Dosen oder bei wiederholter Gabe zu verwenden (wegen des Risikos einer Hyperkaliämie).
Eine ausgedehnte Muskelrelaxation mit dem möglichen Auftreten von Apnoe kann aufgrund folgender Ursachen beobachtet werden: erbliche Mangelbildung der Serumcholinesterase, vorübergehende Senkung ihrer Aktivität oder das Vorhandensein atypischer Cholinesterasen im Blutserum.
Bei der gleichzeitigen Anwendung von Ditilin mit bestimmten Arzneimitteln können unerwünschte Effekte entstehen:
Das Präparat ist mit anderen Muskelrelaxanzien, narkotischen Analgetika, Ringer-Lösung (6 %), Dextran-Lösung (6 %) sowie isotonischer Natriumchlorid- und 5 %iger Fruktoselösung vereinbar.
Ditilin-pharmazeutikum ist mit alkalischen Lösungen und Barbiturat-Lösungen (wegen Ausfällung) sowie mit Blutpräparaten und Spenderblut (wegen Hydrolyse) unvereinbar.
Vor Licht geschützt an einem für Kinder unzugänglichen Ort bei 2–8 °C lagern.
Haltbarkeit: 1,5 Jahre.
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