Alprazolam

Alprazolam Alprasolam – das medikamentöse Präparat antidepressiv, des Schlafmittels und des gemässigten krampflösenden Effektes.

Darreichungsformen und Verfügbarkeit

Das Präparat wird in Tabletten in Dosierungen von 0,25 mg und 1 mg zu je 50 Stück pro Packung angeboten.

Angaben zur Anwendung

Gemäß der Gebrauchsanweisung wird Alprazolam bei folgenden Zuständen eingesetzt:

  • Angststörungen und Neurosen, die durch das Gefühl der Gefahr oder Unruhe sowie durch eine Verschlimmerung des Traums begleitet werden;
  • Bei neurotischen reaktiven Depressionen, die durch Stimmungstiefs, Sonnenscheinangst (Photophobie), Interessenverlust und Appetitlosigkeit gekennzeichnet sind;
  • Gemischte Angststörungen mit depressiver Komponente;
  • Panische Attacken mit oder ohne Phobiesymptomatik.
  • Beunruhigungsstörungen und neurotische Depressionen, die sich vor dem Hintergrund somatischer Erkrankungen entwickelt haben.

Kontraindikationen

Gemäß der Gebrauchsanweisung ist Alprazolam kontraindiziert bei folgender Anwendung:

  • Schwere Depression;
  • Schweres Glaukom;
  • Schockzustände;
  • Akute Alkoholintoxikation sowie die gleichzeitige Einnahme von Sedativa, Psychopharmaka und opioiden Analgetika;
  • Langdauernde obstruktive Atemwegserkrankungen mit Zeichen der beginnenden Ateminsuffizienz;
  • Myasthenia gravis;
  • Akute Ateminsuffizienz;
  • Erhöhte Empfindlichkeit gegenüber Benzodiazepinen oder anderen Komponenten von Alprazolam.

Die Anwendung von Alprazolam während der Schwangerschaft ist aufgrund toxischer Wirkungen auf den Fötus kontraindiziert.

Das Präparat wird mit der Muttermilch ausgeschieden und kann sich negativ auf das Neugeborene auswirken; daher muss die Stillzeit unter Einnahme des Medikaments unterbrochen werden.

Alprazolam darf nicht an Personen verabreicht werden, die jünger als 18 Jahre sind.

Während der Behandlung ist die Anwendung von Alkohol kontraindiziert.

Bei Nieren- oder Leberfunktionsstörungen ist eine vorsichtige Anwendung des Präparats erforderlich.

Anwendungsart und Dosierung.

Gemäß den Anweisungen wird empfohlen, Alprazolam in minimal wirksamen Dosen einzunehmen; die Anfangsdosis beträgt 250 bis 500 Mikrogramm einmal täglich. Bei Bedarf kann diese schrittweise auf maximal 4,5 Milligramm pro Tag erhöht werden. Bei geschwächtem Organismus sowie im fortgeschrittenen Alter sollte die Anfangsdosis von 500–750 Mikrogramm pro Tag nicht überschreiten.

Nebenwirkungen.

Meistens treten Nebenwirkungen zu Beginn der Behandlung auf, wie z. B. Ermüdungsgefühl, Schläfrigkeit, Schwindel, Ataxie, Konzentrationsstörungen, Gangunsicherheit, Verwirrtheit sowie Verzögerung psychischer und motorischer Reaktionen.

In einigen Fällen kann die Anwendung von Alprazolam folgende Nebenwirkungen hervorrufen:

  • Seitens des Zentralnervensystems: Kopfschmerzen, Depression, Störung der Bewegungskoordination, aggressive Ausbrüche, Euphorie, Angstzustände und Schlaflosigkeit, extrapyramidale Reaktionen, Gedächtnisstörungen, Halluzinationen, Verwirrtheit des Bewusstseins, psychomotorische Erregung, Tremor, Stimmungstiefschläge, Schwäche, Myasthenia, Dysarthrie, irrationale Angst und Muskelkrämpfe;
  • Seitens des Verdauungssystems: Appetitverlust, Übelkeit, Mundtrockenheit oder vermehrte Speichelbildung, Sodbrennen, Verstopfung oder Durchfall, Erbrechen, Störung der Leberfunktionen und Gelbsucht;
  • Seitens des Ausscheidungssystems: Harnverhaltung oder Urinretention sowie Störung der Nierenfunktion;
  • Seitens des kardiovaskulären Systems: Senkung des arteriellen Blutdrucks und Tachykardie;
  • Seitens des Blutesyndroms: Neutropenie, Felty-Syndrom, Agranulozytose, Anämie und Thrombozytopenie;
  • Allergische Reaktionen: Exanthem und Juckreiz;
  • Seitens des endokrinen Systems: Störungen der Libido, Veränderungen des Körpergewichts und Störungen des Menstruationszyklus.

Besondere Hinweise

Bei der Behandlung ist zu berücksichtigen, dass die Langzeitanwendung von Alprazolam in hohen Dosen eine Gewöhnung entwickeln kann. Die Absetzung des Arzneimittels muss schrittweise erfolgen. Es wird empfohlen, die Dosis auf 500 µg nicht öfter als dreimal täglich zu reduzieren. In einigen Fällen ist eine langsamere Absetzung des Präparats erforderlich. Eine abrupte Einstellung der Einnahme von Alprazolam kann zum Entzugssyndrom führen, das sich durch Schlaflosigkeit, verstärktes Schwitzen, Krampfanfälle sowie Muskelkrämpfe manifestiert.

Das Präparat kann bei der Behandlung endogener Depressionen gleichzeitig mit Antidepressiva angewendet werden.

Die gleichzeitige Anwendung von Alprazolam mit Psychopharmaka und Antikonvulsiva kann den negativen Effekt des Präparats auf das Zentralnervensystem verstärken.

Es ist bei der gleichzeitigen Anwendung des Medikaments mit H2-Rezeptorblockern, Makrolid-Antibiotika, anderen Tranquilisatoren sowie Digoxin Vorsicht geboten.

Die Analoga

Zu den strukturellen Analoga von Alprazolam gehören die folgenden Präparate: Alsolam, Cheleks, Cheleks SR und Solomaks.

Die Bedingungen und Aufbewahrungsfristen

Alprazolam ist vor direkter Sonneneinstrahlung zu schützen; bei einer Lufttemperatur über 30 °C sollte das Präparat nicht gelagert werden.

Die Haltbarkeitsdauer des Präparats beträgt fünf Jahre ab dem Herstellungsdatum.

Ob Sie sollten Folgendes wissen:

Unsere Nieren können pro Minute drei Liter Blut reinigen.


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