Das Angiom

Das Angiom – eine gutartige vaskuläre Neubildung, die aus Blut- und Lymphgefäßen mit weitläufigen Wänden besteht. Meistens handelt es sich beim Angiom um eine angeborene Entwicklungsanomalie. Durch pathologische Verbindungen der Adern und Venen gelangt arterielles Blut direkt in die Venen, während die Kapillaren ausgeblendet werden. Das Angiom ist eine Abart des Muttermals. Es findet sich im Gehirn vorwiegend, kann aber auch in anderen Organen, beispielsweise an unteren und oberen Extremitäten, im Rückenmark sowie auf den Ohrmuscheln entstehen. Ein Hirnangiom kann bis zu riesigen Ausmaßen wuchern und die Lappen des Gehirns einnehmen. Angioma – ein gutartiges Gefäßgewächs

Arten des Angioms

Hohlraumige (pulsierende) Angiome – pulsierende Bildungen dunkelroter oder glutroter Farbe, die aus Höhlen bestehen, die mit Blut gefüllt sind. Sie ähneln Flecken, die über der Hautoberfläche erhöht liegen. Das hohlraumige Angiom unterscheidet sich von anderen Arten durch den Aufbau. Diese Tumorspezies wird subkutan meist lokalisiert und seltener in Knochen- und Muskelgewebe infiltriert. Beim Abtasten erscheint das Angiom elastisch und weich; bei Druck lässt es sich leicht zusammenpressen und nimmt dabei sein primäres Aussehen wieder an. Hohlraumige Angiome neigen zu Blutungen sowie Ulzerationen. Blutung und Ulzeration sind vorwegnehmende Faktoren für die Entwicklung einer erneuten Infektion. In Einzelfällen führt eine Zunahme der Versorgung des Angioms zu einer signifikanten Vergrößerung des betroffenen Körperteils.

Venöse Tumore – weiche Bildungen unterschiedlicher Größe, die durch progressive autonome Größenzunahme charakterisiert sind. Venöse Tumore werden üblicherweise als gutartige Geschwülste eingestuft.

Venöse Tumore bestehen aus einer Gesamtheit zahlreicher hohlraumiger dünnwandiger Höhlen, die sich untereinander verbinden. Diese Neubildungen werden subkutan im Fettgewebe, in der Muskelsubstanz sowie auf der Haut lokalisiert. Die Farbe der Flecken wechselt gewöhnlich von dunkelblau bis braun ab.

Das Rankenangiom – eine vergleichsweise seltene Erkrankung, die an den Gliedmaßen auftritt und am Körper sowie am Kopf weniger häufig vorkommt. Diese Pathologieart wird durch gewundene Stränge und manchmal ganze Knäule der Adern mit weitläufigen Ästen dargestellt.

Das Enostose-Angiom entwickelt sich üblicherweise auf den Knochen des Schädels. Die genannten Bildungen können wiederholte Blutungen auslösen. Dieses Angiom lässt sich radiologisch erfassen.

Symptome des Angioms

Die Symptome eines Angioms können in jedem Alter auftreten; sie treten jedoch häufiger bei Patienten über 20 Jahren auf. Zu den häufigsten Symptomen gehören ein Völlegefühl in den Gliedmaßen, Hypertrichose sowie Schwierigkeiten beim Schlucken und Atmen. Der Krankheitsverlauf wird durch krankhafte Empfindungen an der Lokalisation des Angioms begleitet; neurologische Symptome sind selten, während eine Hyperthermie nicht ausgeschlossen ist.

Beim zerebralen Angiom treten als Symptome Kopfschmerzen, Hypertonie, erhöhter Hirndruck, epileptische Anfälle, geistige Behinderung und Schlaganfälle auf.

Je nach Lokalisation des zerebralen Angioms können die Symptome Muskelschwäche, Schwindel, Sehstörungen sowie Störungen von Bewusstsein, Gedächtnis, Sprache und Koordination bis hin zur Lähmung eines Körperteils umfassen.

Behandlungsmethoden des Angioms

Die Behandlung des Angioms erfolgt nach verschiedenen Methoden. Das Hauptziel besteht darin, die Größe des Angioms durch den Ausschaltung des pathologischen Prozesses zu reduzieren und die normale Funktion der Gefäße wiederherzustellen. Bluthochdruck und Kopfschmerzen – Symptome einer Hirnangioma

Die Lasertherapie basiert auf einer schichtweisen Ablation des betroffenen Gewebes; das pathologisch veränderte Gewebe wird vollständig entfernt, bis gesunde Gewebeschichten freigelegt sind. Ein Vorteil dieser Methode ist die minimale Blutungsgefahr.

Die radiale Strahlentherapie wird bei großen Angiomen und komplexer Lokalisation (z. B. retrobulbär oder im Bereich der Schleimhäute) eingesetzt.

Die chirurgische Diathermie kommt bei Angiofibromen sowie punktförmigen oder blutenden Angiomen zum Einsatz; diese Methode ist jedoch für ausgedehnte und schwer zugängliche Tumoren nicht geeignet.

Die sklerosierende Therapie wird bei tief gelegenen Angiomen kleiner Ausdehnung angewendet. Als Sklerosanzen werden Substanzen wie Alkohol verwendet, die in das Gewebe des Tumors injiziert werden; diese Prozedur ist zeitaufwendig und kann schmerzhaft sein.

Die Hormontherapie wird bei umfangreichen Infektionen eingesetzt, die eine fortschreitende Vergrößerung des Angioms sowie eine kritische Anordnung des Tumors und eine kombinierte Infektion anatomischer Bereiche aufweisen.

Kriotherapie ist ein effektives Behandlungsmittel für Angiome beliebiger Lokalisation; sie wird in der Kinderchirurgie häufig angewendet, da sie schmerzfrei ist, eine klare Abgrenzung des pathologischen Herdes ermöglicht und blutungsarm verläuft.

Die chirurgische Behandlung von Angiomen kommt bei tiefen Tumoranordnungen zum Einsatz; das Ziel besteht darin, den Tumor präzise vollständig zu entfernen, ohne die umgebenden gesunden Gewebe zu schädigen.

Ob Sie wissen:

Es existieren medizinische Syndrome mit ausgeprägten psychischen Komponenten, wie beispielsweise eine obsessive Tendenz zur Sammlung von Gegenständen; bei einer Patientin mit dieser Manie wurden im Magen 2500 fremde Objekte gefunden.


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