Elektrotherapie – eine Methode der Physiotherapie, die auf der kontrollierten Wirkung von Strom sowie magnetischen und elektromagnetischen Feldern auf den Organismus basiert.
Es ist heute bekannt, dass der menschliche Körper ein räumlicher Speicher für geladene Ionen ist, die im elektromagnetischen Feld wandern: Positiv geladene Teilchen bewegen sich zum negativen Pol, negativ geladene zum positiven, wodurch das normale Funktionieren aller Körpersysteme gewährleistet wird.
Eine der ersten Methoden der Elektrotherapie war die Franklinisation – eine Methode zur kombinierten Wirkung des konstanten elektrischen Feldes, das zur „leisen" Kategorie gehört. Die von dem amerikanischen Gelehrten B. Franklin entwickelte physiotherapeutische Methode bewirkte nach den Beobachtungen ausschließlich positive Veränderungen: Sie verbesserte den Blutkreislauf, senkte den arteriellen Blutdruck, förderte die Desensibilisierung und zeigte schmerzstillende Effekte; zudem beschleunigte sie die Epidermisation von Wunden. Die Franklinisation gilt als „erster Schritt" der praktischen Medizin in Richtung der elektrischen Behandlung.
Unter der Niederfrequenz-Elektrotherapie versteht man die Methode der Galvanisierung – also die Wirkung des konstanten Stromes bei geringer Spannung und Stärke auf den Organismus.
Die Empfindlichkeit gegenüber galvanischem Strom variiert je nach Körperregion; daher wird bei der Behandlung der Gliedmaßen ein maximaler Strom von 20–30 mA verwendet, während für die Galvanisierung des gesamten Körpers üblicherweise ein Strom unter 5 mA angewendet wird.
Je nach Wirkzeit und Dosierung fördert die Galvanisierung die Verbesserung des peripheren Blutkreislaufs und unterstützt die Regeneration geschädigter Nerven sowie Gewebe. Die Methodik der Elektrotherapie findet Anwendung bei Erkrankungen und Traumaten des peripheren Nervensystems, Störungen des Rückenmarks- und Gehirnblutkreislaufs, Neurasthenie, vegetativer Dystonie, langdauernden Entzündungsprozessen sowie Krankheiten der Verdauungsorgane, Hypotonie, Hypertonie, Angina pectoris und Atherosklerose in frühen Stadien.
In der Kosmetologie wird die Niederfrequenz-Elektrotherapie zur schmerzlosen Extraktion von Toxinen aus den Geweben, zur Behandlung tiefer Falten sowie zum Glätten von Altersfalten eingesetzt. Die Galvanisation wirkt sich positiv auf das Bindegewebe aus, macht es glatter und elastischer und entfernt Pigmentflecken sowie Ödeme.
Die Ionophorese ist eine Methode der Elektrotherapie, die auf der Kombination der Wirkung des niederfrequenten Stroms auf den menschlichen Organismus mit gleichzeitig applizierten Medikamenten basiert; dies gewährleistet eine höhere therapeutische Effektivität und eine Prolongation des Behandlungseffekts.
Die medikamentösen Substanzen (Vitamine, Hyaluronsäure) werden im Dermis und in der Epidermis allmählich in die Blut- und Lymphgefäße aufgenommen. Die Kombination der Elektrotherapie mit Medikamenten garantiert einen schnellen und nachhaltigen jugendfördernden Effekt.
Die Niederfrequenz-Elektrotherapie ist hervorragend mit anderen populären kosmetologischen Verfahren wie Hardware-Kosmetologie, Laser-Jungfräulichen und chemischen Peelings kompatibel.
Die Hochfrequenz-Elektrotherapie ist ein Verfahren zur Beeinflussung des menschlichen Organismus durch Wechselstrom in hohen, ultrahohen und superhohen Frequenzen; sie wurde zu Ehren des französischen Physikers und Physiologen Arsène d'Arsonval benannt.
Man unterscheidet zwischen lokaler und allgemeiner Arsonvalisation. Der Kurs der allgemeinen Elektrotherapie umfasst 20 bis 30 Sitzungen und wird bei Erkrankungen wie Bluthochdruck, Migräne, Varikose, Hämorrhoiden, erhöhter Erschöpfbarkeit sowie schlecht heilenden Geschwüren eingesetzt.
Die Anwendung der lokalen Hochfrequenz-Elektrotherapie ist in der Kosmetologie weit verbreitet. Während des Einwirkens der Elektrode auf Haut und Hals kommt es zu einer momentanen Kontraktion der Gefäße, wodurch Blut und Lymphfluss intensiviert werden; dies beseitigt Stagnationserscheinungen und normalisiert den Turgor sowie den Tonus der Haut.
Einsatz von Arsonvalisation in kosmetischen Zwecken:
Die hochfrequente Elektrotherapie ist eine ergebnisreiche und nicht traumatische Methode, die dem Patienten positive Emotionen sowie ein sicheres und sichtbares Ergebnis garantiert.
Die Impulselektrotherapie (oder diadinamoterapija) - die Methode der Wirkung auf den Organismus des Menschen vom Gleichstrom von den Impulsen von der Frequenz 50 und 100 Gz mit der ununterbrochenen Reihenfolge der kurzen und langen Perioden. Während der Prozedur empfindet der Patient pokalywanije, das leichte Brennen, die Vibration. Diadinamoterapija trägt zur Verbesserung des Blutkreislaufs, rassassywaniju der Wassergeschwülste bei, den Inhalt des Sauerstoffs in den Käfigen des Organismus vergrössernd, und wird beim geäusserten Schmerzsyndrom, die Unfallverletzungen, die Erkrankungen des stütz-motorischen Apparates und der Gelenke, der Epilepsie, die Migräne und einige andere Krankheiten verwendet.
In der Physiotherapiepraxis wird die Impulselektrotherapie häufig in Kombination mit einer Fangotherapie und Heilelektrophorese eingesetzt.
Unter Stressbelastung ist der Mensch oft nicht in der Lage, Muskelanstrengungen aufzuheben und sich vollständig zu erholen. Die Diadinamotherapie ist eine der effektivsten Methoden zur Linderung von Schwäche, die es ermöglicht, den Tonus krampfender Gefäße zu normalisieren sowie Verkürzungen von Skelett- und glatter Muskulatur herbeizuführen.
In der Kosmetologie wird die Diadinamotherapie selten angewendet, da hohe Frequenzen dieser Methode Tetanus – also eine intensive Verkrampfung der Muskel Fasern – auslösen können, was krankhafte Empfindungen verursacht.
Ungeachtet der zahlreichen positiven Wirkungen muss bei der Elektrotherapie mit Vorsicht vorgegangen werden, insbesondere in Anbetracht aller bestehenden Kontraindikationen:
Mit der vollen Liste der Erkrankungen, bei deren Vorhandensein die Anwendung der Elektrotherapie nicht empfohlen wird, können Sie sich beim Internisten oder dem approbierten Arzt-Kosmetiker erkundigen.
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