Enzewir

Enzewir ist ein Impfstoff, der den Menschen vor einer Infektion mit dem Virus der Kleschtschew-Enzephalitis schützt. Er enthält einen inaktivierten ganzen Virus, d. h., das Virus hat infolge seiner speziellen Bearbeitung die Fähigkeit zur Replikation (Vermehrung) verloren und kann daher nicht zur Auslösung der Erkrankung führen. Encevir – Impfstoff gegen die Tick-Enzephalitis

Der pharmakologische Effekt

Laut den Angaben zu Enzewir fördert dieses Arzneimittel die humoralen und zellulären Komponenten der Immunität in Bezug auf das Virus der Kleschtschew-Enzephalitis. Der Impfstoff Enzewir bietet einen ausreichenden Schutz vor den Stämmen dieses Virus, die in Europa und Asien zirkulieren.

Angaben zur Anwendung von Enzewir

Nach den Anweisungen zu Enzewir wird das Präparat zur Prophylaxe der Kleschtschew-Enzephalitis eingesetzt. Die Impfung ist für Personen erforderlich, die in Gebieten mit einem ungünstigen epidemiologischen Risiko für diese Erkrankung leben oder sich dort aufhalten, insbesondere wenn sie Tätigkeiten wie Bau-, Landwirtschafts-, Wasserbau-, Geologie- und Holzfällerarbeiten ausüben. Zudem ist eine Impfung auch für Personen notwendig, deren Arbeit mit lebenden Virus-Kulturen verbunden ist. Der Impfstoff Enzewir wird ferner zur Immunisierung von Spendern verwendet, um die Gewinnung spezifischer Immunglobuline aus ihrem Plasma zu ermöglichen.

Kontraindikationen

Nach den Anweisungen zu Enzewir sind folgende Fälle kontraindiziert:

  • Eine erhöhte individuelle Empfindlichkeit gegenüber dem jeweiligen Präparat;
  • Eine bekannte Nahrungsmittelallergie, insbesondere auf Hühnereiproteine (Eiweiß);
  • Bronchialasthma
  • Wenn die vorhergehende Impfung von Komplikationen oder ausgeprägten Reaktionen begleitet wurde (Ödem und Hyperämie an der Injektionsstelle mit einem Durchmesser von mehr als 80 mm, Fieber über 40 °C);
  • Epilepsie
  • Thyreotoxikose
  • Diabetes mellitus
  • Onkologische Erkrankungen
  • Hämatologische Erkrankungen

Das Enzephrin darf nicht zur Immunisierung schwangerer Frauen verwendet werden. Die Impfung ist frühestens 14 Tage nach der Geburt zulässig. Eine Impfung im Hintergrund akuter somatischer Erkrankungen oder bei Verschlimmerung chronischer Verläufe wird nicht durchgeführt. Der Impfstoff kann erst nach einem Monat nach Genesung oder Erreichen der Remission verabreicht werden.

Nebenwirkungen von Enzephrin

Die Anwendung des Enzephrins kann begleitet sein durch:

  • Von Schwäche, Ödemen der Weichteile und Hyperämie (Rötung) an der Injektionsstelle;
  • Eine leichte Zunahme regionaler Lymphknoten;
  • Ein Anstieg der Körpertemperatur bis zu 38 Grad Celsius;
  • Kopfschmerzen;
  • Allgemeines Unwohlsein;
  • Gelenkschmerzen und Muskelschmerzen (Artralgie und Myalgie).

In der Enzewir-Anleitung wird darauf hingewiesen, dass Nebenwirkungen des Präparats innerhalb der ersten zwei Tage nach Verabreichung auftreten können und in der Regel nicht länger als drei Tage anhalten.

Das Enzewir-Impfstoff führt äußerst selten zur Entwicklung einer Frühreaktion (anaphylaktischer Schock, Ödem von Quincke).

Anwendungshinweise

Das Präparat wird intramuskulär injiziert. Die Einzeldosis beträgt 0,5 ml. Die primäre Impfung kann nach einem der beiden Schemata durchgeführt werden: Encevir – Impfstoff zur intramuskulären Verabreichung

Der erste Impftermin wird an dem vom Patienten gewählten Tag durchgeführt; der zweite erfolgt zwei Monate später, der dritte ein Jahr nach dem ersten.

Der erste Impftermin wird an dem vom Patienten gewählten Tag durchgeführt; der zweite erfolgt fünf bis sieben Monate später, der dritte ein Jahr nach dem ersten.

Wiederimpfungen erfolgen einmal alle drei Jahre. Dabei führt die Vakzine Enzewir einmalig eine Einleitung durch.

Besondere Hinweise

Die Anwendung der Vakzine Enzewir darf nicht intravasal erfolgen, da dies schwere allergische Reaktionen auslösen kann, was eine reanimations- und schocktherapeutische Behandlung erforderlich macht.

Nach der Impfung sollten die Patienten unter Aufsicht des medizinischen Personals mindestens 30 Minuten verbleiben.

Bei der Durchführung der Impfung ist in der warmen Jahreszeit, d. h., wenn eine hohe Aktivität der Zecke beobachtet wird, ein wahrscheinlicher Kontakt mit der Infektionsquelle auszuschließen, der während der gesamten Impfperiode und noch zwei Wochen nach ihrem Abschluss bestehen könnte.

Vor der Impfung muss vom Arzt oder Feldscher zwingend auf mögliche Kontraindikationen untersucht werden. Dabei ist eine sorgfältige Anamnese unerlässlich und die Körpertemperatur wird gemessen. Der Arzt trägt die Verantwortung für die Rechtmäßigkeit der Entscheidung zur Anwendung der Vakzine Enzewir.

Impfungen dürfen ausschließlich in einem dafür speziell vorbereiteten Raum durch qualifiziertes medizinisches Personal durchgeführt werden. Im Raum muss das zur schnellen Hilfe im Falle einer allergischen Reaktion notwendige Material vollständig vorrätig sein.

Die medikamentöse Form

Das Impfstoffpräparat Enzewir wird als Suspension in Form einer Lösung zur intramuskulären Verabreichung freigegeben.

Ob Sie sollten dies wissen:

Bei 5 % der Patienten ruft das Antidepressivum Klomipramin den Orgasmus hervor.


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