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Neun Mythen über Hautkrebs

Es gibt keine eindeutige Meinung über den unmittelbaren Grund des Entstehens von Hautkrebs bei heutigen Gelehrten. Die Faktoren, die zu seiner Entwicklung beitragen, sind jedoch genau bestimmt worden. Hierzu zählen: die langfristige Einwirkung ultravioletter Strahlen auf die Haut, radioaktive Bestrahlung, thermische Verletzungen, Beschädigungen der Haut durch aggressive chemische Substanzen (Harze, Säuren, Laugen usw.), erblich bedingte Neigung (Vorliegen von bösartigen Hautneubildungen in familiärer Anamnese), die Einnahme immunsuppressiver Medikamente sowie mechanische Verletzungen von Muttermalen und Leberflecken.

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Ungeachtet des breiten Vorkommens von Hautkrebs (der Erkrankungen dieser Art bilden etwa die Hälfte aller onkologischen Leiden weltweit), ist vielen Menschen die Besonderheit dieser Krankheit und ihre Präventionsmöglichkeiten wenig bewusst. Zahlreiche Haushaltsvorstellungen über Hautkrebs entsprechen nicht der Realität. Im Folgenden werden bekannte Mythen aufgeklärt.

Der Hautkrebs betrifft vor allem ältere Menschen.

Die letzten Jahrzehnte spiegelten eine Entwicklung wider, bei der die Hautkrebsbehauptung ihre Realität verlor. Seitdem hat sich jedoch der Krebs der Haut stark verändert und nimmt heute den ersten Platz unter den onkologischen Erkrankungen ein, die bei Menschen im Alter von 26 bis 30 Jahren diagnostiziert werden. Gleichzeitig belegt er den zweiten Platz unter den bösartigen Neubildungen, an denen junge Männer und Mädchen im Alter von 15 bis 25 Jahren leiden.

Manche Experten vertreten die Ansicht, dass die Entstehung von Hautkrebs beeinflusst wird durch Faktoren wie die erhöhte Sonnenexposition junger Menschen während Reisen in Länder mit hoher UV-Strahlung, insbesondere im Rahmen von Strandurlauben. Personen, deren genetische Ausstattung sie nicht ausreichend gegen solche Belastungen schützt, erhalten eine hohe Dosis an UV-Strahlen, die in Kombination mit dem Austrocknungseffekt von Meerwasser ein Hauptrisikofaktor für die Entstehung von Geschwülsten darstellt.

Die artefizielle Insolation ist für die Haut **sicherer** als Sonnenstrahlen.

Die äußerst gefährliche Täuschung, die ein Grund für die hohe Morbidität von Hautkrebs bei jungen Männern sein könnte, besteht darin, dass im Gegensatz zur natürlichen Sonnenstrahlung (physischen Insolation) artefizielle UV-Strahlen, die durch Solarien erzeugt werden, zu 98 % aus dem für die Haut schädlichen Spektrum bestehen. Besonders gefährdet sind regelmäßige Nutzer von Solarien, die künstliche Sonnenbäder erhalten. Es ist nachgewiesen, dass bereits eine monatlich durchgeführte Prozedur über einen Zeitraum von zehn Jahren das Risiko eines Hautkrebsfalls um 50 % erhöht. Selbst ein einzelner Besuch eines Solariums kann gefährlich sein, wenn bei einem Menschen Risikofaktoren wie Vorerkrankungen oder genetische Dispositionen vorliegen.

Der Hautkrebs ist unheilbar.

Die Heilungschancen bei Hautkrebs stehen in direkter Abhängigkeit davon, wie frühzeitig die Behandlung eingeleitet wird. Melanome und Basaliome, die bereits in einem frühen Stadium diagnostiziert werden, lassen sich zu 98 Prozent vollständig behandeln. Bei Tumoren, die erst in späteren Entwicklungsphasen entdeckt werden, sinkt die Heilungschance auf etwa 70 bis 75 Prozent – eine Rate, die dennoch bemerkenswert hoch ist.

Melanom geht **in der Regel** mit Veränderungen an Muttermalen einher.

In vier von fünf Fällen entsteht Melanom nicht aus bestehenden Muttermalen; vielmehr entwickeln sich diese Tumore in Bereichen der Haut, die frei davon sind. Dennoch wird angenommen, dass das Vorhandensein zahlreicher Neugeborenenmale (Nevi) das Risiko für die Entstehung bösartiger Hautneubildungen verdoppelt. Daher sollten Personen mit solchen Besonderheiten ihre Muttermale regelmäßig untersuchen und Veränderungen in Umfang, Form, Farbe, Oberflächencharakteristik sowie weiteren Merkmalen dokumentieren.

Um Unannehmlichkeiten zu vermeiden, sollte man regelmäßig einen Dermatologen aufsuchen. Es ist für den Patienten von großer Bedeutung, dass derselbe Arzt ihn ständig begleitet, insbesondere wenn er zur Risikogruppe gehört. Ein häufiger Wechsel der Ärzte kann dazu führen, dass Veränderungen nicht frühzeitig erkannt werden.

Die Abtragung aller Muttermale schließt die Entstehung von Hautkrebs definitiv aus.

Die Entfernung von Warzen (Condylomata acuminata) ist keine notwendige Maßnahme zur Vermeidung von Hautkrebs. Solche Eingriffe reduzieren das Risiko einer Krebsentwicklung nicht und sollten nur auf ausdrückliche Empfehlung eines Arztes durchgeführt werden.

Die Menschen, die sich nie in der Sonne verbrennen, erkranken nicht an Hautkrebs.

Die Fähigkeit des Organismus, das dunkle Pigment Melanin zu produzieren, das vor Sonnenstrahlung schützt, ist bei Menschen unterschiedlich ausgeprägt. Personen mit heller Hautfarbe haben ein deutlich erhöhtes Risiko, Sonnenbrand zu erleiden, was die Wahrscheinlichkeit der Entstehung von bösartigen Hautneubildungen in Zukunft erhöht. Allerdings bietet eine gebräunte Haut ohne Verbrennungen keinen absoluten Schutz vor Krebs. Solche Erkrankungen treten weltweit bei Menschen aller Ethnien auf.

Die Anwendung von Sonnenschutzmitteln kann die Entstehung von Melanomen begünstigen.

Die Auswahl eines Mittels zum Schutz vor Sonnenstrahlung erfordert Sachkenntnis und sollte dem Hauttyp entsprechend gewählt werden, ohne allergische Reaktionen auszulösen. Eine erfolgreiche Cremeauswahl birgt jedoch kein Risiko für die Entstehung von Hautkrebs. Allerdings gibt es zweifelhafte Produkte auf dem Markt, deren Hersteller häufig gesundheitsschädliche chemische Inhaltsstoffe verwenden – oft ohne staatliche Zulassung. Sonnenschutzcremes aus sicheren Quellen sind hingegen in der Regel ungefährlich.

Ein wichtiger Aspekt des Schutzes vor UV-Bestrahlung ist die korrekte Anwendung von kosmetischen Mitteln. Der Nutzer sollte bedenken, dass keine Sonnenschutzcreme für zwei Stunden länger gilt. Diese blockieren bis zu 90 % der schädlichen Strahlung für die Haut. Daher kann man nicht davon ausgehen, den ganzen Tag sicher geschützt zu sein, wenn man seine Haut nur einmal morgens eincremt.

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Im finsteren Wetter ist Sonnenschutz nicht erforderlich.

Die Wolken absorbieren einen erheblichen Teil der Sonnenwärmeenergie, jedoch lassen sie ultraviolette (UV) Strahlen durchdringen. Daher ist das Aufbringen von Sonnenschutzmitteln auf exponierte Hautpartien bei jedem Wetter unerlässlich.

Die Laserabtragung von Muttermalen wird häufiger als die chirurgische Entfernung gewählt.

Es wurde bereits erwähnt, dass lediglich jene Muttermale entfernt werden sollten, die von einem Dermatologen als verdächtig eingestuft wurden. Die Laserbehandlung in diesem Fall bietet den Vorteil, dass keine kosmetischen Schäden zurückbleiben. Aus gesundheitlicher Perspektive kann jedoch eine Laserabtragung von Neugeborenenmuttermalen nicht nur nutzlos, sondern sogar gefährlich sein, da sie die Möglichkeit einer späteren Texturanalyse vollständig ausschließt. Dies bedeutet, dass es unmöglich sein wird festzustellen, ob das entfernte Muttermal sich regeneriert hat und der Patient rechtzeitig keine notwendige Behandlung erhält.

Laut den Empfehlungen der Experten der WHO sollte jeder Fall von Hautkrebsverdacht zunächst einer gründlichen Untersuchung unterzogen werden. Wird eine pathologische Veränderung festgestellt, wird empfohlen, diese mittels chirurgischem Eingriff zu entfernen und das entnommene Material anschließend einem feingeweblichen Labor zur Analyse zuzusenden.

Der Hautkrebs gilt als eine jener onkologischen Erkrankungen, die am einfachsten verhütbar ist. Die ersten Symptome sind optisch wahrnehmbar und können frühzeitig erkannt werden. Verdächtige Veränderungen lassen sich schnell entfernen und durch histologische Untersuchungen kann sofort eine endgültige Diagnose gestellt sowie die geeignete Behandlung eingeleitet werden. Der Verlauf hängt jedoch maßgeblich vom Menschen selbst ab: Die meisten Risikofaktoren (z.B. UV-Exposition, chemische Substanzen) können vermieden oder minimiert werden. Es reicht aus, Schutzmittel zu verwenden, sich Sonnenbädern zu enthalten und regelmäßig dermatologische Kontrollen durchzuführen. Diese Maßnahmen helfen nicht nur, die Entstehung der Erkrankung zu verhindern, sondern auch im Falle eines Erscheinens eine Heilung zu ermöglichen.

 
 
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