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Anorexie und Hyperorexie: 9 Mythen zu den Verwirrungen im Essverhalten.

Die Hyperorexie und die Anorexie sind schwere Abweichungen des Nahrungsverhaltens, deren Grund oft tödlich endet – häufiger als bei allen anderen nervösen Störungen zusammen. In 60 Prozent der Fälle begleiten sich beide Leiden gegenseitig: Patienten fürchten den Satz überflüssigen Gewichts und versuchen daher öfter auf Nahrung zu verzichten, erleben jedoch periodisch Attacken von schlagartigem Hunger und unkontrollierbarer Perejedanija. Jeder Patient mit Anorexie oder Hyperorexie benötigt die Hilfe eines qualifizierten Psychotherapeuten, da die Pathologie selbständig nicht überwunden werden kann. Die Gesellschaft benötigt zudem wahrheitsgemäße Informationen über diese Leiden, um die zahlreichen Täuschungen zu korrigieren und das Risiko der Unterschätzung der Gefahr für Leben kranker Menschen zu vermeiden. Einige Mythen über Anorexie und Hyperorexie sind unter unseren Landsleuten verbreitet.

Анорексия и булимия: самые распространенные мифы

Die Anwesenheit von Anorexie oder Hyperorexie lässt sich nicht allein anhand äußerer Erscheinungen feststellen.

Die Gefahr dieser Leiden besteht darin, dass in den Anfangsphasen von Anorexie und Hyperorexie die Patientinnen weder deutlich untergewichtig noch sichtbar übergewichtig erscheinen. Wenn das Gewicht eines Menschen um 3-7 kg von der Norm abweicht, treten noch keine schweren Stoffwechselverletzungen auf, doch sind bereits psychologische Veränderungen bemerkbar. Die Patientin verzichtet auf Nahrung und erlebt unkontrollierbare Heißhungerattacken, bei denen sie übermäßigen Appetit verspürt und anschließend Schuldgefühle entwickelt, die dazu führen, dass sie versucht, die aufgenommenen Kalorien schnell wieder loszuwerden. Dieser Prozess verstärkt sich schrittweise, ohne dass äußere Veränderungen lange sichtbar sind.

Die **otschistitelnyje** (korrigiert: **offensichtlichen**) Prozeduren helfen, das Gewicht zu reduzieren.

Fast alle Patientinnen mit Hyperorexie oder Anorexie versuchen, den Körper durch Erbrechen oder die Einnahme von Abführmitteln vor Nährstoffen zu schützen. Diese Maßnahme ist jedoch wirkungslos, da nach einem künstlich ausgelösten Erbrechen noch etwa 70 Prozent der aufgenommenen Nahrung im Magen verbleiben. Die Anwendung von Abführmitteln entzieht dem Körper zwar Wasser, beeinträchtigt die Aufnahme von Nährstoffen aber nicht.

Gleichzeitig verursachen solche Prozeduren erheblichen Schaden. Die regelmäßige Einnahme von Abführmitteln birgt das Risiko einer Dehydrierung sowie Störungen im Darmtrakt. Erbrechen kann hingegen zu schwerwiegenden Erkrankungen der Speiseröhre und des Magens führen.

Männer leiden nicht unter Hyperorexie oder Anorexie.

Anorexie und Bulimia nervosa treten bei Frauen und Mädchen häufiger auf (insbesondere bei Personen des weiblichen Geschlechts im Alter von 13 bis 20 Jahren). Daneben erkranken jedoch etwa 10 Prozent der Betroffenen männlich, einschließlich junger Männer im Teenageralter.

Das Schicksal von Menschen mit hohem sozioökonomischen Status: Verwirrungen im Nahrungsverhalten

Die Behauptung, dass Anorexie und Hyperorexie ausschließlich bei Personen auftreten, die eine hohe gesellschaftliche Position innehaben, ist grundlegend falsch. Vielmehr liegt der entscheidende Faktor in einer anderen Dynamik: Die übermäßige Angst vor Gewichtszunahme und die daraus resultierenden Abweichungen im Essverhalten stehen in engem Zusammenhang mit dem Streben nach Übereinstimmung mit Schönheitsidealen, die massenmedial propagiert werden. Insbesondere Personen, die den Erfolg mit schlanken Körperbildern aus Zeitschriften verknüpfen, haben ein erhöhtes Risiko, an Anorexie zu erkranken. Die von der Presse vermittelte Analogie zwischen Schlankheit und Wohlbefinden führt dazu, dass Menschen ihre gesamten Ressourcen in die Verfolgung äußerlicher Merkmale des Wohlstands investieren, während sie andere wichtige Lebensbereiche wie Interessen und Beschäftigungen vernachlässigen. Diese Not kann jeden Menschen betreffen, unabhängig von seinem sozialen oder wirtschaftlichen Status.

Man kann Anorexie oder Hyperorexie durch einen willensstarken Entschluss überwinden.

Leider nein. Schwere Störungen des Nahrungsverhaltens sind keine bloßen Fehleinschätzungen, die man leicht ignorieren könnte. Ihr Ursprung liegt in psychischen Dysfunktionen, die dem Patienten verhindern, sein Äußeres nüchtern zu bewerten und von der Notwendigkeit einer Korrektur abzusehen. Die Mehrheit der Betroffenen mit Anorexie oder Hyperorexie möchte ein normales Leben führen, ist dies jedoch allein nicht möglich. In diesen Fällen ist die Hilfe eines Psychotherapeuten und Ernährungsberaters notwendig; häufig ist zudem eine medikamentöse Therapie erforderlich.

Verstöße gegen das Nahrungsverhalten – Untersuchung schwerer Kindheitserfahrungen

Laut neueren Studien liegt bei bis zu 80 Prozent der Fälle von Anorexie und Hyperorexie eine genetische Prädisposition vor; Patientinnen sollten daher nicht übermäßig für Kindheitserlebnisse verantwortlich gemacht werden. Für die Verbesserung des Zustands dieser Patientinnen ist es wesentlich wichtiger, auf familiäre Unterstützung während der Behandlung Wert zu legen. Nahestehende Personen müssen verstehen, dass Abweichungen im Essverhalten keine Frage von Charakterschwäche, Ungehorsam oder Willenlosigkeit sind, sondern schwerwiegende Störungen darstellen, die eine umfassende Behandlung erfordern.

Sowohl Anorexie als auch Hyperorexie bergen eine tödliche Gefahr.

Die Sterblichkeit bei diesen Erkrankungen liegt bei etwa 10 %. Die kranke Anorexie kann zu Herzmuskelinsuffizienz führen, die durch Elektrolytstörungen im Organismus verursacht wird. Dies führt zu Erkrankungen der Verdauungsorgane, Dehydratation und einer Schwächung des Immunsystems, das nicht mehr in der Lage ist, Infektionen abzuwehren. Die Abmagerung stellt dabei ein offensichtliches Symptom dar.

Störungen des Nahrungsverhaltens sind behandelbar.

Es ist nicht so einfach. Anorexie und Hyperorexie werden behandelt; doch der Umgang damit erscheint oft als aussichtslos. Das Problem liegt darin, dass viele Patientinnen die Gefahren dieser Zustände unterschätzen und erst spät Hilfe suchen. Häufig beginnen Patienten eine Behandlung, brechen sie jedoch ab und scheitern.

Zusätzlich sind Störungen des Nahrungsverhaltens sowie ihre Fernwirkungen schwer zu vermeiden. So führt bei jungen Frauen mit Anorexie häufig das Ausbleiben der Menstruation dazu, dass eine Schwangerschaft und damit verbundenes Elternsein unmöglich werden.

Способ лечения расстройства пищевого поведения

Hyperorexie und Anorexie entstehen durch den Missbrauch von Diäten.

In dieser Behauptung liegt ein Kern der Wahrheit: Fast alle Fälle von gestörtem Nahrungsverhalten beginnen mit wiederholten Versuchen, das Gewicht durch strenge Diäten zu kontrollieren. Allerdings ist die eigentliche Ursache für Anorexie und Hyperorexie eine psychisch-emotionale Störung, bei der sich der Mensch in Abhängigkeit von Unzufriedenheit mit seinem eigenen Körper befindet und versucht, positive Emotionen aus dem Prozess der Körperformung zu ziehen. Diäten sind nicht die direkte Ursache dieser Leiden, doch ihre regelmäßige Anwendung kann als Auslöser für Verwirrungen im Nahrungsverhalten wirken.

Personen, die unter Anorexie oder Hyperorexie leiden, können ihr Nahrungsverhalten sowie ihr nüchternes Verhalten nicht kontrollieren und benötigen Unterstützung durch ihr Umfeld. Wenn jemand in der Nähe auf Essen verzichtet oder zwischen Attacken des Vergessens (Perejedanie) und Verzerrungen (Otschistitelnje) wechselt, verliert er schnell an Gewicht, wird reizbar oder apathisch und spricht ständig von Kalorienreduktion und dem Bedürfnis abzunehmen. Dies sind Alarmzeichen, insbesondere bei jungen Menschen. In solchen Fällen sollte man nicht zögern, sondern dringend einen Psychotherapeuten aufsuchen, da jede Verzögerung zu schwerwiegenden Konsequenzen führen kann.

 
 
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