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5 Merkmale möglicher Herzprobleme

Herzerkrankungen und Gefäßleiden führen zu einer Störung der Blutversorgung von Organen und Geweben, was Funktionsstörungen, eine Verschlechterung des Befindens sowie einen Rückgang der Arbeitsfähigkeit und Lebensqualität zur Folge hat. Jährlich sterben aufgrund solcher Pathologien mehr als 17 Millionen Menschen auf unserem Planeten.

Das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen liegt darin, dass sie sich oft lange Zeit asymptomatisch entwickeln können. Trotz der weit verbreiteten Meinung, solche Zustände würden durch Schmerzen im Brustbereich, Störungen des Herzrhythmus und andere offensichtliche Symptome angezeigt, zeigen sie dies bei weitem nicht immer. Häufig kommt es vor, dass Menschen, die sich insgesamt befriedigend fühlen, bereits eine kardiovaskuläre Pathologie haben, ohne Verdacht darauf zu tragen. Wenn man berücksichtigt, dass solche Leiden häufiger junge Männer betreffen und diese oft den Arztbesuch hinauszögern, wächst das Risiko für Erkrankungen wie die ischämische Herzkrankheit (Stenokardie), Schlaganfälle und Herzinfarkte ständig. Der Mensch kann seine persönlichen Risiken erheblich verringern, indem er ein gesundes Verhalten, eine vernünftige körperliche Aktivität und einen sachkundigen Umgang mit der Gesundheitskontrolle bevorzugt. Daher ist es sehr wichtig zu wissen, welche Symptome Anlass für einen Besuch beim Experten und die Durchführung einer Untersuchung geben sollten.

1. Zahnfleischentzündung und Schleimhautveränderungen im Mundbereich

Eine Untersuchung von Herzstörungen zeigt eine unzureichende Blutversorgung der peripheren Gefäße (Kapillaren). Der „Pumpen"-Effekt fehlt, um das Blut einfach durch diese zu befördern. Die Schleimhäute leiden primär unter Sauerstoffmangel und Nährstoffdefiziten. Sie sind besonders anfällig für kleine Traumata und hochgradig empfänglich für krankheitserregende Mikroorganismen.

Wenn bei einem Menschen Zahnfleischentzündung, Zahnlabilität sowie das Auftreten von Abszessen auf der Schleimhaut des Mundes beobachtet werden, kann dies auf eine ischämische Herzkrankheit hindeuten.

Zahnfleischentzündung und Schleimhautentzündung des Mundraums

2. Schmerzen im unteren Gebiss

Die Angina pectoris ist eine Erkrankung, die durch eine Diskrepanz zwischen dem Bedarf der Koronararterien an Blutfluss und ihrem tatsächlichen Angebot entsteht. Ein Hauptmerkmal dieser Krankheit sind Attacken von Brustschmerzen, die bei körperlicher oder nervöser Belastung auftreten. Diese unangenehmen Empfindungen können von 1 bis 15 Minuten dauern; der Schmerz wächst allmählich an, geht aber bei Beendigung der Belastung schnell zurück (beispielsweise reicht es für eine Attacke oft aus, dass ein Mensch, der schnell läuft, einfach stehen bleibt).

Der Schmerz entsteht bei der Angina pectoris hinter dem Brustbein und strahlt in die linke Hand sowie die Schulter, das untere Gebiss und die Zähne links aus. Solche periodisch auftretenden Empfindungen, die bei starker Anstrengung oder im Ruhezustand entstehen, sind ein diagnostisches Merkmal für das Vorhandensein der Erkrankung.

Schmerzen im Unterkiefer

3. Langdauernde Erkältungen

Menschen mit Herzinsuffizienz erleiden saisonale Infektionen schwerer. Symptome wie erhöhte Körpertemperatur und Dyspnoie (Sauerstoffmangel) führen zu einer verstärkten Belastung des Herzens. Während akute Influenza- oder ORVI-Symptome in der Regel nicht länger als fünf Tage anhalten, können sie bei Herzkranken bis zu zehn Tage oder länger bestehen bleiben. Zudem besteht ein erhöhtes Risiko für Komplikationen wie Pneumonie, die selbst zum Auslöser von Herzinfarkten werden kann. Nach Angaben von Experten sterben etwa die Hälfte der in europäischen Ländern verstorbenen Influenzafälle an den Folgen des Herzens.

Längere Erkältungen

4. Schnarchen

Schlafatmung und Herzinsuffizienz sind eng miteinander verbunden. So gilt beispielsweise das Apnoe-Syndrom als Risikofaktor für Störungen der Herzfunktion; bei intermittierender Atemaussetzung im Schlaf vervielfacht sich die Wahrscheinlichkeit eines Herzinfarkts etwa dreimal. Andererseits deutet nächtliches Schnarchen auf einen Sauerstoffmangel hin, der durch Herz-Kreislauf-Störungen verursacht sein kann.

Schnarchen

5. Erektile Dysfunktion

Eine Exazerbation der Potenz ist ein frühes Warnsignal für Defekte im kardiovaskulären System, da die Qualität der Erektion direkt von der Durchblutung abhängt. Laut Statistik berichten etwa 60 % der Männer, die sich an Kardiologen wenden, dass feinfühlige Probleme lange vor dem Auftreten von Brustschmerzen, Herzrhythmusstörungen und anderen offensichtlichen diagnostischen Merkmalen entstanden sind. Bei Frauen manifestieren sich ähnliche Defekte in Form einer verminderten Orgasmusfähigkeit und einer allgemeinen Senkung der Libido.

Jedes der beschriebenen Merkmale kann auch andere Ursachen haben, die nicht mit Störungen der Herzfunktion zusammenhängen. Wenn jedoch solche Symptome regelmäßig auftreten und durch vermehrte Erschöpfbarkeit, Atemnot sowie Schwindel ergänzt werden, ist ein Besuch beim Kardiologen ratsam. Da Herzkrankheiten chronisch verlaufen, ermöglicht eine frühzeitige Behandlung den Patienten in der Regel die Erhaltung der Arbeitsfähigkeit und eine hohe Lebensqualität.

Erektile Dysfunktion

Ob Sie sollten wissen:

Jeder Mensch besitzt nicht nur einzigartige Fingerabdrücke, sondern auch einen individuellen Zungenabdruck.


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