Knjaschenika

Heilwirkungen der Knjaschenika

Kniatschenika Knjaschenika – die vieljährige Beere, die auf Kamtschatka wächst, Entfernten Osten, in Sibirien und sich verhaltend zur Familie rosa. Diese Beere wissen noch unter den Namen polenika, chochljanka, mochowaja, die Erd- oder arktische Himbeere, knjaschniza, mamura, poludeniza, knjaschenitschka.

Die Beere ähnelt äußerlich der großen Himbeere; jedoch sind Geschmack und Aroma ausgeprägter, weshalb die Knjaschenika unter allen Wildbeeren geschätzter ist. Die Pflanze erreicht eine Höhe von 30 cm, besitzt einen geraden Stiel und dreiteilige Blätter auf langen Stielen. Die Blüten sind dunkelrosa mit fünf Kronblättern.

Knjaschenika blüht und fruchtet den ganzen Sommer; das Sammeln der Blätter erfolgt im Juni bis Juli, das der Beeren im August. Das Sammeln und Zubereiten erfordert große Vorsicht, da die Früchte sehr brüchig und zart sind. Die Beeren findet man an den Rändern von Moorsümpfen, kleinen Waldwiesen sowie auf Hängen in arktischen Tundren und sumpfigen Nadelwäldern.

In den Beeren wurden ätherische Öle, Zitronensäure und Ascorbinsäure sowie Glukose, Fruktose und das pflanzliche Glykosid Anthocyanin nachgewiesen. In den Blättern der Knjaschenika sind Phytonzide enthalten, die Ascorbinsäure umfassen.

Der Kaloriengehalt von Knjaschenika beträgt 26 kcal.

Die Anwendung der Knjaschenika-Beere in der Medizin.

Tinkturen und Aufgüsse aus frischen oder getrockneten Knjaschenika werden in der Volksmedizin zur Senkung des Fiebers, bei der Behandlung von Asthma und Husten sowie gegen Skorbut eingesetzt; sie stärken zudem den gesamten Organismus.

Die Blätter der Knjaschenika werden im Schatten getrocknet (nicht in der Sonne) und entweder als Tee aufgegossen oder zu einer Tinktur verarbeitet, die hilft, Durchfälle zu stoppen: Sowohl in den Blättern als auch in den Beeren sind adstringierende Substanzen enthalten. Aufgüsse helfen bei akuten Bauchschmerzen und Gicht sowie Erkrankungen wie Enterokolitis, Gastritis und Kolitis.

Frische Knjaschenika-Blätter können auf offene Wunden aufgelegt werden; sie heilen ebenso gut wie die Blätter des Wegerichs.

Der Saft aus den Beeren wirkt tonisierend, stillt Durst und senkt die Temperatur, was bei Fieber hilfreich ist.

Ein Aufguss der Beeren kann sowohl innerlich als auch lokal (zur Spülung) verwendet werden – für die Behandlung von Halsschmerzen, Entzündungen im Rachenraum sowie verschiedenen Schleimhautentzündungen. Ein Aufguss aus den Blättern hilft bei verschiedenen Verdauungsstörungen bei Kindern.

Ein Brei aus frischen Knjaschenika-Beeren kann Nesselfieber entfernen, das bei Kindern im Rahmen von Allergien oder Diathese auftritt.

Zur Zubereitung des Aufgusses nimmt man einen Esslöffel getrockneter Beeren, gießt ein Glas kochendes Wasser darüber und lässt es 10 Minuten ziehen. Der Aufguss aus Knjaschenika wird zweimal täglich nach einer Mahlzeit eingenommen.

Zur Vorbereitung des Safts werden frische Beeren entlaubt, gewaschen, abgeriebt und in ein Sieb gegeben; nach dem Abkühlen werden sie zerdrückt und auf Mull ausgelegt. Solchen Saft aus Knjaschenika kann man für den Winter vorbereiten – die Behälter mit dem Saft sterilisieren bei 80 Grad.

Für den Winter können auch gefrorene Beeren zubereitet werden: reife Knjaschenika abnehmen, waschen, warten, bis das Wasser abläuft, in einer Schicht auf der Textur auslegen, damit die Beeren trocknen, und danach vorsichtig in Plastiktüten umfüllen und ins Gefrierfach legen. Knjatschenika-Beere

Zum Ausdörren werden die gewaschenen Beeren als feine Schicht ausgelegt und an der Luft getrocknet; periodisch müssen sie umgewendet werden, und für die Nacht ist es besser, sie in den Raum zu bringen. Gewöhnlich dauert das Trocknen von Knjaschenika unter physikalischen Bedingungen eine Woche.

Als Polyvitamin-, stärkendes und entzündungshemmendes Mittel kann man Tee aus Knjaschenika trinken: einen Esslöffel Blätter mit 250 ml kochendem Wasser übergießen und eine Stunde ziehen lassen. Solchen Tee muss warm getrunken werden, 125 ml dreimal bis viermal täglich. Er hilft auch bei der äußeren Anwendung – heilt Wunden gut.

Kontraindikationen

Die einzige Kontraindikation für den Verzehr von Knjaschenika ist die individuelle Unverträglichkeit des Menschen.

Ob Das sollten Sie wissen:

Der 74-jährige Australier James Harrison wurde über 1000 Mal Blutspender. Bei ihm liegt eine seltene Blutgruppe, deren Abwehrstoffe helfen, Neugeborene mit schwerer Anämie zu retten. So hat der Australier etwa zwei Millionen Kinder gerettet.


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