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Fünf Mythen zur Bio-Produktion

Dem modernen Menschen gelingt es häufig nicht, Wohnraum in ökologisch unbelasteten Regionen zu finden sowie einen Arbeitsplatz, der keine gesundheitlichen Schäden verursacht. Scheinbar ist die Lage bei Lebensmitteln günstiger: Die Geschäfte sind mit Produkten gefüllt, die von den Produzenten als besonders nützlich und absolut sicher dargestellt werden. Viele Menschen sind fest davon überzeugt, dass die Auswahl von Lebensmitteln mit den Bezeichnungen Bio, eko oder organic ihnen und ihren Familienmitgliedern eine optimale Ernährungsvariante garantiert. Leider entspricht dies nicht der Realität.

Продукты с маркировкой био: действительно ли безопасны?

Heute lernen wir die häufigsten Missverständnisse zu diesen Produkten kennen.

Die bio-zertifizierte Produktion ist absolut sicher.

Die Vorstellung von der Sicherheit organischer Produktion für die menschliche Gesundheit gründet vor allem darauf, dass bei ihrer Züchtung keine chemischen Inhaltsstoffe (Pflanzenschutzmittel, Dünger usw.) verwendet werden. Allerdings gibt es Lebensmittel, die diesen Bedingungen nicht vollständig entsprechen. Selbst zertifizierte ökologische Betriebe setzen chemische Substanzen ein, ohne die eine Bewirtschaftung schlichtweg unmöglich wäre.

In der Mehrheit der Länder existieren sogenannte "organische Standards", nach denen Listen von Pestiziden, Fungiziden und medikamentösen Präparaten zur Behandlung landwirtschaftlicher Tiere entwickelt werden. Die in diese Verzeichnisse aufgenommenen Substanzen entstehen oft aus pflanzlichen Rohstoffen und weisen eine relativ geringe Umweltaggressivität auf. Sie gelten jedoch als weniger wirksam als "schädliche" Präparate ähnlicher Wirkung. Aus diesem Grund verletzen Eigentümer ökologischer Betriebe häufig die Richtlinien für den Einsatz solcher Zusatzstoffe (beispielsweise werden zugelassene Mittel oft massenhaft eingesetzt, obwohl dies erlaubt ist). Für den Verbraucher kann der Kauf eines "bio"-Produkts in eine Falle verwandeln, das relativ hohe Konzentrationen an vermeintlich harmloser Chemie enthält.

Andere Behauptungen zur Sicherheit ökologisch produzierter Lebensmittel erscheinen absurd. Manche glauben fälschlicherweise, dass Bio-Produkte steril seien und somit vollständig frei von pathogenen Mikroorganismen. Dies entspricht jedoch nicht der Realität: Die Produktion auf ökologischen Höfen enthält dieselben Bakterien wie konventionelle Produkte (beispielsweise *Escherichia coli*), sodass auch hier eine sorgfältige Aufbereitung vor dem Verzehr notwendig ist.

Lebensmittel mit der Bezeichnung **Bio** gelten oft als die **Leckersten**.

Bei der **Bio**-Produktion werden keine Geschmacksverstärker, Zucker oder große Salz mengen verwendet. Wer sich an konventionelles Essen gewöhnt hat, empfindet Bio-Lebensmittel zunächst oft als geschmacklos. Das Abgewöhnen dieser schädlichen Inhaltsstoffe erfolgt jedoch schnell, insbesondere bei festem Motivationswillen zur Umstellung auf eine gesündere Ernährung.

Ökologische Lebensmittel sind im Allgemeinen nicht nahrhafter als konventionelle Nahrungsmittel.

Der Nährwert von Lebensmitteln wird nicht allein durch die Produktionsweise beeinflusst. Vielmehr hängen er von den Anbaubedingungen und der Lagerungsdauer ab. Früchte, Gemüse, Beeren oder Kräuter verlieren unabhängig davon, ob sie ökologisch oder konventionell angebaut wurden, mit der Zeit einen erheblichen Teil ihres Nährwerts.

Die Produktion von Bio-Produkten unterliegt einer strengen Kontrollmechanik.

In der Idealvorstellung sollten Bio-Produzenten den Prinzipien einer ökologischen Landwirtschaft entsprechen. In der Realität entspricht die tatsächliche Produktion jedoch häufig nicht den Anforderungen, die unter dem Label 'organisch' oder 'ökologisch' erwartet werden. In vielen Ländern, in denen staatlich festgelegte Begriffe für die Bio-Produktion existieren, führen oft private Unternehmen und keine staatlichen Organisationen die Kontrollen durch. Produzenten haben die Möglichkeit, ihre Waren durch eine sogenannte loyalitätsbasierte Prüfung zertifizieren zu lassen, ohne dass alle Produktionsstufen (Züchtung des Rohstoffs, Verarbeitung, Verpackung, Transport und Lagerung) tatsächlich kontrolliert werden. Dies dient häufig dazu, die Selbstkosten der Produktion zu senken, da eine genaue Kontrolle aller Schritte das Endprodukt für viele Konsumenten unerschwinglich machen würde.

In Russland existiert keine gesetzliche Festlegung der Begriffe 'ökologisch rein' oder 'organisch' bezüglich der Produktion landwirtschaftlicher Erzeugnisse. Daher unterscheiden sich einheimische Produkte mit der Bezeichnung 'bio' oder 'eco' nicht von gewöhnlichen Produkten; sie hängen einzig von der Verantwortung des Produzenten ab, ob er diese Kennzeichnungen auf der Verpackung anbringt.

Производство эко-продукции тщательно контролируется: так ли это?

Die **bio**-Produktion schont die Natur und rettet die Menschheit vor Hunger.

Beide Behauptungen sind falsch. Der Anbau von Kulturpflanzen mit minimaler Nutzung chemischer Zusatzstoffe ist nicht produktiv genug. Für seine Einführung wird eine erhebliche Erweiterung der landwirtschaftlichen Flächen erforderlich, was ohne großflächige Abholzung von Wäldern, Trockenlegung von Sümpfen und andere Formen der Zerstörung natürlicher Biozönosen unmöglich ist.

Die Produktion von Bio-Lebensmitteln ist aufwändig; daher wird sie nicht dazu beitragen, den Bewohnern ärmster Länder zu helfen, die unter Nahrungsmangel leiden.

Die Lösung für diese Menschen besteht darin, selbst auf organische Lebensmittel zurückzugreifen. Dabei sollte man jedoch das Verhältnis zwischen Konsumnutzen und Wert solcher Waren berücksichtigen sowie darauf achten, dass die Bio-Kennzeichnung nicht immer ihre tatsächlichen Qualitäten glaubwürdig widerspiegelt. Ein vernünftiges Vorgehen und eine nüchterne Einschätzung der Angaben des Produzenten sind hier unerlässlich.

 
 
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Die Zahnmedizin ist relativ neu entstanden. Bis ins 19. Jahrhundert gehörte es zum Aufgabenbereich eines gewöhnlichen Friseurs, kranke Zähne zu ziehen.