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Was sind Phobien und wie geht man damit um?

Eine der nützlichen Eigenschaften, die uns von der Natur geschenkt wurden, ist die Fähigkeit, Angst auszustehen. Genau diese Fähigkeit dient dazu, über die Annäherung einer gefährlichen Situation zu signalisieren und im Voraus zu helfen, das Leben zu retten. Jedoch wenn die Angst aufdringlich wird, ist sie nicht gerechtfertigt; sie kann die Möglichkeiten des Menschen in puncto der Sozialisierung und der Selbstverwirklichung ernsthaft einschränken. Solche pathologische Angst nennt man Phobie.

Arten und Anzeichen von Phobien

Die Spezies und das Ausmaß der Verbreitung von Phobien

Nach Expertenmeinung leiden etwa zehn Prozent der Bevölkerung an einer Phobie. Dabei ist die Angst vor bestimmten Situationen, sei es Kontakt mit einem Gegenstand oder einem Lebewesen, kein lebenslanger Zustand. Bei manchen Menschen entstehen Phobien in der Kindheit, bei anderen werden sie im Erwachsenenalter erworben. Einem gelingt es, Ängste selbständig zu überwinden; andere müssen sich auf qualifizierte Hilfe verlassen.

Ein Gegenstand einer Phobie kann alles Mögliche sein. Folgende Ängste sind am weitesten verbreitet:

  • Die Angst vor der Höhe (Akrophobie);
  • Die Angst vor der Dunkelheit (Nyktophobie);
  • Die gesellschaftliche Ängstlichkeit (Soziophobie);
  • Platzangst;
  • Klaustrophobie;
  • Cynophilie (Hundeangst);

Viele Menschen fürchten sich vor Tieren (einigen oder allen), vor Blut, Ärzten oder sind krank. Es existieren auch exotische Phobien (zum Beispiel Angst vor Puppen, kahlen Menschen, bestimmten Zahlen, Knöpfen usw.). Zum Glück stören diese Ängste das Leben der meisten Menschen nicht stark. Eine Phobie wird nur dann als Pathologie anerkannt, die eine Korrektur erfordert, wenn sie dem Menschen das eigene Verhalten kontrollieren lässt und ein Hindernis für normale Tätigkeiten darstellt;

Die Kennzeichen einer Phobie sind:

  • Aufdringlichkeit: Der Mensch kann den Gedanken nicht loswerden, was ihn erschreckt;
  • Das Bewusstsein der negativen Emotionen;
  • Das ständige Streben, den Kontakt mit dem drohenden Faktor zu vermeiden, sowie die Ausführung seltsamer, unerklärlicher Handlungen;
  • Die Einsicht des Menschen in die Irrationalität der Angst und die Unangemessenheit des Verhaltens;
  • Das Auftreten vegetativer Reaktionen (verstärkte Schweißbildung, Schwindel, Ohrensausen, Zittern, Sehstörungen, Herzpalpitationen etc.) beim Kontakt mit dem Phobie-Objekt.

Es wird oft angenommen, dass Menschen bei Phobien nervös, sensibel und überempfindlich sind; jedoch ist dies nicht immer der Fall. Auch die Hypothese einer erblichen Veranlagung für Phobien existiert.

Aufdringliche Ängste verfolgen Stadtbewohner häufiger als Landbewohner: Von vier Menschen mit Phobien sind drei Frauen.

Ob jemand

Wie kann man mit einer Phobie umgehen?

In Fällen, in denen ein Treffen mit dem angstauslösenden Objekt unwahrscheinlich ist (z. B. bei Panikangst vor Pinguinen oder Nordlichtern), gibt es oft nichts zu tun; wenn die Phobie jedoch das Leben stört, muss man sich an einen Experten wenden. Es existieren Methoden, die helfen, eine irrationale Angst nicht vollständig zu vermeiden, aber in erheblichem Maße zu kontrollieren.

Behandlungsmethoden für Phobien

Zunächst sollte der Psychologe den Zustand des Patienten analysieren und die Ursache der Angst aufdecken; gelingt dies, reicht es oft aus, dem Patienten den Grund für das Auftreten der Phobie zu erklären, wodurch diese verloren geht. In anderen Fällen wird die Systematische Desensibilisierung angewendet: Der Patient wird schrittweise an das Objekt seiner Angst gewöhnt (z. B. bei Hundephobie zunächst ein Hund mit Maulkorb vorführen, später ohne Maulkorb nähern und schließlich anbieten). Allmählich gewöhnt sich der Patient daran, dass in solchem Kontakt nichts Bedrohliches ist; manchmal werden Patienten gezeigt, wie andere Menschen angstfrei mit bedrohlichen Objekten interagieren.

Medikamente zur Behandlung von Phobien werden selten eingesetzt, nur bei Fällen, in denen das Verhalten des Patienten nicht kontrollierbar ist. Präparate dürfen ausschließlich nach ärztlicher Verordnung und unter ärztlicher Aufsicht eingenommen werden. Experten betonen zudem, dass eine vollständige Beseitigung der Angst allein durch Medikamente unmöglich ist; viele Medikamente führen lediglich zu einer vorübergehenden Beruhigung, wobei die Phobie bei Absetzen wiederkehrt.

Jeder Mensch kann aufdringliche Ängste haben: Die Schwierigkeiten und das hohe Tempo des modernen Lebens beeinträchtigen das emotionale Gleichgewicht oft negativ, sodass wir uns manchmal seltsam, beunruhigt oder überempfindlich fühlen. Man sollte vor Phobien nicht fürchten (obwohl es auch die spezifische „Angst vor der Angst" gibt), sondern sich bemühen, die daraus resultierenden Beeinträchtigungen zu minimieren; so kann man seine Gesundheit erhalten und erfolgreich in einer dynamisch verändernden Welt bestehen.

Ob Wissen Sie das?

Jeder Mensch besitzt nicht nur einzigartige Fingerabdrücke, sondern auch einen individuellen Zungendruck (Zungenabdruck).


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