Fentanyl

Fentanil ist ein medikamentöses Präparat, das zur Gruppe der opioiden Analgetika gehört. Analgetikum Fentanyl

Pharmakologische Wirkung von Fentanil

Fentanil stellt ein synthetisches Analgetikum dar, das kurzzeitig sowohl eine schnelle schmerzstillende als auch eine beruhigende Wirkung entfaltet. Die analgetische Fähigkeit übertrifft es vielfach die des Morphins.

Das Präparat übt eine unterdrückende Wirkung auf den Gefäßmotor und die Atemzentren aus. Es regt den Brechreiz sowie die Zentren des vegetativen Nervensystems an. Fentanil erhöht den Tonus der glatten Muskulatur und der Gallenblase. Es verringert die renale Durchblutung, die Darmperistaltik und den arteriellen Blutdruck. Es trägt zum Eintritt in einen physiologischen Schlaf bei und ruft Euphorie hervor.

Die Geschwindigkeit der Entwicklung von Toleranz und medikamentöser Abhängigkeit gegenüber dem schmerzstillenden Effekt von Fentanil unterscheidet sich durch signifikante individuelle Unterschiede.

Das Präparat löst vorwiegend histaminvermittelte Reaktionen aus, während andere opioide Analgetika seltener solche Effekte hervorrufen.

In der Fachinformation zu Fentanil wird darauf hingewiesen, dass der maximale schmerzstillende Effekt bei intravenöser Gabe bereits nach drei Minuten und bei intramuskulärer Gabe nach einer halben Stunde eintritt. Die Dauer des Effekts beträgt bei intravenöser Gabe eine Stunde, bei intramuskulärer Gabe zwei Stunden und unter Anwendung eines transdermalen therapeutischen Systems (TTS) bis zu 72 Stunden.

Die Aussagen

Fentanil wird in Injektionen verwendet:

  • Zur Linderung von Schmerzsyndromen (postoperative Schmerzen, Trauma bei onkologischen Patientinnen, Herzinfarkt);
  • Zur Durchführung einer Prämedikation;
  • Zur Durchführung einer Neuroleptanalgesie.

Die Form der Abgabe von Fentanil in Form eines transdermalen therapeutischen Systems (TTS) ist für die Behandlung langdauernder Schmerzsyndrome, die durch onkologische Pathologie und einige andere Erkrankungen (z. B. Varicella-zoster-Infektion, Neuropathien u. ä.) bedingt sind, vorbestimmt.

Die Gegenanzeigen

  • Die Unterdrückung des Atemzentrums;
  • Eine Hypersensibilität;
  • Das Bronchialasthma;
  • Schwangerschaft und Laktationsperiode
  • Geburtshilfliche Operationen
  • Hirnblutdrucksteigerung (intrakranielle Hypertonie)
  • Opioide Abhängigkeit

Nebenwirkungen von Fentanil

Nach der Anwendung von Fentanil können sich Nebenwirkungen in verschiedenen Systemen entwickeln:

  • Das Atemsystem – Atemdepression bis zum Atemstillstand;
  • Das Zentralnervensystem und die Sinnesorgane – Schläfrigkeit, Kopfschmerzen, Sehstörungen, Euphorie sowie Erhöhung des intrakraniellen Blutdrucks;
  • Das Verdauungssystem – Übelkeit, Erbrechen, Verstopfung und Gallenkolik;
  • Das kardiovaskuläre System – Senkung des arteriellen Blutdrucks und Bradykardie bis zum Herzstillstand;
  • Das motorisch hemmende System – die akute Urinretention;
  • Die allergischen Reaktionen – Hautjucken, Schüttelfrost, Laryngospasmus und Bronchospasmus.

Die Applikation von Fentanil-Pflastern kann an der Aufbringungsstelle zu Brennen, Juckreiz und Hautrötung führen; diese Symptome klingen innerhalb weniger Tage nach Abtragung des Pflasters ab.

Die Anwendung von Fentanil kann zur Entwicklung einer medikamentösen Abhängigkeit führen.

Die Überdosierung von Fentanil.

Bei Überdosierung dieses Arzneimittels ist eine ärztliche Extrabetreuung notwendig; als spezifisches Gegengift dient Naloxon, wobei gleichzeitig unterstützende und symptomatische Therapiemaßnahmen (Intubation, Gabe von Atropinsulfat, Sauerstoffzufuhr) durchgeführt werden. Fentanyl in Ampullen

Die Anwendungsmethode von Fentanil.

Gemäß der Packungsbeilage für Fentanil wird je nach klinischer Situation die intravenöse oder intramuskuläre Verabreichung des Präparats in einer Dosis von 2,5 bis 150 Mikrogramm pro Kilogramm Körpermasse des Patienten empfohlen; die Intervalle zwischen den Gaben werden vom Arzt individuell festgelegt.

Bei der Anwendung eines transdermalen Systems (TTS) hängt die Dosierung vom Zustand des Patienten sowie von der Wirksamkeit des jeweiligen Behandlungsmethods ab.

Besondere Hinweise.

Das Medikament Fentanyl darf ausschließlich von medizinischem Personal verwendet werden, das in Notfällen zur Durchführung von Reanimationsmaßnahmen geschult ist.

Während der Anwendung des Pflasters sollten Sonnenbäder und Saunabesuche vermieden werden.

Patienten sind während der Behandlung untersagt, Tätigkeiten auszuführen, die eine hohe Konzentration der Aufmerksamkeit und schnelle Reaktionsfähigkeit erfordern.

Die Anwendung von Neoleptanalgesie ist verboten, wenn die notwendige Ausrüstung für die Durchführung einer Beatmung nicht vorhanden ist.

Die Darreichungsform

Fentanyl für Injektionen wird als 0,005 %ige Lösung in Ampullen mit einem Inhalt von 2,0 ml bzw. 5,0 ml abgegeben.

Fentanyl-Transdermalsysteme (TTS) ähneln Pflastern und verfügen über eine spezielle Membran, die die Freisetzungsgeschwindigkeit des Wirkstoffs reguliert.

Lagerungsbedingungen

Fentanyl ist in die Liste der Betäubungsmittel aufgenommen und muss gemäß den für narkotische Präparate geltenden Regeln gelagert werden.

Ob Bitte beachten Sie:

Während des Niesens kommt unser Organismus vollständig zum Stillstand; sogar das Herz bleibt kurzzeitig stehen.


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