Phimose

Als Phimose bezeichnen Experten einen anomalen Aufbau des Gliedes, der sich in einer heftigen Vorhautverengerung äußert und die Eröffnung des Kopfes behindert. Das Stadium der Befreiung des Kopfes kann bei der Phimose von verschiedenen Formen reichen – von der krankhaften und arbeitsintensiven Eröffnung bis hin zur vollständigen Schleimhautverschiebung über die Haut des Kopfes. Phimose – Einengung der Vorhaut

Die Erkrankung der Phimose bei Jungen kann sowohl angeboren als auch erworben sein. Der erste Fall tritt am häufigsten auf und wird als sogenannte physiologische Phimose bezeichnet, die sich selbständig in einem bestimmten Alter auflöst. Die erworbene Phimose kann in jedem Alter auftreten; ihre Ursache liegt meist in entzündlichen Erkrankungen des Gliedes oder der Harnröhre, die zu einem Verlust der Elastizität und zur Vorhautverengerung führen. Ein weiterer verbreiteter Grund bei erwachsenen Männern ist mechanische Traumatisierung der Geschlechtsorgane.

Das Vorhandensein einer Phimose in jedem Alter führt zu verschiedenen Komplikationen, sowohl physiologischer als auch moralischer Art. Erstens stellt der vom äußeren Fleisch ständig geschlossene Penis-Kopf einen Herd für langdauernde Infektionen dar, verursacht durch sich anhäufende Reste von Urin und abgeschiedenes physiologisches Sekret.

Zudem ruft die Phimose bei Erwachsenen unvermeidlich psychologische Leiden hervor, da sie Quelle sexueller Verwirrungen ist – von Schmerzempfindungen während des Geschlechtsakts bis hin zur völligen Unmöglichkeit seiner Verwirklichung. Auch führt das Fehlen einer notwendigen und termingemäßen Behandlung der Phimose bei reifen Männern zur Bildung verschiedener Komplexe sowie zu neurotischen Zuständen.

Klassifikation der Phimose

1. Phimose bei Kindern

Meistens wird die Phimose bei Kindern im Alter bis zu zwei oder drei Jahren diagnostiziert. Viele Experten bezeichnen diesen Zustand höherer Altersstufen als physiologisch und behaupten, dass eine Behandlung der Phimose bei Jungen nicht zwingend operativ sein muss.

Nach dem Erreichen des Alters von 6–7 Jahren geht die Phimose bei Kindern in der Regel zurück, und der Kopf des Gliedstücks wird spontan freigelegt. Jedoch ist es notwendig, die Eltern entscheidend darauf hinzuweisen, dass sie sich bis zum Erreichen dieses Alters auf eine Operation vorbereiten müssen; dabei ist das obligatorische Beachten der Hygiene der Geschlechtsorgane beim Kind – das Waschen des Kopfes des Penis nach jedem Wasserlassen – unerlässlich. Zudem empfehlen Experten bei der physiologischen Phimose bei Jungen die tägliche Behandlung des Bereichs zwischen dem Vorhautfleisch und der Haut des Glans mit antiseptischen Lösungen (Chlorhexidin, Miramistin u.ä.), um krankheitserregende Mikroorganismen auszuschließen.

Wird nach dem Erreichen von sieben Jahren beim Jungen keine Tendenz zur Freilegung des Kopfes des Penis beobachtet, so ist die Rede eindeutig über eine chirurgische Operation der Phimose unter stationären Bedingungen.

2. Die Phimose bei Erwachsenen

Fälle von Phimose bei erwachsenen Männern treten häufig auf. Der Hauptgrund dafür liegt meist in dem Ausbleiben einer Behandlung der angeborenen Phimose.

Manchmal entsteht die Krankheit unerwartet im Laufe der Geschlechtsreifung eines jungen Mannes. Aufgrund des intensiven hormonellen Aufschwungs kommt es zu einer stürmischen Entwicklung der Geschlechtsorgane mit einer Bildung, bei der Umfang von Vorhaut und Glans nicht zueinander passen. Diese Phimose bei Erwachsenen stellt eine weniger ausgeprägte Stufe dar als die Erkrankung, die bereits im Kindesalter erworben wurde.

Die Stufen der Phimose

Experten stufen die Erkrankung der Phimose nach dem Grad der Freilegung des Kopfes des Gliedstucks ein:

Erste Stufe: Diese Stufe der Phimose wird dadurch charakterisiert, dass sich der Kopf des Gliedstucks im Ruhezustand leicht von der Vorhaut befreien lässt. Um das Vorhautfleisch im Erektionszustand zu schieben, sind nur geringe Anstrengungen erforderlich.

Zweite Stufe: Das erezierte Glied wird auch bei erheblicher Anstrengung nicht freigelegt. Im Ruhezustand ist der Kopf frei oder lässt sich mit geringer Mühe entkleiden. Der einzige Behandlungsmethode für Phimose ist die Operation

Dritte Stufe: Versuche, das Vorhautfleisch zu dehnen oder vom Kopf des Gliedstucks im Erektionszustand wegzuschieben, rufen heftigen Schmerz und die Bildung von Rissen mit Blutung hervor. Im Ruhezustang gelingt es bei erheblicher Anstrengung, den Penis vor der Vorhaut freizulegen; Probleme beim Wasserlassen fehlen bei dieser Stufe der Phimose.

Die vierte Stufe: Der Kopf des Gliedes ist vom äussersten Fleisch vollständig geschlossen. Beim Beginn des Wasserlassens wird die Vorhaut aufgeblasen, sodass der Urin nur mühsam durch das enge Loch als feiner Strahl abfließt oder in Form von Tropfen auspresst werden muss.

Die Ursachen der Phimose

Die Hauptursachen der Entstehung der Phimose sind noch nicht endgültig geklärt; Experten neigen jedoch dazu, die Erkrankung mit einer unzureichenden Produktion des Bindegewebes im Körper in Verbindung zu bringen. Diese Tendenz weist meist einen genetischen Charakter auf und wird häufig von weiteren Entwicklungsstörungen begleitet – wie Herzklappenpathologien, Varikozele, Ploskostopie und anderen Abweichungen.

Die Behandlung der Phimose

Bis vor kurzem unternahmen Ärzte Versuche zur medikamentösen Behandlung der Phimose (beispielsweise mit hormonellen Mitteln), doch die praktischen Ergebnisse dieser Therapien brachten den Patienten keine lang ersehnte Linderung.

Heute ist eine einzige und geprüfte Methode zur Lösung des Problems die Zirkumzision – also die Operation der Phimose, die eine Teil- oder Vollbeschneidung des äussersten Fleisches darstellt.

Solche alternativen Behandlungsmethoden der Phimose, wie das Dehnen der Vorhaut zur Befreiung des Gliedkopfes für den eigenständigen Gebrauch unter häuslichen Bedingungen, werden insbesondere bei Kindern nicht empfohlen.

Ob Das sollten Sie wissen:

In unserem Darmkanal kommen Millionen Bakterien zum Leben und sterben. Man kann sie nur bei starker Vergrößerung sehen; würden sie jedoch in einer gewöhnlichen Tasse zusammengetragen, wären sie kaum sichtbar.


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