Pistazien

Die Nutzung von Pistazien in der Ernährung reicht bereits über 2500 Jahre zurück; im Osten werden die Bäume, auf denen diese Nüsse wachsen, als „Bäume des Lebens" bezeichnet. Pistazien gedeihen ausschließlich in tropischen und subtropischen Klimazonen: Sie werden in Iran, Syrien und Griechenland angebaut, in den USA sowie anderen warmen Ländern kultiviert, wobei der Türkei und Iran die führende Rolle auf dem Markt zukommt.

Pistazienbaum mit Früchten

Heute sind Pistazienbäume als Kulturpflanzen etabliert; an wenigen Standorten trifft man noch auf wildwachsende Exemplare. Diese Bäume sind mehrstämmig mit dicker, niedriger Krone, wobei ihre Lebensdauer bis zu 400 Jahren reichen kann.

Botanisch korrekt sollten die Früchte der Pistazie als Samen bezeichnet werden; im Alltag werden sie jedoch gewohnheitsmäßig als Nüsse umgangssprachlich behandelt. Die Erntezeit liegt zwischen Juli und August. Ihre Form ist eiförmig, leicht kantig und misst bis zu 2,5 cm in der Länge. Vor der Lagerung werden die Früchte in der Sonne getrocknet. Eine weitere Variante der Vorbereitung für die Lagerung besteht im Einlegen der Früchte in Salzwasser gefolgt von einer weiteren Trocknung.

In der Küche finden Pistazien Anwendung beim Backen, in Konditoreiwaren, in Salaten sowie als Snack zu verschiedenen Getränken.

Der Nutzen von Pistazien

Pistazien enthalten ein breites Spektrum nützlicher Mikronährstoffe wie Mangan, Kupfer, Magnesium und Kalium sowie Phosphor. Ihr reichhaltiger Mineralstoffgehalt und ihr Kalorienwert machen sie zum bevorzugten Lebensmittel für Menschen mit erhöhter körperlicher Aktivität.

Pistazien sind reich an Vitaminen, insbesondere an Vitamin E und den B-Vitaminen; bekannt sind sie vor allem durch ihre antioxidativen Eigenschaften, die auch eine wichtige Rolle im Funktionieren des sexuellen Systems spielen.

Auf den Nutzen von Pistazien deuten die hohen Gehalte an Carotinoiden wie Lutein und Zeaxanthin; sie sind einzigartig in dieser Nusssorte vorhanden, festigen das Knochengewebe und die Zähne sowie schützen die Sehkraft.

Pistazien sind reich an Ballaststoffen und nehmen unter den Nüssen nach ihrem Gehalt den ersten Platz ein; 30 g Pistazien enthalten so viel Ballaststoff wie eine durchschnittliche Portion Haferflocken.

Diese Nüsse werden empfohlen, bei Gelbsucht, Anämie sowie Lungenerkrankungen in die Ernährung aufgenommen zu werden; bei chronischen Koliken wirkt der Nutzen durch die Linderung krampfartiger Schmerzen im Darm. Zudem gibt es Hinweise darauf, dass der regelmäßige Verzehr das Risiko für kardiovaskuläre und onkologische Erkrankungen senkt sowie Alterungsprozesse verzögert.

Der Verzehr von Pistazien steigert die Vitalität, verleiht dem Organismus Munterkeit; sie gelten als Nuss der Wahl für eine gute Stimmung. Bei Männern verstärkt die Aufnahme in die Ernährung die sexuelle Potenz und verbessert Beweglichkeit sowie die Fruchtbarkeit der Spermien.

Fistaschkowoje Öl wird in kosmetologischen Zwecken eingesetzt – damit lassen sich Sommersprossen und Pigmentflecke auf der Haut erfolgreich entfernen.

Pistazien

Die Nachteile von Pistazien

Der Großteil der Pistazien kommt mit halbgeöffneten Schalen in den Handel, jedoch werden auch vollständig geschlossene Nüsse empfohlen; die harte Schale kann beim Zerkleinern durch die Zähne das Zahnbein beschädigen.

Der Kaloriengehalt von Pistazien ist im Vergleich zu anderen Nüssen relativ niedrig, doch in absoluten Zahlen beträchtlich hoch; durchschnittlich liefern 100 g etwa 500–650 kcal, wobei Fette die Hälfte des energetischen Wertes ausmachen. Pro Tag kann ein Mensch ohne gesundheitliche Nachteile neben 10 Pistazien essen; diese Menge führt nicht zu Gewichtszunahme oder Übergewicht. Aufgrund des hohen Kaloriengehalts sollten Menschen mit Fettstoffwechselstörungen den Verzehr nicht missbrauchen.

Die Nachteile von Pistazioen können sich in allergischen Reaktionen auf das Produkt unterschiedlicher Schweregrade äußern. Allergien zeigen sich als Hautausschläge oder Rötungen, oder als Nahrungsmittelunverträglichkeit mit Übelkeit, Erbrechen und Durchfall; Menschen mit einer Allergie gegen andere Nusssorten sollten Pistazien vorsichtig in ihre Ernährung aufnehmen.

Ob Das sollten Sie wissen:

Im Bestreben, Kranke zu heilen, neigen Ärzte häufig dazu, ihre Maßnahmen zu übersteigern; so etwa Charles Jensen, der zwischen 1954 und 1994 mehr als 900 Operationen zur Entfernung von Neubildungen durchführte.


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