Die Feige

Nützliche Eigenschaften der Feige

Die Feige ist eine subtropische Frucht des Baumes aus der Familie der Rosengewächse, die Gerbstoffe, organische Säuren, Carotin, Ascorbinsäure, Kalzium, Magnesium, Kalium und Phosphor sowie Zucker enthält. Der Kaloriengehalt frischer Feigen beträgt 74 kcal pro 100 g gereinigter Frucht (ohne Schale), während getrocknete Feigen 249 kcal enthalten. In frischen Feigen sind bis zu 25 % Zucker, in getrockneten bis zu 40 % enthalten.

Grüner Feigenbaum

Dank des in den Früchten enthaltenen Kaliums weisen die Feige folgende nützliche Eigenschaften auf: sie erweitert und stärkt die Blutgefäße, dient als gutes prophylaktisches Mittel bei Hypertonie und ist bei Erkrankungen der Venen sowie der Herzkranzgefäße hilfreich.

Zudem hilft die Feige gegen Husten, Verstopfung, Anämie sowie Leber- und Milzerkrankungen und wirkt bei starkem Herzklopfen unterstützend.

Auch beeinflussen die Früchte die Blutgerinnbarkeit – aufgrund des enthaltenen Eisens unterstützen sie bei der Vorbeugung von Thrombosen in den Gefäßen.

Die Feige wird vor allem wegen ihrer schwarzen Schale gelobt, während das weiße Fruchtfleisch primär als Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung betrachtet wird.

Anwendung der Feige

Bei Erkältungen werden aus den getrockneten Feigen eine Brühe zubereitet: Zwei Löffel getrocknete Feigen in 200 ml Milch oder Wasser kochen. Diese Brühe eignet sich zum Gurgeln bei Angina pectoris; sie wirkt entzündungshemmend auf Bronchien, Luftröhre, Kehlkopf und Zahnfleisch.

Für einen besseren Nutzen wird empfohlen, die Feigen mit Milch anzuwenden: 4–5 Früchte werden zerrieben und mit einem Glas Milch vermischt; diese Mischung wird 2–4 Mal täglich in einer Portion von 100 ml getrunken. In dieser Form hilft die Feige effektiv gegen Husten.

In der Milch aufgewärmte Feigen beschleunigen das Reifwerden von Eiterabszessen und behandeln verschiedene Hautentzündungen.

Eine Aufgusslösung aus getrockneten Feigen in Wasser unterstützt die Ausscheidung von Nierensteinen und erleichtert das Wasserlassen; sie lindert Schmerzen beim Urinieren. Zubereitung: 3–5 getrocknete Feigen werden mit 200 ml kochendem Wasser übergossen, 5 Minuten bei schwacher Hitze gekocht und anschließend zerrieben. Das Mittel wird den ganzen Tag zwischen den Mahlzeiten eingenommen.

Die Blätter des Feigenbaums werden ebenfalls in der Medizin verwendet: Ein Aufguss daraus hilft bei Haarausfall und Schuppenbildung; zwei Löffel getrocknete Blätter werden mit 400 ml kochendem Wasser übergossen, 60 Minuten ziehen gelassen, abgeseiht und viermal täglich zu je 150 ml vor dem Essen getrunken.

Bei Geschwüren und Angina pectoris hilft ein Aufguss aus getrockneten Feigenblättern in Milch: Zwei Esslöffel Blätter werden mit 400 ml siedender Milch übergossen. Vom Aufguss wird gegurgelt und es werden feuchte Kühlverbände angelegt.

Dank ihres Nährwerts und des nicht hohen Kaloriengehalts können getrocknete Feigen in die tägliche Ernährung aufgenommen werden; sie eignen sich daher gut als Zwischenmahlzeit. Zudem können sie aufgrund ihres Zuckergehalts und ihres angenehmen Geschmacks als Nachtisch verwendet werden und komplexe Kohlenhydrate reichhaltige Süßigkeiten ersetzen. Um Schäden zu vermeiden, empfehlen Ernährungsberater den Verzehr ausschließlich tagsüber bis 18:00 Uhr.

Darüber hinaus ist die getrocknete Feige ein diätetisches Produkt, da sie Ballaststoffe enthält, die den Darm entlasten, sowie Omega-Fettsäuren, die bei der Bekämpfung von „schädlichem“ Cholesterin helfen und die Gehirntätigkeit fördern. Beim Kauf sollte darauf geachtet werden, ganze, hellfarbige Früchte zu wählen; deformierte Früchte deuten auf eine ungleichmäßige Trocknung hin.

Reife Feige

Mögliche Nachteile der Feigen und Kontraindikationen für ihren Verzehr.

Die Feige weist keine ernsthaften Gegenanzeigen auf; bei fehlender individueller Unverträglichkeit kann sie über längere Zeiträume angewendet werden, was beispielsweise bei der Behandlung von Husten, Anämie oder chronischer Bronchitis erforderlich ist.

Aufgrund des enthaltenen Oxalsäuregehalts sind Feigen bei Gicht kontraindiziert.

Bei Diabetes ist die Anwendung von Feigen aufgrund des hohen Zuckergehalts und Kalorienanteils nicht ratsam.

Der Verzehr von Feigen kann aufgrund des Gehalts an Zellstoff (Ballaststoffen) akutes Magengeschwür oder Darmentzündungen verschlimmern.

Ob Das wissen Sie:

Arbeit, die dem Menschen missfällt, ist für seine Psyche schädlicher als die vollständige Arbeitslosigkeit.


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