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Die Kirschpflaume

Nützliche Eigenschaften der Kirschpflaume

Die Kirschpflaume ist ein mehrstämmiger, weitverzweigter Baum, der im Spätsommer fruchtet. Manchmal wird die Kirschpflaume als Pflaume bezeichnet, was jedoch falsch ist. Die Kirschpflaume und die Pflaume gehören zu derselben Pflanzenfamilie, unterscheiden sich aber durch den Geschmack und den Nährwert ihrer Früchte.

Kirschpflaume am Baum

Die Kirschpflaume zeichnet sich durch einen hohen Gehalt an Zucker, organischen Säuren, Ascorbinsäure sowie Mikroelementen aus, wobei Kalium, Calcium und Phosphor besonders hervorstechen. Daher wird sie häufig zur Prophylaxe und Behandlung von Hühnerblindheit, Skorbut und Vitaminmangelkrankheiten eingesetzt. Die Kirschpflaume ist insbesondere für Kinder, ältere Menschen und schwangere Frauen wertvoll. Der Gehalt an vielen nützlichen Substanzen hängt dabei von der Farbe der Früchte ab: Im Bestand der gelben Kirschpflaume befindet sich mehr Zitronensäure und Zucker, es sind keine Gerbstoffe vorhanden; in roten und rosa Sorten hingegen ist das Pektin deutlich höher.

Eine ihrer nützlichen Eigenschaften ist die Fähigkeit, die Verdauung zu verbessern und einen abführenden Effekt zu erzeugen. Über diese Eigenschaft verfügen nicht nur die säuerlich-süßen Früchte, sondern auch die Blätter des Baumes. Die Rinde und die Wurzeln der Kirschpflaume wirken entzündungshemmend, schweißtreibend und harntreibend und werden bei Erkältungen, insbesondere zur Behandlung von anhaltendem Husten und Halskrankheiten, häufig eingesetzt.

Eine weitere nützliche Eigenschaft der Kirschpflaume ist die Fähigkeit, radioaktive Nuklide aufgrund des hohen Zellstoffgehalts und des Pektins auszuschleusen, was für Bewohner großer Städte besonders relevant ist. Zudem stillt frischer Saft gut und wirkt tonisierend.

Anwendung

Das diätetische Produkt aus der Kirschpflaume ist in frischer und getrockneter Form wertvoll; zudem bewahrt sie viele Heileigenschaften in Geleisen, Kompotten, Konfitüren sowie Kompotten mit Zusätzen. Die Konfitüre aus der Kirschpflaume wird sowohl mit als auch ohne Kerne gekocht. Für die Zubereitung verwendet man üblicherweise das gleiche Verhältnis von reifen Früchten und Zucker. Oft werden anderen Früchte wie Orangen, Birnen oder Äpfel hinzugefügt.

Ein Kompott aus getrockneten Kirschpflaumenern steigert den Appetit, verbessert die Verdauung und ist bei Gastritis mit niedrigem Säuregehalt besonders nützlich; der Sud kann zudem dank seiner leichten abführenden Wirkung zur Prophylaxe von Verstopfungen eingesetzt werden. Zur Zubereitung führt man einen Esslöffel getrockneter Früchte in kochendes Wasser ein und lässt das Gemisch fünf Stunden ziehen; für die therapeutische Anwendung trinkt man den Sud dreimal täglich vor den Mahlzeiten zu je einem Drittel eines Glases. Bei Husten und Erkältungen ist es ratsam, ähnliche Sude aus den Wurzeln und der Rinde des Baumes zuzubereiten, während ein Aufguss aus Zwetschgenkernen bei Leber- und Nierenerkrankungen sowie zur Behandlung von Impotenz hilfreich ist.

Marmelade aus Kirschpflaumen

Auch das Öl aus den Kernen der Kirschpflaume besitzt nützliche Eigenschaften; es wird in der Kinderheilkunde als Abführmittel eingesetzt, findet Anwendung in der Herstellung medizinischer Seifen und Parfümerieprodukte und kann zudem zur Wundheilung aufgetragen werden. Die Schale der Kerne dient ferner bei der Produktion von Aktivkohle.

Im Unterschied zur Pflaume wird die Kirschpflaume für die Zubereitung der traditionellen georgischen Soße Tkemali verwendet, zu der neben den Früchten auch Knoblauch und verschiedene Kräuter gehören; die Völker des Kaukasus nutzen diese Soße mit Fleisch-, Gemüse- und Fischgerichten und betrachten sie als einen Grund für ihre Langlebigkeit, da die enthaltenen Substanzen eine vollständige Aufnahme von Fett und Protein im Organismus fördern. Zudem wird im Kaukasus oft Lawasch aus dem Fruchtfleisch der Kirschpflaume zubereitet, wobei halbierte Früchte auf hölzernen Brettern in der Sonne getrocknet werden, um nicht nur den Geschmack, sondern auch alle nützlichen Eigenschaften zu bewahren.

Gegenanzeigen zur Anwendung der Kirschpflaume

Die Kirschpflaume weist keine Gegenanzeigen auf und stellt ein wertvolles diätetisches Produkt dar.

Bei erhöhter Magensäuresekretion sollte jedoch mit Vorsicht gegessen werden.

Ob Sie sollten wissen:

Der menschliche Magen kommt selbst bei unregelmäßigen Mahlzeiten und ohne ärztliche Intervention befriedigend zurecht; es ist bekannt, dass der Magensaft sogar Münzen auflösen kann.


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