Ateminsuffizienz

Die Ateminsuffizienz ist ein pathologischer Zustand des Organismus, bei dem der normale Gasgehalt des Blutes durch das System der äußeren Atmung nicht gewährleistet wird oder nur unter erhöhtem Atemaufwand (Atemnot) erreicht werden kann. Ateminsuffizienz – ein pathologischer Zustand des Körpers

Zur Diagnose dieser Erkrankung kann eine verminderte partielle Sauerstoffspannung von 45 Torr herangezogen werden.

Einordnung der Ateminsuffizienz

Für diese Krankheitsgruppe existieren verschiedene Klassifikationen.

1. Pathogenetische Einordnung.

  • Ventilations-
  • Parenchymatöse

Ventilationsinsuffizienz (begleitet von Hyperkapnie und Hypoxämie, wobei die Hypoxämie durch Sauerstofftherapie leicht korrigierbar ist). Ursachen sind:

  • Schwäche oder Ermüdung der Atemmuskulatur;
  • Mechanische Defekte des Brustkorb-Skeletts;
  • Funktionsstörung des zentralen Atmungszentrums.
  • Kyphoskoliose;
  • Übergewicht;
  • Infektion der Atemmuskulatur;
  • CHOP (Chronic Obstructive Pulmonary Disease).

Bei parenchymatösen Formen ist die Hypoxie schwerer zu korrigieren als bei anderen Formen; dies führt zur vorliegenden Einordnung aufgrund von:

  • Pneumonie.
  • kardiogene Lungenödem;
  • RDSW.

Die Einordnung nach der Geschwindigkeit der Entwicklung.

  • Die chronische Ateminsuffizienz.
  • Die akute Ateminsuffizienz.

Die chronische Form kann sich allmählich und unmerklich über Monate oder Jahre sowie nach unvollständiger Genesung bei der akuten Form entwickeln.

Die akute Ateminsuffizienz kann sich innerhalb von Minuten, Stunden oder Tagen entwickeln, ist lebensgefährlich und entwickelt sich in allen Fällen praktisch zusammen mit hämodynamischen Störungen. Sie kann sich auch entwickeln, wenn der Mensch eine chronische Form (wegen Verschärfung oder Dekompensation der chronischen Form der Ateminsuffizienz) bereits hat.

Die Einordnung nach Schweregraden.

Unterscheidung. Die Ursachen der respiratorischen Insuffizienz bei Kindern sind sehr zahlreich drei Stufen der Ateminsuffizienz nach der Schwere des Durchfließens.

Bei der ersten Stufe (leicht) entsteht manchmal Atemnot; der Puls in Ruhe beträgt etwa 80 Schläge pro Minute, und die Zyanose ist unbedeutend oder fehlt.

In der zweiten Stadium (moderat) tritt Dyspnoe bereits bei gewöhnlichen Belastungen auf; Puls beschleunigt sich und Zyanose ist deutlich oder signifikant ausgeprägt.

Im dritten Stadium der Ateminsuffizienz manifestiert sich die Dyspnoe auch im Ruhezustand; Puls ist stark beschleunigt, und die Zyanose ist diffus sowie heftig ausgeprägt.

Dringende Maßnahmen bei akuter Ateminsuffizienz.

Die dringenden Maßnahmen bei akuter Ateminsuffizienz umfassen die Wiederherstellung und Aufrechterhaltung der freien Passierbarkeit und Abfuhr der Atemwege, die Beseitigung begleitender Kreislaufstörungen, die Verbesserung des Gasaustauschs in den Lungen sowie der alveolären Ventilation.

Um die freie Passierbarkeit der Atemwege zu gewährleisten, muss der Patient primär in die richtige Lage versetzt werden. Häufig treten Störungen der Passierbarkeit durch Rückstülpung (Gipofarynx) des Zungengrundes auf. Im Kehlkopf, der Luftröhre und den Bronchien kann die Obstruktion durch das Eindringen von Fremdkörpern, die Ansammlung pathologischer Sekrete, Wassergeschwülste oder Krämpfe sowie durch Kompression der Atemwege infolge mechanischer Traumata oder Tumoren verursacht werden. Als Erstes muss der Betroffene auf die rechte Seite gelegt werden.

Zur Warnung und Beseitigung des Zungenfalls (Zungenschwellung) wird das Unterkieferkiefer nach vorne geführt, gleichzeitig erfolgt eine Rotation im okzipito-atlotalen Gelenk. Um dies zu erreichen, wird mit Hilfe der Blutdruckkraft der Daumen nach unten auf das untere Gebiss gedrückt; weiter liegend werden die Zähne des Gebisses von den Fingern nach vorne geschoben, während gleichzeitig der Kopf nach hinten zurückgebracht wird (Rotation). Diese Manipulationen helfen schnell, die Passierbarkeit im Schluck wiederherzustellen.

Das Zungenschwellen kann auch durch spezielle rotierende Luftkanäle korrigiert werden. Vor ihrer Einführung wird der Rachenraum mit Servietten gereinigt oder das Sekret mittels Sauger abgeleitet.

Die dringende Hilfe kann zudem durch Intubation der Luftröhre, Konikotomie oder Tracheotomie erbracht werden.

Behandlung der Ateminsuffizienz.

Die Behandlung der Ateminsuffizienz ist kombiniert. Zuerst muss die Art und das Stadium der Ateminsuffizienz bestimmt sowie beurteilt werden, inwiefern sie sich schnell entwickelt. Es müssen sowohl die Mangelhaftigkeit als auch die zugrundeliegende Ursache behandelt werden.

Für die Behandlung der Ateminsuffizienz wird primär eine Sauerstofftherapie eingesetzt. Bei fehlender Verbesserung von Atmung und Gaszusammensetzung des Blutes erfolgt eine nichtinvasive assistierte Beatmung mit indirekter positiver Druckunterstützung. Sollte dies ebenfalls nicht helfen, wird eine invasive Beatmung empfohlen; gleichzeitig muss die Grunderkrankung unter antibiotischer Therapie behandelt werden. Das Ziel ist die Wiederherstellung einer vollständigen selbständigen Atmung.

Ateminsuffizienz bei Kindern

Die Ursachen der Ateminsuffizienz bei Kindern sind vielfältig: Sie entstehen durch Atemwegserkrankungen, Störungen der Passierbarkeit der Atemwege nach Regurgitation oder Erbrechen, Lungenparenchymveränderungen, Glossoptose, Traumen sowie Erkrankungen des Zentralnervensystems, Muskeldystrophien und Myasthenie, ferner nach Kontakt mit Fremdkörpern oder Brustkorbtrauma.

Die Ateminsuffizienz bei Kindern kann durch Hypoxämie, Hyper- und Hypokapnie manifestiert werden. Zu beachten ist, dass eine Hyperkapnie ohne begleitende Hypoxämie nicht auftritt; beide Zustände treten kombiniert auf.

Eine stationäre Aufnahme ist bei der dritten Stufe der Ateminsuffizienz obligatorisch.

Ob Folgendes gilt zu wissen:

Der erste Beatmungsapparat wurde im 19. Jahrhundert erfunden. Er basierte auf einem Dampfmotor und war ursprünglich zur Behandlung weiblicher Hysterie bestimmt.


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