Über die Gynäkologie

Gynäkologie

Der Begriff „Gynäkologie" bedeutet wörtlich „Wissenschaft von der Frau". Es handelt sich um ein medizinisches Fachgebiet, das sich mit den Problemen des weiblichen Fortpflanzungssystems befasst. Obwohl es in der Medizin viele weniger bedeutende Bereiche gibt, ist die Gynäkologie dennoch von größter Wichtigkeit und Notwendigkeit, da sie nicht nur für die Gesundheit des weiblichen Fortpflanzungsapparats, sondern auch für das Kind und im globalen Sinne für zukünftige Generationen entscheidend ist.

Die Gesundheit des weiblichen Fortpflanzungssystems wird bereits im Kindesalter gelegt. In dieser Hinsicht sind Teenagerinnen besonders gefährdet, da in dieser Phase eine hormonelle Umstellung des Organismus stattfindet. Entzündliche Erkrankungen der Eierstöcke bei Teenagerinnen stellen leider ein sehr häufiges Problem dar und können aufgrund irreversibler Veränderungen später zu Unfruchtbarkeit führen. Mit den Erkrankungen des Fortpflanzungssystems von Mädchen und Jugendlichen befasst sich die Kinder- und Jugendgynäkologie.

Die Gesundheit der Frau hängt von vielen Faktoren ab: von genetischen Besonderheiten, von den Bedingungen, unter denen das Fortpflanzungssystem entwickelt wurde, vom Zustand des Immunsystems sowie davon, wie ernsthaft eine Frau ihre Gesundheit wahrnimmt. Eine Besonderheit des weiblichen Fortpflanzungsapparats besteht darin, dass er einem speziellen zyklischen Rhythmus folgt. Dieser Rhythmus wird durch Hormone gesteuert; daher ist die Gynäkologie direkt mit der Endokrinologie verbunden. Es besteht eine enge und direkte Abhängigkeit: Der Zustand der Drüsen, die weibliche Sexualhormone ausschütten, hängt vom Befinden der inneren Geschlechtsorgane ab.

Eine weitere Besonderheit des weiblichen Fortpflanzungssystems ist seine Empfindlichkeit gegenüber pathologischen Veränderungen im Organismus. Daher bestehen Gynäkologen auf regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen. Frauen sollten mindestens einmal jährlich einen Gynäkologen aufsuchen, sofern sie keine Beschwerden haben. Bei vorliegenden Krankheitszeichen müssen die Untersuchungen jedoch häufiger erfolgen.

Die moderne Gynäkologie verfügt über ein bedeutendes Arsenal an Mitteln, mit dem die überwiegende Mehrheit der sogenannten „weiblichen Krankheiten" geheilt werden kann. Selbst Malignome (bösartige Tumore) von Gebärmutter und Eierstöcken können heute erfolgreich behandelt werden. Ein oft entscheidender Faktor ist eine termingemäße Inanspruchnahme des Arztes. So wird beispielsweise Gebärmutterhalskrebs, wenn er im frühen Entwicklungsstadium erkannt wird, in 95 % der Fälle geheilt; dies gelingt in der heutigen Phase der Gynäkologie durch schonende, organerhaltende Methoden.

Die Gynäkologie geht der Kinderheilkunde voraus; daran sollte sich jede Frau erinnern.

Ob Das sollten Sie wissen:

In Großbritannien gibt es ein Gesetz, wonach Chirurgen eine Operation einem rauchenden oder übergewichtigen Patienten verweigern können; die operative Intervention wird nicht gefordert, um den Menschen zu motivieren, auf schädliche Gewohnheiten zu verzichten.


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