Chloramphenicol

Chloramphenicol ist ein Arzneimittel mit antibakterieller Wirkung, das zur Behandlung verschiedener Erkrankungen eingesetzt wird. Augentropfen Chloramphenicol Infektionskrankheiten vorbestimmt. Chloramfenikol wird in der pädiatrischen Praxis und in der Augenheilkunde breit verwendet.

Pharmakologische Wirkung

Chloramphenicol stellt ein Breitband-Antibiotikum dar; es wirkt gegen verschiedene grampositive und gramnegative Mikroorganismen, einschließlich Erreger pyogener Infektionen, Dysenterie, Bauchtyphus sowie Meningokokkeninfektionen, wobei in therapeutischen Konzentrationen eine bakteriostatische Wirkung erzielt wird.

Nach der Packungsbeilage wird Chloramphenicol zur Behandlung infektiös-entzündlicher Erkrankungen eingesetzt, deren Erreger Spirochäten, Brucellen, Rickettsien, Chlamydien und gramnegative Bakterien sind; gegenüber säurefesten Bakterien, Elementarorganismen, Clostridien sowie Pyocyaneusbakterien ist die Wirkung jedoch schwach.

Die Resistenz der Mikroorganismen gegen das jeweilige Arzneimittel entwickelt sich in der Regel langsam; eine Kreuzresistenz zu anderen Antibiotika tritt unter Chloramphenicol-Therapie gewöhnlich nicht auf.

Nach der Packungsbeilage wird Chloramphenicol bei oraler Anwendung gut und schnell resorbiert; es dringt gut in das Zerebrospinalflüssigkeit (Liquor) sowie in die Muttermilch ein.

Bei der Anwendung von Chloramphenicol-Augentropfen in der Augenheilkunde entsteht eine therapeutische Konzentration des Präparats in der Hornhaut, der Iris und dem Glaskörper; das Arzneimittel dringt jedoch nicht in den Linson durch.

Darreichungsformen von Chloramphenicol

Das vorliegende medikamentöse Präparat wird in Form von Tabletten abgegeben, die 0,25 g bzw. 0,5 g des Wirkstoffs enthalten.

Für die lokale Anwendung in der Augenheilkunde wird Chloramphenicol in Form von Augentropfen mit einem Gehalt an Wirkstoff von 2,5 mg/ml (0,25 %) verwendet.

Chloramphenicol für Injektionen wird als Pulver ausgegeben, das in sterile Ampullen bis zu 0,5 g bzw. 1,0 g abgepackt ist.

Synonyme für Chloramphenicol

Das vorliegende medikamentöse Präparat sowie andere unter Handelsnamen wie Lewomizitin oder Levowinisol ausgegebene Präparate weisen hinsichtlich Indikationen und Kontraindikationen dieselben Aussagen auf wie Chloramphenicol.

Angaben zur Anwendung

Chloramphenicol wird für die Behandlung verwendet:

• der generalisierten Formen der Salmonellose;

• Paratyphus;

• des Rattenfieberns (Rattemalaria);

Rickettien

des Gibraltar-Fiebers

des Bauchtyphus

Chlamydien

der Meningitis

Nach der Instruktion kann Chloramphenicol zur Behandlung anderer Infektionskrankheiten verwendet werden, sofern sie durch Mikroorganismen hervorgerufen sind, die für das Medikament empfindlich sind. Es kann auch bei der Ineffektivität anderer antibakterieller Mittel eingesetzt werden und ist zudem geeignet, wenn deren Anwendung beim konkreten Patienten aufgrund einer individuellen erhöhten Empfindlichkeit unmöglich ist.

In der Augenheilkunde wird Chloramphenicol zur Behandlung verwendet:

der Konjunktivitis

der Blepharitis

der Keratitis

Gegenanzeigen

• Individuelle Unverträglichkeit;

• Einige Hauterkrankungen (Pilzinfektionen, Psoriasis, Ekzem);

• Unterdrückung der Blutbildungsfunktion.

Nach den Angaben in der Packungsbeilage ist Chloramphenicol bei Schwangeren und stillenden Frauen kontraindiziert. Das Präparat darf zur Behandlung von Neugeborenen nicht angewendet werden, da es bei ihnen die Entwicklung des „Grauen Syndroms" hervorrufen kann, gekennzeichnet durch Übelkeit, Meteorismus, Hypothermie, graubläuliche Hautfärbung aufgrund fortschreitender Zyanose sowie Atem- und kardiovaskuläre Funktionsstörungen.

Chloramphenicol: Anwendungshinweise

Das Präparat Chloramphenicol in der Flasche nehmen für die halbe Stunde bis zum Essen. Zum Erwachsenen wird nach 0,25 – 0,5 g zur Aufnahme jeder sechs Stunden gewöhnlich ernannt. Für die Behandlung der sehr schweren Infektionen Chloramfenikol wird vier Male pro Tag nach einem Gramm ernannt. In diesem Fall muss man die Nierenfunktionen, der Leber und krowetworenija sorgfältig kontrollieren.

Die Dosierung von Chloramphenicol bei Kindern wird alters- und gewichtsabhängig berechnet.

Die Therapiedauer mit Chloramphenicol beträgt in der Regel 7 bis 10 Tage. Bei Bedarf und guter Verträglichkeit kann die Behandlung auf bis zu 14 Tage verlängert werden.

In der Augenheilkunde werden Augentropfen mit Chloramphenicol zur Instillation verwendet: Zwei Tropfen pro Tag (einmal täglich) in den Bindehautsack verabreicht; die Behandlung dauert eine bis zwei Wochen.

Nebeneffekte

Die Anwendung von Chloramphenicol kann zur Entwicklung verschiedener Nebenwirkungen führen:

• Retikulozytopenie;

• das Feltysyndrom;

• die Thrombozytopenie;

• die Anämie;

• allergische Reaktionen;

• eine Verschlechterung der Sehkraft und des Gehörs;

• Verwirrtheit;

• psychomotorische Unruhe;

Visuelle und Hörhalluzinationen;

Dyspeptische Erscheinungen.

Das Auftreten von Nebenwirkungen erfordert die Absetzung des Präparats. Die Synonyme für Chloramphenicol weisen ähnliche Nebenwirkungen auf.

Besondere Hinweise

Chloramphenicol darf nicht zur Behandlung akuter respiratorischer Erkrankungen, Angina sowie anderer Infektionsprozesse in leichter Form eingesetzt werden. Ebenso ist eine prophylaktische Anwendung des Arzneimittels nicht indiziert.

Chloramphenicol muss mit großer Vorsicht bei Patienten angewendet werden, die zuvor einer Strahlentherapie oder einer Behandlung mit zytostatischen Präparaten unterzogen wurden.

Die Einnahme von alkoholischen Getränken während der Behandlung mit Chloramphenicol ist unzulässig, da dies zu Disulfiram-artigen Reaktionen (Übelkeit, Erbrechen, Hautrötung, reflektorischer Husten, Tachykardie, Krampfanfälle) führen kann.

Während der Behandlung mit Chloramphenicol muss regelmäßig das periphere Blutbild kontrolliert werden.

Die gleichzeitige Anwendung von Chloramphenicol mit zytostatischen Präparaten, indirekten Antikoagulanzien und Barbituraten ist nicht gestattet.

Lagerungsbedingungen für Chloramphenicol

Chloramphenicol wird ohne ärztliches Rezept aus den Apotheken abgegeben; die Haltbarkeit beträgt für Tabletten drei Jahre, für Pulver zur Lösungsvorbereitung vier Jahre und für Augentropfen zwei Jahre, wobei geöffnete Flaschen nicht länger als einen Monat haltbar sind.

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