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Die chronische Pyelonephritis

Kurze Charakteristik der Erkrankung

Symptome der Pyelonephritis

Die chronische Pyelonephritis ist eine entzündliche Erkrankung des Harnsystems. Gegenwärtig wird sie bei 60–75 % der Patienten diagnostiziert, die ins Krankenhaus mit Beschwerden über das Wasserlassen kommen. Der Entzündungsprozess betrifft nicht nur den Nierenbeckenbereich, sondern auch das Nierengewebe; im Endstadium der Krankheit breitet sich die Infektion auf die Glomeruli und die Blutgefäße der Niere aus.

Kinder bis zum siebten Lebensjahr und Frauen bilden eine Risikogruppe, bei der Pyelonephritis am häufigsten auftritt. Die Behandlung wird bei Frauen und Kindern aufgrund anatomischer Besonderheiten ihres Organismus – insbesondere der zu kurzen Harnröhre – gefordert, wodurch die Infektion leichter und schneller in den Körper eindringt. Bei Frauen spielt auch die Nähe zur Scheide eine Rolle, wo die Vermehrung von schädlichen Mikroorganismen besonders intensiv verläuft.

Die chronische Pyelonephritis, deren Symptome nach einer überstandenen akuten Pyelonephritis auftreten, betrifft auch Männer. Gewöhnlich ist sie mit Infektionskrankheiten, insbesondere der chronischen Prostatitis, sowie mit bestimmten Besonderheiten des männlichen Harntrakts und Entwicklungsanomalien der Nieren verbunden. Ein provozierender Faktor für die Entwicklung der Pyelonephritis bei der männlichen Hälfte der Menschheit ist das Prostataadenom, das den normalen Urinabfluss beeinträchtigt und die Durchdringung der Infektion in den Körper erleichtert. Daher muss eine wirksame Behandlung des Prostataadenoms unbedingt durchgeführt werden.

Bei Kindern ist die chronische Pyelonephritis (die Behandlung wird bei Mädchen meist gefordert) oft Folge einer überstandenen akuten Pyelonephritis oder akuter Viruserkrankungen (Angina, Influenza, ORVI, Mittelohrentzündungen). Die Schwierigkeiten der Infektionsbehandlung bei Kindern ergeben sich daraus, dass sie den Harntrakt schnell befällt und zu Verschlimmerungen des infektiösen Prozesses in den Nieren führt.

Symptome der chronischen Pyelonephritis

In der Regel manifestieren sich die Merkmale der Erkrankung nach einer unvollständig geheilten akuten Pyelonephritis. Oft gelingt es Ärzten, die akute Entzündung zu lindern, doch sie bleiben ohne Gewähr für eine vollständige Vernichtung der Erreger in der Niere und die Wiederherstellung des normalen Urinabflusses. Eine inadäquate Behandlung führt zum Auftreten der chronischen Pyelonephritis, wodurch der Patient von stumpfen, quälenden Lendenschmerzen ständig beunruhigt wird. Besonders stark belästigen diese Schmerzen Menschen bei feuchtem, kaltem Wetter. Es ist zu bemerken, dass sich die Erkrankung von Zeit zu Zeit verschlimmert und beim Kranken alle Symptome des akuten Prozesses auftreten: Schüttelfrost, Fieberanstieg, Kopfschmerzen sowie Schmerzen im Bereich der Lendenwirbelsäule, Nieren und Unterbauch.

Die Pyelonephritis – Behandlung und Prognose

Tabletten zur Behandlung der Pyelonephritis

Die Hauptprinzipien der Behandlung des entzündlichen Prozesses lassen sich auf einige einfache, aber wichtige Regeln zurückführen:

  • Der Ausschluss von Fällen, bei denen die langdauernde Pyelonephritis zu Pathologien des Herz-Kreislauf-Systems führt;
  • Die Anwendung von Aufgüssen pflanzlicher Heilmittel sind besonders wirksam, insbesondere Preiselbeerblätter, Moosbeere, Maisgras, Feldschachtelhalm, Tolknjanka und Birkennieren;
  • Eine intensive antibakterielle Therapie, die auf Basis einer Urinuntersuchung zur Bestimmung der Antibiotikaempfindlichkeit durchgeführt wird;
  • Bei besonders schweren oder akuten Fällen, bei denen konservative Methoden keine ausreichenden Ergebnisse bringen, ist ein chirurgischer Eingriff erforderlich: In der Regel erfolgt dies durch Punktion der ableitenden Harnwege (Nephrostomie), Laparotomie, Stentanlage oder Dekapsulation zur Sicherung des ungehinderten Urinabflusses;

Bei nicht erschwerter langdauernder Pyelonephritis können die Symptome ambulant mit Antibiotika behandelt werden; bei schwerer Form mit Hyperthermie und Intoxikation ist eine stationäre Aufnahme indiziert, um intravenöse Antibiotika und Flüssigkeitstherapie durchzuführen. Auch schwangere Frauen werden im Krankenhaus behandelt: Die Schwere der Symptome oder das Vorliegen milder Beschwerden sind dabei irrelevant, da Verschlechterungen jederzeit auftreten können; daher ist eine ständige ärztliche Überwachung unerlässlich;

Bei Männern verläuft die langdauernde Pyelonephritis häufiger mit Komplikationen, da im Hintergrund einer infravesikalen Obstruktion meist eine Infektion entsteht; entsprechend erfordert dies nicht nur eine antibakterielle Therapie, sondern auch Maßnahmen zur Wiederherstellung des normalen Harnabflusses (transurethrale Epizystotomie, Alpha-Rezeptorblocker);

Ob Sie sollten wissen:

Nach Meinung vieler Fachleute sind Vitaminkomplexe für den Menschen oft wirkungslos.


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