Netzhautangiopathie

Kurze Charakteristik der Erkrankung

Netzhautangiopathie

Bei der Angiopathie kommt es zu einer Schädigung des Tonus der Blutgefäße, die auf eine Störung der nervösen Regulation zurückzuführen ist. Die Erkrankung kann sich von einer Veranlagung zur Dystonie entwickeln und in Krämpfe der Gefäße übergehen.

Ab dem 30. Lebensjahr ist die Erkrankung häufiger zu beobachten.

Die Angiopathie kann verschiedene Formen annehmen:

Hypertensive Retinopathie

Diabetische Retinopathie

Hypotensive Retinopathie

Traumatische Retinopathie

Das Eales-Syndrom tritt häufig im Jugendalter auf.

Netzhautangiopathie

Bei der Netzhautangiopathie kommt es zu Veränderungen der Gefäße im Augenhintergrund.

Bei der Netzhautangiopathie werden Krämpfe der Gefäße beobachtet; auf dem Bulbus kann sich die Macula lutea (die sogenannte korkenzieherartige Schlängelung der makularen Venolen) zeigen. Zudem können Patienten das Pulsieren des Blutes in den Augenhintergrundgefäßen spüren.

Die diabetische Angiopathie

Patienten mit diagnostizierter Diabetes mellitus leiden an dieser Form der Angiopathie. Dabei sind sowohl kleine als auch große Gefäße betroffen: Es kommt zu einer Schädigung der Gefäßwände und einer Störung der Hämostase. Meistens lokalisiert sich dieser Prozess in den Netzhautgefäßen, den Glomerularkapillaren der Nieren sowie in den Gefäßen des Herzens und der unteren Extremitäten.

Bei diesen Fällen wird eine Verdickung der Basalmembranen beobachtet; an den Gefäßwänden beginnen Mukopolysaccharide sich abzulagern, was zur Verengung des Lichtstrangs führt und schließlich zur Obliteration führen kann. Diese Veränderungen verschlimmern die Mikrozirkulation und führen zu einer Hypoxie der Gewebe.

Die diabetische Angiopathie der unteren Extremitäten weist Besonderheiten auf: Es kann zu einem Verlust der Sensibilität kommen, wobei eine Polyneuropathie unterschiedlicher Schweregrade manifest ist (Brennen, Taubheit des Fußes, Schmerzsyndrom). Geschwüre sind möglich; im schwersten Fall spricht man vom Diabetischen Fuß. Ein solcher Ausgang lässt sich jedoch ausschließen, wenn sich die Betroffenen rechtzeitig ärztlich behandeln lassen.

Die hypertensive Angiopathie

Grundlage dieser Erkrankung sind Untersuchungen zur Hochdruckkrankheit. Man kann ausgeprägte Venenverdickungen auf dem Augengrund, die Gefäße (Fließbetten) sowie Punktblutungen an der Oberfläche des Bulbus beobachten.

Im fortgeschrittenen Stadium der hypertensiven Angiopathie sind bereits Veränderungen in den Netzhautgeweben eingetreten; häufig treten Punktblutungen im Bulbus auf, zudem werden Trübungen der Netzhaut an verschiedenen Stellen beobachtet. Werden die hypertensiven Erscheinungen beim Patienten behoben, erlangt der Augengrund wieder seine normale, gesunde Struktur.

Die Behandlung der Angiopathie.

Behandlung der Netzhautangiopathie Bei der Behandlung der Angiopathie werden medikamentöse Mittel nach ärztlicher Verordnung eingesetzt. Zur Verbesserung der Mikroblutzirkulation können Pentilin, Arbifleks, Trental, Solcoseryl oder andere Präparate verschrieben werden. Diese Medikamente tragen zur Aggregation der Erythrozyten bei und ermöglichen es den roten Blutkörperchen, die Kapillaren frei zu passieren.

Zur Behandlung der Angiopathie mit erhöhter Gefäßzerbrechlichkeit wird Calciumdobesilat verordnet; dieses Präparat verbessert die Mikroblutzirkulation in den Blutgefäßen, verringert die Blutviskosität und hilft, die Gefäßdurchlässigkeit zu normalisieren.

Zur Behandlung der diabetischen Retinopathie werden neben medikamentösen Therapien eine spezielle Diät verschrieben, bei der kohlenhydratreiche Lebensmittel vermieden werden. Zudem wird den Patienten empfohlen, regelmäßige körperliche Aktivität auszuüben, da diese die Glukoseaufnahme durch die Muskulatur fördert und das kardiovaskuläre System entlastet.

Neben der medikamentösen Therapie können bei Angiopathen physiotherapeutische Verfahren wie Laserbehandlung, Magnetotherapie und Akupunktur unterstützend eingesetzt werden.

Bei einer fortgeschrittenen Angiopathie besteht ein hohes Risiko für eine hämodialytische Blutreinigung.

Ob Bitte beachten Sie:

Studien zeigen, dass Frauen, die wöchentlich einige Gläser Bier oder Wein konsumieren, ein erhöhtes Risiko für Brustkrebs haben.


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