Bambus

Beschreibung des Bambusses

Der Bambus ist eine immergrüne tropische Pflanze aus der Familie der Gräser, deren Heimat Ostasien angenommen wird.

Bambus – eine tropische Pflanze aus der Familie der Gräser

Der Bambus unterscheidet sich durch den knolligen goldgelben Stiel mit zahlreichen Blättern an der Spitze. In der Regel erreicht er Höhen von 25 bis zu 40 Metern und ist das höchste Gras unter allen Vertretern dieser Familie (Weizen, Mais und Roggen). Dabei zeichnet sich der Bambus durch eine sehr schnelle Wachstumsrate aus; einige seiner Arten können innerhalb eines Tages um 40 bis 100 cm wachsen.

Innerhalb von drei Jahren verholzt der junge Stamm. Die Stämme des Bambusses werden für den Bau sowie als Rohmaterial zur Herstellung von Musikinstrumenten und Papier verwendet.

Der Bambus zeichnet sich durch besondere Eigenschaften aus: Er ist weder gegenüber Feuchtigkeit noch gegenüber Sonne oder Temperaturschwankungen empfindlich. Im Osten gilt er als Symbol ungebremster Kraft und Energie, da seine Triebe mit Leichtigkeit sogar Beton durchdringen können. Für Buddhisten stellt die Pflanze ein heiliges Symbol dar, das Langlebigkeit, geistige Wahrheit, Beständigkeit, Feinheit, langanhaltende Freundschaft und florales Alter verkörpert.

Bestand des Bambusses

Der Bambus enthält durchschnittlich 90 % Wasser; pro 100 g frischen Stängeln sind etwa 1,49 bis 4,04 g Eiweiß nachweisbar. Zudem gehören acht der neun essenziellen Aminosäuren zu seinem Bestand.

In 100 g der Stangen des Bambus enthalten sich:

  • 90,86 g Wasser;
  • 2,65 g Eiweiß;
  • 0,49 g Fett;
  • 0,58 g Zellstoff;
  • 0,88 g Asche.

Der Bambus verfügt über einen reichhaltigen Vitaminbestand. Seine Stangen enthalten das Wachstumsvitamin B6, JE, Thiamin, Niacin, Riboflavin, Folsäure und Pantothensäure. Zudem sind sie reich an Mineralstoffen, darunter Kalzium, Phosphor, Magnesium, Kalium, Mangan, Natrium, Zink, Kupfer, Selen und Eisen.

Der Kaloriengehalt des Bambus beträgt 20 Kilokalorien pro 100 g Stangen.

Die nützlichen Eigenschaften des Bambus

Die jungen Stangen des Bambus sind nicht nur lecker, sondern auch reich an Nährstoffen. Sie gehören zu den fünf populärsten nährstoffreichen Lebensmitteln der Welt.

Die Hauptmerkmale des Bambus wurden in den antiken pharmazeutischen Schriften der Ming-Dynastie (1368–1644) festgehalten: „Er wirkt kühlend, süß und ungiftig, verbessert die Blutversorgung, harmonisiert das Qi und kann täglich angewendet werden."

In asiatischen Ländern wird der Bambus aufgrund seiner starken antimikrobiellen Eigenschaften in den Fasern häufig bei Erkältungen und akuten Infekten sowie bei Allergien und Asthma eingesetzt.

Der Bambus gehört zu wenigen Pflanzen, die eine hohe Konzentration an Kieselsäure aufweisen, welche zudem:

  • Das Haar und die Nägel stärkt;
  • Die Haut pflegend wirkt;
  • Eine beruhigende Wirkung bei Depressionen entfaltet.

Bei Magengeschwüren, Verdauungsstörungen und Durchfall ist der Bambus wirksam. In asiatischen Ländern wird er zudem zur Behandlung von Erkrankungen wie Gelbsucht, Tuberkulose, Fieber und Dysenterie eingesetzt.

Der Bambusextrakt stärkt die Gefäßwände, verbessert die Blutversorgung der Gewebe, verringert die Durchlässigkeit der Kapillaren und erhöht deren Elastizität sowie den Tonus.

Zur therapeutischen Anwendung werden nicht nur die Sprossen des Bambus, sondern auch andere Teile dieser einzigartigen Pflanze genutzt:

  • Die Wurzeln des Bambus werden wie ein allgemeines Stärkungsmittel eingesetzt;
  • Aufgrund ihrer schleimlösenden und hustenausschleudenden Eigenschaften gelten Bambusblätter als wirksames Hustenmittel.
  • Der Bambussaft wird bei Apoplexie und Epilepsie eingesetzt.

Die gesundheitlichen Vorteile der Bambusflöten.

Die Bambusflöten werden aufgrund ihrer breiten Verwendung in asiatischen Ländern schneller zur exotischen Nahrung, während ihre nützlichen Eigenschaften im Westen zunehmend Anerkennung finden.

Der Bambus unterstützt die Gewichtsreduktion: Dank seines ausgewogenen Nährstoffprofils gilt er als ideale Ernährung für Abnehmende, ohne den ständigen Hungerreiz zu verstärken. Die in großen Mengen enthaltenen Ballaststoffe sind notwendig für eine verbesserte Verdauung und Darmmotilität; zum Abendessen mit jungen Flöten essen ist zur schnelleren Gewichtsabnahme empfehlenswert. Der geringe Kaloriengehalt und der moderate Kohlenhydratgehalt ermöglichen seine Einbindung in verschiedene pflanzliche Diäten.

Die Vitamine, Mineralien und Antioxidantien in den Bambusflöten stärken das Immunsystem.

Zahlreiche Studien aus Indien und anderen asiatischen Ländern belegen die prophylaktische Wirkung des Bambus bei Herzkrankheiten durch seine cholesterinsenkende Eigenschaft; zudem wirkt er dank seines geringen Fettgehalts und niedrigen Kalorienanteils wohltuend auf die Darmfunktion ein.

Die entzündungshemmenden und schmerzstillenden Eigenschaften des Bambus sind in vielen Studien bestätigt, was eine schonende Anwendung bei der Behandlung von Wunden und Geschwüren ermöglicht.

Die Anwendung des Bambusses.

Der Sud aus den Bambusflöten wird in asiatischen Ländern zur Behandlung respiratorischer Erkrankungen verwendet; dazu werden die Flöten zweimal gekocht (zuerst 5 Minuten, dann 10 Minuten), wobei der resultierende Sud mit Honig versetzt werden kann.

Die traditionelle chinesische Medizin besagt, dass die Triebe des Bambus aufgrund ihrer seltenen Eigenschaften einen fördernden Effekt auf den Mutterleib haben; zudem werden Bambusblätter bei Magenverstimmungen als Abführmittel eingesetzt.

In der Kochkunst dienen Bambustriebe zur Herstellung verschiedener Gerichte; sie werden zunächst vorgekocht und dann mit Öl und Sojasauce verzehrt, wobei sie auch in Suppen, Saucen, Konserven und Salate integriert werden können.

Konservierte Bambussprossen

Frische Bambustriebe bleiben bis zu zwei Wochen an einem kühlen Ort im Schatten erhalten; eine falsche Lagerung kann einen bitteren Geschmack hervorrufen, weshalb zur Erhaltung der nützlichen Eigenschaften die Konservierung empfohlen wird.

In Japan werden auch Bambussamen in der Nahrung verwendet, die an Hafer erinnern.

Kontraindikationen und Risiken des Bambusses

Es sind keine spezifischen Kontraindikationen für den Verzehr von Bambus bekannt; dennoch ist bei der Zubereitung von Gerichten mit Bambustrieben zu beachten, dass junge Triebe giftige Cyanoglykoside enthalten, die jedoch durch die kulinarische Verarbeitung schnell zerstört werden.

Ob Wussten Sie das?

Jeder Mensch besitzt nicht nur einzigartige Fingerabdrücke, sondern auch einen individuellen Zungenabdruck.


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