Zervizitis

Zervizitis

Zervizitis – eine weit verbreitete Infektionskrankheit, die den Gebärmutterhals betrifft. Die Zervizitis kann als Folge von Geschlechtsübertragbaren Infektionen, durch Reizungen durch Barrieremittel der Kontrazeption oder als Manifestation einer Tumorentwicklung entstehen. Auch während der Schwangerschaft kann sich eine Zervizitis bilden.

Die Zervizitis wird bei der gynäkologischen Untersuchung des Gebärmutterhalses mit Hilfe von Spiegeln und Kolposkopie diagnostiziert. Charakteristisch dafür sind Hyperämien im Bereich des äußeren Muttermundes, ein starker Schleim-Eiterfluss sowie in einigen Fällen erosive Veränderungen der Oberfläche.

Symptome der Zervizitis

Bei Verdacht auf eine Zervizitis können die Symptome im frühen Stadium folgende sein: intensive Sekrete werden beobachtet, die einige Tage nach dem Ende der Menstruation anhalten. In den frühen Stadien können die Symptome unmerklich sein; in diesem Fall kann die Frau das Vorhandensein einer Erkrankung nicht bemerken.

Im fortgeschrittenen Stadium weist die Zervizitis offensichtliche Symptome auf:

Symptome der Zervizitis

  • Blutungen;
  • Juckreiz und Reizung der Geschlechtsorgane;
  • Schmerzen während des Geschlechtsverkehrs, begleitet von eitrigem oder schleimigem Ausfluss;
  • Das Gefühl von Brennen beim Wasserlassen;
  • Rückenschmerzen und Bauchschmerzen, die im Verlauf der Geschlechtsverkehr auftreten.

Bei schwerer Zervizitis sind reichlicher Eiterausfluss mit unangenehmem Geruch, starkes Jucken in der Scheide sowie Leibschmerzen, Fieber und Übelkeit möglich.

Klassifikation der Zervizitis

Je nach Verlauf unterscheidet man die akute und chronische Zervizitis. Die akute Form wird von eitrigem oder schleimigem Ausfluss sowie starken Unterbauchschmerzen begleitet.

Die chronische Zervizitis verläuft im Hintergrund anderer Entzündungen oder entwickelt sich aus einer primären, nicht behandelten Zervizitis. Bei dieser Form werden Hypertrophie und Induration des Gebärmutterhalses beobachtet; die Ursache sind kleine Neubildungen.

Die Zervizitis kann eitrig sein (meist im Hintergrund von Gonorrhoe) oder viral bedingt (durch sexuell übertragbare Viren), sowie bakteriell verursacht (im Rahmen bakterieller Infektionen, z. B. Gardnerellose).

Zudem werden nichtspezifische Zervitiden unterschieden, die bei Veränderungen der Scheidenmikroflora entstehen und nicht mit sexuell übertragbaren Infektionen zusammenhängen: Atrophisch – bei Frauen mit Östrogenmangel; Herdförmig – betroffen sind nur bestimmte Bereiche des Gebärmutterhalses.

Ursachen der Zervizitis

Meistens entsteht die Zervizitis infolge vaginaler Infektionen, die sexuell übertragen werden: Chlamydiose, Gonorrhöe und Trichomoniasis. Die Zervix kann sich auch bei Patientinnen entzünden, die vom Herpes-simplex-Virus oder Humanpapillomavirus (HPV) infiziert sind.

Das Risiko einer Zervizitis ist erhöht bei frühem Sexualleben und bei mehreren sexuellen Partnern.

Heilende Tampon bei Zervizitis

Neben den Infektionen kann eine langdauernde Zervizitis auch auf Hygienemittel, Empfängnisverhütungsmittel oder unregelmäßig getragene Intrauterinpessar-Reaktionen zurückzuführen sein. Dies führt zu einer Reizung der Zervix, die in dieser Phase deutlich anfälliger für Infektionen wird.

In einigen Fällen entsteht eine langdauernde Zervizitis durch allergische Reaktionen auf Latex von Kondomen oder spermizide Präparate.

Die Behandlung der Zervizitis

Zur Behandlung der Zervizitis werden Antibiotika eingesetzt. Bei seltenen Fällen, in denen die Entzündung nach dem Antibiotikumskurs nicht abklingt, erfolgt eine cauterisierende Behandlung der entzündeten Bereiche.

Bei einer Zervizitis im Schwangerschaftsverlauf ist eine Konsultation eines Infektionsspezialisten unbedingt erforderlich, da diese Entzündung die Übertragung des Erregers auf den Fötus sowie das Risiko einer Frühgeburt steigern kann.

Ob Sie sollten wissen:

Die höchste gemessene Körpertemperatur bei Uilli Jones (USA) betrug 46,5 °C; der Patient wurde ins Krankenhaus eingeliefert.


Impressum | Datenschutz | Über uns | Kontakt