Ein Hygrom ist eine unter der Haut gelegene zystische Bildung, die von Gelenkflüssigkeit gefüllt ist; äußerlich erscheint es als unter die Haut getriebener Knoten. Die häufigsten Formen sind das Handhygrom und das Gelenkhygrom.
Das Handhygrom tritt unter der Haut an den Händen auf, liegt meist am Handgelenk, kann sich aber auch auf den Handflächen befinden.
Das Gelenkhygrom lokalisiert sich in den Synovialbeuteln der Gelenke – insbesondere des Sprunggelenks (lutschesapjastnych), Knie- und Fingerbeugegelenks.
Die Entstehung der Erkrankung wird hauptsächlich durch ständige und repetitive körperliche Belastungen von Gelenken und Sehnen verursacht; daher wird sie oft als Berufskrankheit bezeichnet, die bei Personen mit wiederholten Handbelastungen auftritt (z. B. Sportler, Musiker, Handwerker, Sekretäre). Das Hygrom kann zudem als Komplikation nach Traumen, Bursitiden oder Sehnenscheidenentzündungen entstehen; es gibt jedoch auch viele Fälle ohne sichtbare oder bekannte Auslöser.
Je nach Größe des Hygroms treten verschiedene Formen auf – von einem bis zu sechs Zentimeter im Durchmesser.
Die Erkrankung verläuft oft asymptomatisch; jedoch können bei Belastung der betroffenen Gelenke und Sehnen sowie beim Druck auf die Kyste krankhafte Empfindungen auftreten, insbesondere wenn das Hygrom große Ausmaße erreicht hat.
Bei der visuellen Inspektion der unter der Haut befindlichen Formation, die äußerlich dem Hand- oder Gelenkhygrom ähnelt, sollte der Arzt den Umfang bewerten und sicherstellen, dass die Form korrekt identifiziert ist; andere knotige Erkrankungen wie Abszesse oder Aneurysmen müssen ausgeschlossen werden. In Einzelfällen wird zur genaueren Analyse eine Punktion des Liquors aus dem Hygrom sowie eine Röntgenuntersuchung durchgeführt.
Zu Beginn der Erkrankung und bei kleinen Ausmaßen kann die Behandlung mittels lokaler Paraffinwickel, Moorumschläge oder physiotherapeutischer Verfahren erfolgen.
Wenn die lokale Behandlung keine gewünschten Ergebnisse bringt oder das Hygrom große Ausmaße erreicht hat, wird die Prozedur zur Entfernung des Hygroms eingeleitet. Diese kann auf zwei Arten durchgeführt werden:
Kombinierte Behandlung – die Formation wird chirurgisch eröffnet, und die Weiterbehandlung erfolgt unter Anwendung von Medikamenten. Nicht selten kommt es bei Eiterung des Inhalts zum Abfluss nach dem Aufbruch; die sich bildende Wunde wird gereinigt und drainiert.
Das Hygrom wird üblicherweise unter lokaler Narkose operativ entfernt; die Operation dauert 20 bis 30 Minuten, und die Naht kann bereits nach 7 bis 10 Tagen abgenommen werden. Bei großen Hygomen oder bei komplizierter Lage wird die Entscheidung für eine Operation unter Allgemeinanästhesie getroffen.
Die richtige und erfolgreiche Behandlungsmethode kann nur nach einer fachärztlichen Untersuchung gewählt werden.
Eine eigenständige Behandlung des Hygroms ist gefährlich; der Versuch, das Hygrom zu zerdrücken, führt zur Freisetzung des Inhalts in das umgebende Gewebe und damit häufig zur Eiterung und Entzündung. Meistens bildet sich nach einer solchen Behandlung das Hygrom erneut oder es entstehen kleinere Rezidive.
Zur Verhinderung der Erkrankung sollten ständige Traumata an Gelenken, Sehnen und dem darüberliegenden Gewebe vermieden werden; eine gleichmäßige Belastungsverteilung auf die Gliedmaße ist ratsam. Zudem können elastische Binden zur Stabilisierung von Gelenken und Sehnen eingesetzt werden.
Es ist notwendig, Traumen und Erkrankungen rechtzeitig zu erkennen und zu behandeln, da sie das Hygrom auslösen können; zudem sollten bequeme Schuhe und korrekt angepasste Prothesen getragen werden.
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