Kardamom

Der Kardamom gehört zu den ältesten Gewürzen und stammt aus dem Osten. Er wird nicht nur wegen seines einzigartigen Geschmacks und Aromas geschätzt, sondern auch wegen seiner heilsamen Eigenschaften gerühmt. Im Mittelalter war der Nutzen des Kardamoms unter Ärzten wohlbekannt; er galt als eines der wichtigsten Allheilmittel gegen viele Krankheiten und wurde ihm eine einzigartige heilende Kraft zugeschrieben.

Kardamom

Bestand

Der Nutzen des Kardamoms lässt sich durch seine reiche chemische Zusammensetzung leicht erklären. In den Samen sind Fettsäuren, Stärke, Eichhörnchenkerne sowie Mikroelemente wie Mangan, Kupfer, Eisen, Zink, Kalzium, Magnesium und Phosphor enthalten. Zudem finden sich in ihnen Askorbinsäure und Vitamine der Gruppe B. Darüber hinaus sind die Kardamom-Samen reich an ätherischen Ölen (Limonen, Terpineol, Ziteol). Gerade diese Öle verleihen dem Kardamom einen scharfen, kräftigen, aber dennoch zarten und angenehmen Geruch.

Eigenschaften des Kardamoms

Der Kardamom ist ein ausgezeichneter Stimulator für das Verdauungssystem. Dank seiner antioxidativen Wirkung kann er den Organismus von Toxinen und Schlacken reinigen und so vor zahlreichen Erkrankungen des kardiovaskulären Systems sowie des Bewegungsapparates schützen.

Die Anwendung des Kardamoms bei der Behandlung einer Fettleber macht niemandem Bedenken. Er aktiviert die Fettverbrennung und den Energieumsatz erheblich, was zu einer allmählichen Gewichtsreduktion führt.

In Apotheken wird eine Kardamom-Tinktur verkauft. Sie dient zur Verbesserung des Appetits, zur Normalisierung der Verdauung sowie zur Linderung von Blähungen (Meteorismus).

Die kontraindizierte Eigenschaft des Kardamoms ermöglicht die Anwendung von Tinktur oder Aufguss dieses Gewürzes zur Behandlung der frühen Schwangerschaftstoxikose.

Der Nutzen des Kardamoms ist bei der Behandlung von Erkältungskrankheiten offensichtlich: Er verringert die Intensität der Schmerzempfindungen im Rachen, trägt zur Senkung der erhöhten Körpertemperatur bei und mildert Husten.

Dieses Gewürz verbessert das Farbensehen sowie normalisiert die Funktion des Nervensystems. Es ist bewiesen, dass Kardamom Stimmung und Lebenskraft steigert; daher empfehlen Neurologen seine Anwendung bei Patientinnen mit neurologischen Störungen wie Verwirrungen oder Depressionen. Bei ausgeprägtem Ermüdungsgefühl und schlechter Stimmung genügt es, ein bis zwei Kardamom-Kerne zu kauen – sofort werden Sie die Flut an Munterkeit und Kräften spüren.

Der Kardamom ist eines der stärksten Aphrodisiaka; er verbessert die männliche Potenz und verringert die Intensität der Symptome des prämenstruellen Syndroms bei Frauen. In der Urologie wird Kardamom in der komplexen Behandlung von Erkrankungen des Harnsystems (Nephritis, Blasenentzündung, Harnröhrenentzündung) eingesetzt.

Personen mit Hypertonie wird empfohlen, fein gemahlene Kardamom-Körner dem Kaffee oder Tee zuzugeben, da dieses Gewürz das Koffein teilweise neutralisiert und die Erhöhung des arteriellen Blutdrucks sowie die Entwicklung einer Tachykardie verhindert.

Für Bäder kann das ätherische Öl des Kardamoms verwendet werden; es hebt nervöse und Muskelbelastungen hervorragend auf. Es muss jedoch in minimalen Dosen angewendet werden. Bei Schwangerschaft oder Vorhandensein von Hauterkrankungen ist das Kardamomöl kontraindiziert.

Kardamomfrüchte

Der Schaden des Kardamoms

Wie jedes Gewürz stellt auch der Kardamom ein Produkt mit hoher Allergenität dar; daher sollten Personen, die Kardamom bisher nie anwendeten und unter Allergien leiden, vorab einen Arzt konsultieren und einen medizinischen Test durchführen. Zur Risikogruppe zählen Menschen, die eine Unverträglichkeit gegenüber Ingwer aufweisen.

Der Anwendung von Kardamom in der Nahrung sollte bei Personen mit Leber- oder Gallenblasenerkrankungen, Pankreatitis, Gastritis sowie Magengeschwüren und Zwölffingerdarmgeschwüren vermieden werden; der Schaden besteht darin, dass das Gewürz die Sekretion von Magen- und Pankreassaft sowie Galle verstärkt und so eine Verschlimmerung der Erkrankung auslösen kann.

Ob Sie sollten wissen:

Das menschliche Gehirn verbraucht in der Arbeitszeit eine Energiemenge, die dem Lämpchen entspricht, das 10 Watt Leistung aufweist; somit ist die Beleuchtung über dem Kopf zum Zeitpunkt des Entstehens interessanter Gedanken weniger von der Realität entfernt.


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