Kerbel

Der Kerbel ist eine einjährige Pflanze der Gattung Kupyr aus der Familie der Sontitschnych. Sein Aussehen ähnelt dem der Petersilie, jedoch mit zarteren und feineren Blättern; er verdrängt den angenehmen Anisgeruch.

Kerbel

Der Kerbel wächst in allen europäischen Ländern außer Italien, Spanien, Skandinavien und England. Er kommt in der Türkei, im Irak, Iran, Transkaukasien und Mittelasien vor. In Russland ist er in der Region Krasnodar sowie im Gebiet Rostow verbreitet.

Der Kerbel bevorzugt hellen Waldboden, sonnige Abhänge und fühlt sich auf neutralen, leichten, gut durchlässigen Böden wohl.

Anwendung des Kerbels

Aufgrund seines hohen Vitamingehalts und seines feinen Anisaromas gilt der Kerbel als wertvolles Gewürz, das in der Kochkunst weit verbreitet ist. Durch die Kombination von Noten aus Petersilie, Anis und Estragon eignet er sich hervorragend als Zutat für Fischgerichte, Salate sowie trockene Pasten; seine einzigartige Fähigkeit besteht darin, den Geschmack vorhandener Zutaten zu intensivieren. Besonders geschätzt wird der Kerbel in Frankreich, wo das Gewürz Bestandteil traditioneller Mischungen aus duftenden Kräutern ist.

Das Trocknen der Kerbelblätter wird nicht empfohlen, da sie ihre geschmacklichen und aromatischen Eigenschaften schnell verlieren. In einigen Fällen können die Blätter der Pflanze im Gefrierfach zubereitet werden.

Die beste Nutzung des Kerbels erfolgt durch das Einbringen fein gehackter Blätter als Zutat zu Salaten sowie ersten und zweiten Gängen 2 bis 4 Minuten vor ihrer Bereitschaft, da sich das Aroma des Gewürzes beim Erwärmen schnell verflüchtigt. In einigen Ländern werden grüne Salate mit Weinessig übergossen, der auf Kerbelgras infundiert wurde.

Die Wurzeln einiger Koriandersorten werden ebenfalls als Gewürz verwendet; sie ähneln dem Pastinaken sowohl in Form als auch im Geschmack, besitzen jedoch einen angenehmen Anisgeruch. Die Wurzeln können für die Winterlagerung sowie zur Zubereitung von Salaten und Vitaminkäsen genutzt werden.

Es ist zu beachten, dass Koriander gut mit Zwiebeln, Petersilie und Estragon harmoniert, jedoch nicht mit Gewürzen wie Thymian (Bohnenkraut) oder Nelken gemischt werden sollte.

Neben der kulinarischen Verwendung ist die häusliche Funktion des Korianders bekannt: Die Pflanze wird häufig als wirksames Insektizid eingesetzt; es genügt, einige Blätter an den Stellen ihrer Ansammlung auszulagern und das Verschwinden unerwünschter „Gäste" zu erwarten.

Nützliche Eigenschaften von Koriander

Das Kraut des Korianders ist eine Quelle für Eiweiß, Carotinoide, Vitamin C, Provitamin A, Glykoside, Mineralsalze sowie weitere nützliche Substanzen.

In 100 Gramm Koriandergewürz sind enthalten: Wasser, Asche (7,2 g), Ballaststoffe (11,3 g), Vitamin C (50 mg), Vitamine der Gruppe B (1,99 mg), Vitamin PP (58,50 mg), Zink (8,8 mg), Kupfer (0,44 mg), Selen (29,3 µg), Mangan (2,1 mg), Phosphor (450 mg), Eisen (31,95 mg), Natrium (83 mg), Kalzium (1.346 mg), Magnesium (130 mg) und Kalium (4.740 mg).

Der Kaloriengehalt von Koriander beträgt 237 kcal pro 100 Gramm Gewürz.

Dank des hohen Gehalts an Provitamin A in den Blättern hat die Pflanze eine breite Anwendung in der Volksmedizin gefunden. Die Wirkung der Carotinoide besteht in ihrer starken antioxidativen Funktion: Der regelmäßige Verzehr von Koriander hilft, den Stoffwechsel zu normalisieren, Übergewicht abzubauen und Depressionen sowie Vergesslichkeit entgegenzuwirken.

Koriander verfügt über stimulierende, allgemein kräftigende, harntreibende, verdauungsfördernde und schleimlösende Eigenschaften.

Kerbel – eine aromatische Kräuterpflanze

Die nützlichen Eigenschaften von Koriander zeigen sich auch in der Fähigkeit der Pflanze, den arteriellen Blutdruck zu normalisieren; sie spielt eine wesentliche Rolle bei der Bildung eines gesunden Herz-Kreislauf-Systems. Der Verzehr von Koriander fördert zudem die Funktion der Nieren und der Atmungsorgane.

Der Sud aus den Blättern der Pflanze wird Menschen mit Lebererkrankungen und Gicht empfohlen; zudem dient er zum Waschen und zur Linderung von Augenbelastung. Der Saft des Kerbels wird in feuchten Kühlverbänden bei Arthritis, Wassergeschwülsten und hartnäckigen Hautproblemen eingesetzt. Die abgeflachten Blätter der Pflanze wirken gut abschwellend.

Eine Tinktur aus dem frischen Laub dieser aromatischen Würzigkeit ist ein sicheres Mittel, um schnell überschüssiges Gewicht zu verlieren.

Kontraindikationen

Bei der Einnahme von Kerbelblättern ist Vorsicht geboten: Die Pflanze kann mit giftigem Bolingolow (Gift) verwechselt werden.

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