Kriwoscheja

Kurze Charakteristik der Erkrankung

Der Name „Kriwoscheja" beschreibt die Pathologie, die durch Verformung des Halses und Fehlstellung des Kopfes gekennzeichnet ist. Bei angeborenen Defekten des Stütz-Motorapparats belegt Kriwoscheja bei Neugeborenen den dritten Platz, hinter nur Kossolaposti (Schulterverrenkungen) und Schenkelbeinverrenkungen.

Ursachen von Kriwoscheja

Spastische Kriwoscheja

Angeborene Ursachen für Kriwoscheja sind langdauernde Erkrankungen der Schwangeren sowie die spezifische Lage des Fötus während der Geburt. Erworbene Formen bei Neugeborenen entstehen nach Stammtraumen, Erkrankungen des peripheren Nervensystems oder Verbrennungen.

Ein Hauptprovozierender Faktor ist die Geburt, bei der häufig eine Beschädigung der Muskeln des Schultergürtels, der Halswirbel und des Halses auftritt. Dies führt zu einer Verletzung des zerebralen Blutkreislaufs, Muskelkrämpfen und starken Muskelschmerzen. Um diesen Bedingungen anzupassen, nimmt der Kopf des Kindes eine spezifische Lage ein, was zur nachfolgenden Verbiegung der Halswirbelsäule führt. Fehlt die rechtzeitige adäquate Behandlung, kommt es bei spastischer Kriwoscheja bei Neugeborenen zu einer Umverteilung der Belastung auf das Knochengewebe, Veränderungen der Halswirbel sowie einer Senkung der Dämpfungsfunktion der Wirbelsäule.

Folgen von Kriwoscheja

Da Kriwoscheja mit einem Störungszustand des normalen Blutkreislaufs verbunden ist, können sich bei Kindern Asymmetrie des Rumpfes und des Schädels entwickeln. Zudem leiden die Kinder unter dem Einfluss ungünstiger Veränderungen an zirkulatorischen Dystonien sowie zervikobasalen Erkrankungen. Auch die Sehkraft verschlechtert sich. Bei fortgeschrittenen Fällen von Kriwoscheja bei Säuglingen kommt es zur Hauptwassersucht und früh neurologischer Pathologien.

Es ist notwendig, alle notwendigen Maßnahmen zur Behandlung des Kindes zu ergreifen, da er sich mit der Zeit setzen und gehen wird; dies erhöht die Belastung auf die Halswirbel und verstärkt die Verschlechterung der Dämpfungsfunktion der Wirbelsäule. Ohne Behandlung provoziert Kriwoscheja eine Formabweichung der Wirbelsäule und das Auftreten von Erkrankungen wie Kyphose oder Skoliose.

Hinsichtlich des optimalen Zeitpunkts für die Behandlung gilt das Alter bis zu 6–7 Monaten als beste Phase für Heil- und Wiederaufbaumaßnahmen, da in den ersten Lebensmonaten die Halswirbel erst beginnen sich zu verbinden und daher besonders anfällig für positive Eingriffe sind. Zudem ist es wünschenswert, Kriwoscheja bis zum Einsetzen des Nervensystems, der Sprachentwicklung und der Sehkraft – also wieder bis zum 6. Monat – zu vermeiden.

Sehr geehrte Eltern: Warten Sie nicht auf ein Wunder und verschwenden Sie keine kostbare Zeit. Bei Kriwoscheja bei Neugeborenen geht das Kind von selbst nie, die Muskeln verlieren unwillkürlich ihre Elastizität, und auch eine einzige verfügbare Behandlungsmethode führt zu einer Operation mit Durchtrennung. Ein früher Eingriff spart Kosten, vermeidet postoperative Narben und verhindert kosmetische Defekte, die Ihrem Kind keinen Nutzen bringen würden.

Kriwoscheja – Behandlung der Erkrankung

Behandlung der Kriwoscheja

Die Heil- und Wiederaufbaumaßnahmen beginnen sofort nach der Klärung der Diagnose. In der Regel wird dem kleinen Patienten in den ersten Tagen ein Physiotherapie-Kurs mit 20 Sitzungen von Elektroforese mit Ronidazol oder Lidazol verschrieben, gefolgt von zwei weiteren Kursen jeweils alle 1,5 Monate.

Parallel zur Physiotherapie wird eine korrigierende Gymnastik durchgeführt. Ihr Ziel besteht darin, das Kind so oft wie möglich in verschiedene Kopfpositionen zu lagern: Auf den Bauch legen, Klappen von verschiedenen Seiten anbieten und die Kopflage im Bett wechseln. Die Hauptaufgabe ist es, die Beweglichkeit des betroffenen Bereichs zu aktivieren, damit Kriwoscheja keine Muskelversteifung verursacht. Zur Zielerreichung wird eine tonisierende Massage der kranken Körperhälfte durchgeführt; beachten Sie jedoch, dass das Dehnen kranker Muskeln aufgrund der Gefahr eines narbigen Prozesses vermieden werden muss.

Wird bei einem Kind Kriwoscheja diagnostiziert, basiert die Behandlung häufig auf chirurgischen Eingriffen. Diese Operationen werden ab dem 3. Lebensjahr durchgeführt und laufen in der Regel ohne besondere Komplikationen.

In den letzten Jahren werden in deutschen Kliniken zunehmend moderne Behandlungsmethoden für Kriwoscheja eingesetzt. Dazu gehört beispielsweise die Bewegungstherapie, eine weichere und schonendere Methode als die Manualtherapie, die daher große Verbreitung gefunden hat. Neben der Bewegungstherapie setzen Ärzte auch Hirudotherapie und Reflexotherapie ein, die selbst bei sehr kleinen Kindern gut vertragen werden.

Trotz der erreichten Erfolge in der Behandlung von Kriwoscheja möchten wir nochmals betonen: Nur eine sachgerechte Entscheidung der Eltern für einen frühzeitigen Arztbesuch kann unangenehme Folgen leichter verhindern als behandeln.

Ob Sie sollten wissen:

Die Karies ist eine der häufigsten Infektionskrankheiten weltweit; noch die Grippe kann sie nicht übertreffen.


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