Tschawitscha

Tschawitscha – eine Fischart der Lachsfamilie, die sowohl im salzigen Wasser des Pazifischen Ozeans als auch in den Flusssystemen (Anadyr, Amur, Sacramento sowie die Flüsse von British Columbia und Washington) lebt. Während der Laichzeit wandern diese Fische in die Flüsse ein. Betrachtet man ihren Lebenszyklus, so wird deutlich: Die ersten beiden Jahre verbringen die Jungfische im Süßwasser, bevor sie ins Meer oder den Ozean ziehen; nach etwa fünf Jahren kehren sie wieder in die Flüsse zurück.

Tschawytscha frisch

Aus Sicht der Ichthyologie ist die Tschawitscha unter ihren Verwandten die größte Fischart. Es sind dokumentierte Fakten über Individuen, die bis zu 60 Kilogramm erreichen. Die durchschnittliche Körperlänge beträgt 95 Zentimeter. In der Praxis des Fischfangs in Kamtschatka hingegen wird ein Ertrag von 20 bis 30 Kilometern pro Fang als bereits großer Erfolg gewertet; für den Standard unter russischen Fischern gilt ein Individuum zwischen 6 und 12 Kilogramm als üblich.

Die Tschawitscha lässt sich durch einen dunklen Streifen erkennen, der ihren großen Kopf vom Rumpf abtrennt. Normalerweise ist die Färbung grünlich mit silbernen Seiten und Bauch; während der Laichzeit (Nerest) wechselt sie jedoch zu einer bräunlich-roten Farbe von Kopf und Rumpf. Zudem unterscheiden sich diese Fische durch kleine Flecken auf dem Rücken und der Schwanzflosse sowie durch das schwarze untere Zahnfleisch.

Das Fleisch der Tschawitscha schmeckt ähnlich wie Lachs, weist jedoch eine gesättigtere himbeerrote Farbe auf und wird daher höher bewertet.

In Russland werden diese Fische eingefroren, gekühlt, geräuchert oder konserviert verkauft. Sie eignen sich zum Braten, Kochen sowie zur Zubereitung von Imbissen und Salaten.

Der rote Tschawitscha-Kaviar gilt als mindestens ebenso wertvoll wie der Lachskaviar. Feinschmecker schätzen ihn wegen des großen Umfangs der Eier (Ikrine), die bis zu 6 mm im Durchmesser erreichen können; im Geschmack ist er leicht bitterlich.

Die nützlichen Eigenschaften der Tschawitscha

Es ist bemerkenswert, dass das Verhältnis der nützlichen Substanzen im Fleisch von Tschawytscha je nach Alter, Zustand, Lebensraum und Geschlecht ständig variiert.

Dennoch lässt sich feststellen, dass Tschawytscha reich an Vitaminen sowie Mikro- und Makroelementen wie Kupfer, Zink, Selen, Mangan, Eisen, Magnesium, Kalzium, Phosphor, Natrium und Kalium ist.

Tschawytscha ist für den Menschen besonders wertvoll: Die enthaltenen Docosahexaensäure und Eicosapentaensäure unterstützen die Gehirntätigkeit sowie das Wohlbefinden des Herz-Kreislaufsystems. Diese beiden Substanzen wirken als starkes prophylaktisches Mittel gegen Schlaganfall, Infarkt, Atherosklerose, Arrhythmie, geistige Behinderung und Depressionen.

Der Kaloriengehalt von 100 Gramm Tschawytscha-Fleisch beträgt 148 Kalorien.

Tschawytscha-Kaviar ist wertvoll für die Stärkung der Knochenstruktur, verringert das Thromboserisiko, fördert den Blutkreislauf und verbessert die Sehkraft. Der Kaloriengehalt des Kaviars liegt durchschnittlich bei 250 Kalorien.

Kontraindikationen

Als einzige ernsthafte Kontraindikation gilt eine Allergie auf das Fleisch oder den Kaviar von Tschawytscha. Bei Personen mit Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse, chronischer Pankreatitis (SCHKT), langjähriger Kolitis oder Enteritis sollte das Fleisch aufgrund seines hohen Fettgehalts nur mit Vorsicht verzehrt werden.

Tschawytscha ist unter den Lachsorten nach Größe Rekordhalter; jeder Fischer freut sich über einen großen Fang, doch für normale Käufer gilt: Je älter der Fisch, desto mehr schädliche Substanzen (insbesondere Quecksilber) haben sich im Fleisch angesammelt. Daher wird empfohlen, schwangeren Frauen das Verzehren von Tschawytscha mit besonderer Vorsicht zu begegnen.

Auch ist bekannt, dass wildlebende Tschawytschas weniger nützlich sind als solche aus speziellen Farmen. Da der Fisch jedoch unter staatlichem Schutz steht und in das Rote Buch aufgenommen wurde, sollte bei der Auswahl besser auf kleinere Exemplare geachtet werden, um das Risiko zu minimieren.

Gebratene Tschawytscha

Tschawytscha-Kaviar kann Schäden verursachen, wenn er übermäßig konsumiert wird. Es ist ratsam, täglich nicht mehr als fünf Teelöffel Kaviar zu verzehren. Zudem gilt: Personen mit chronischer Pankreatitis oder Magenkrankheiten gehören zur Risikogruppe; eine klassische Schnitte aus weißem frischem Brot, Öl und rotem Kaviar kann schwere Folgen für die Bauchspeicheldrüse oder den Magen haben.

Das Natrium im salzigen roten Kaviar bindet Wasser; ein ständiger Konsum in großen Mengen kann den Stoffwechsel beeinträchtigen.

Der übermäßige Verzehr von Tschawitscha-Kaviar ist schädlich, da er stark gesalzen ist und die Mehrheit der Russen kein leicht verderbliches Produkt konsumieren kann; alles, was für Konsumenten verfügbar ist, die weit vom Fangort entfernt leben, handelt sich um konservierten Kaviar mit schädlichen Zusatzstoffen.

Ob Sie wissen:

Laut Forschungsergebnissen haben Frauen, die wöchentlich einige Gläser Bier oder Wein trinken, ein erhöhtes Risiko für Brustkrebs.


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