Dorsopathie

Kurze Charakteristik der Erkrankung

Symptome der Dorsopathie

Heutzutage wird unter dem Begriff „Dorsopathie" eine ganze Reihe von Schmerzsyndromen verstanden, die mit entarteten Veränderungen der Wirbelsäule verbunden sind. Im Grunde genommen stellt die lumbale Dorsopathie das Analogon zur Osteochondrose der Wirbelsäule dar – einer langdauernden Erkrankung mit charakteristischen Verschlimmerungen und Auftreten heftiger Schmerzempfindungen. Neben dem Lendenbereich können diese Veränderungen auch andere Körperabschnitte betreffen. Insbesondere den Ärzten wohlbekannte zervikale Dorsopathie wird durch Beschädigung der Halswirbel verursacht.

Nichtsdestotrotz leidet die lumbare Abteilung um vieles öfter, weshalb in unserem Artikel gerade über Dorsopathien der Wirbelsäule gesprochen wird. Der Hauptgrund für entartete Veränderungen ist eine Osteochondrose – ein ungünstiger Prozess, der sich in den Bandscheiben sowie im Gelenk- und Bandscheibensystem entwickelt. Er wird durch scharfe, langwierige Schmerzen und Chronizität charakterisiert. Die Schmerzepisoden sind dabei sehr häufig, und der Mensch kann an Attacken der Verschlimmerung mehr als 25-mal pro Jahr leiden. Langdauernde lumbale Dorsopathie wird bei 17 % der erwachsenen Menschen festgestellt. Die Prognosen der Behandlung sind in der Regel ungünstig, da die Veränderungen den viel zu starken Einfluss auf Struktur und Aufbau der Wirbelsäule haben.

Einordnung der Dorsopathien

Laut internationalen Standards können alle Arten von Dorsopathie in drei große Gruppen eingeteilt werden:

  • Deformierende Dorsopathien – dazu gehören Lordose, Kyphose, Skoliose, Spondylolisthese, Osteochondrose sowie unvollständige Verrenkungen;
  • Spondylopathien – dazu zählen alle Arten von entzündlichen, entarteten und traumatischen Spondylopathien.
  • Dorsopathien manifestieren sich durch Bandscheibendegeneration sowie sympathalgetische Syndrome und dorsalgien (dorsopathie des Segmentes, bei dem keine Infektion der Bandscheibe vorliegt).

Die Behandlung der Dorsopathie.

Wird beim Menschen die Diagnose Dorsopathie gestellt, erfolgt die Therapie unter Berücksichtigung der Erkrankungsform und des Krankheitsbildes seiner Entwicklung. Gegenwärtig werden in der Medizin medikamentöse, nicht-medikamentöse sowie operative Methoden zur Linderung von Arthralgien angewendet.

In Phasen der Verschärfung wird dem Patienten Bettruhe empfohlen. Der Patient sollte nicht nur körperliche Belastungen für 5–6 Tage meiden, sondern auch häufig auf eine sogenannte antialgetische (schützende) Haltung verzichten. Da sich die Dorsopathie des Lumbalsegments aufgrund übermäßiger Aktivität verschärft, werden dem Kranken immobilisierende Orthesen empfohlen, die die Beweglichkeit der Wirbelgelenke einschränken; diese sind zwar wirksam, können aber Muskelhypertrophie hervorrufen und sollten daher mit Vorsicht und nur nach Konsultation eines Experten eingesetzt werden.

Eine zwingende Etappe der Behandlung ist die Anwendung schmerzstillender Mittel. Bei schwachen und wenig intensiven Schmerzen eignen sich idealerweise nicht-opioide Analgetika (z. B. Benalgin, Tempalginol, Spasmalgon, Sedalgin-Neo). Bei starken Schmerzen werden nichtsteroidale entzündungshemmende Mittel verschrieben; diese sollten jedoch mit Vorsicht eingesetzt werden, um Nebenwirkungen, insbesondere Gastropathien, zu vermeiden. Wir empfehlen die Anwendung ähnlicher Präparate in Form von Kerzen (Zäpfchen), da sie sicher sind und leicht vom Organismus aufgenommen werden. Wenn die Dorsopathie das gesamte Rückgrat nicht betrifft und sich die Schmerzempfindungen im Laufe der Zeit steigern, kann die Kombination aus nichtsteroidalen entzündungshemmenden Mitteln und opioiden Analgetika erfolgen. Eine positive Wirkung wird beim Einsatz von Antihistaminika sowie Antikonvulsiva und Antidepressiva beobachtet.

Gymnastik auf dem Trainingsgerät bei der Behandlung von Dorsopathien

In der akuten Phase werden neben Analgetika dem Patienten auch aufwärmende Salben empfohlen. Im Land haben folgende Präparate die größte Bekanntheit erlangt: Fastum-Gel, Espol, Efkamon und Espol. Diese können in jeder Apotheke erworben werden.

Wird der Diagnose Dorsopathie rechtzeitig gestellt, kann die Behandlung ohne Einsatz von Arzneimitteln durchgeführt werden. In diesem Fall werden dem Patienten physiotherapeutische Verfahren, Heilgymnastik, Magnetotherapie sowie Lasertherapie empfohlen. In der Regel dauert die Kur nicht länger als einen Monat; jedoch muss berücksichtigt werden, dass diese Methode nur in frühen Stadien der Erkrankung wirksam ist, wenn noch keine degenerativen Veränderungen eingetreten sind und eine wesentliche Einflussnahme auf das Rückgrat möglich ist.

Hinsichtlich der operativen Behandlung wird sie selten gefordert. Nach der bestehenden Statistik benötigen lediglich 0,3 % aller Patienten mit Lumbal-Dorsopathie eine Operation. In der Regel erfolgt diese bei akutem Rückenmarksdruck, Paresen und starken beidseitigen Schmerzen. Der chirurgische Eingriff ist indiziert, wenn sich die Dorsopathie des Wirbelsäulenabschnitts über fünf oder mehr Monate zeigt und die Standardpharmakotherapie nicht effektiv ist.

Ob Sie sollten Folgendes wissen:

Die Leber ist das wichtigste Organ unseres Körpers. Ihr mittleres Gewicht beträgt 1,5 kg.


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