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Epidemische Parotitis

Kurze Beschreibung der Erkrankung

Symptome des epidemischen Mumps

Die epidemische Parotitis (im Volksmund auch als „Ziegenpeter" bekannt) ist eine akute Viruserkrankung, die von Intoxikationen, Fieber sowie Funktionsstörungen der Speicheldrüsen, anderer eisenhaltiger Organe und des Zentralnervensystems begleitet wird. Der Erreger ist das Parotitis-Virus, das den Organismus über die oberen Atemwege infiziert; dies stellt die Hauptübertragungsroute dar. Zudem kann sich die Erkrankung nach Kontakt mit persönlichen Gegenständen des Kranken ausbreiten. Die Ausbreitung erfolgt im Körper über Blutgefäße, wodurch das Virus bis zu den Speicheldrüsen und dem Zentralnervensystem gelangt, in denen alle Bedingungen für eine schnelle Vermehrung gegeben sind.

Es ist besonders hervorzuheben, dass jeder Mensch grundsätzlich ansteckungsgefährdet ist; jedoch tritt die epidemische Parotitis bei Kindern häufiger auf, da ihr Immunsystem Infektionen weniger effektiv abwehrt als das der Erwachsenen. Andererseits erleiden Kinder die Erkrankung deutlich leichter und zeigen schneller die schwersten Krankheitsmanifestationen. Die ersten Symptome der Virusinfektion treten 10 bis 15 Tage nach der Ansteckung auf. Bei der Diagnosestellung sollte die Behandlung so schnell wie möglich eingeleitet werden, da das Ziegenpeter-Syndrom (Parotitis) die Funktion lebenswichtiger Organsysteme beeinträchtigt und ernsthafte Komplikationen verursachen kann.

Symptome und Krankheitsbild

In der Regel dauert die Prodromalphase der epidemischen Parotitis etwa 2 bis 2,5 Wochen. Anschließend wird das Virus aktiviert und manifestiert sich durch folgende Symptome:

  • Unwohlsein
  • Schwäche und schnelle Ermüdbarkeit
  • Der Anstieg der Körpertemperatur auf 38–39 °C;
  • Appetitlosigkeit;
  • Mundtrockenheit;
  • Schmerzen im Bereich des Ohres, bedingt durch das Einwirken der epidemischen Parotitis auf die Ohrspeicheldrüsen.

Die Funktionsstörung der betroffenen Drüsen verschlechtert sich bei Sprech- oder Kauaktivität. Dabei kommt es zu einer Vergrößerung des Volumens und Spannungsgefühl der Haut, wodurch sich Wassergeschwülste an der Stelle der Entzündungslokalisierung bilden, die häufig auf den Hals übergehen. Die akute epidemische Parotitis entwickelt sich bei Kindern am intensivsten innerhalb von 4–5 Tagen nach Ende der Inkubationszeit; anschließend nimmt die Schwellung allmählich ab. Je nach Schweregrad der Symptome wird der klinische Verlauf der epidemischen Parotitis in drei Kategorien eingeteilt:

  • Leichte Form – nur die Speicheldrüsen sind betroffen, das Fieber hält 1–2 Tage an, und das Befinden des Kindes bleibt weitgehend unverändert;
  • Mittelgradige Schwere – die epidemische Parotitis betrifft nicht nur die Speicheldrüsen, sondern auch andere knöcherne Organe. Das Fieber wird durch eine langanhaltende hohe Temperatur, Kopfschmerzen sowie Störungen von Appetit und Schlaf begleitet;
  • Schwere Form – das Fieber erreicht 40 °C, hält mindestens eine Woche an, die Infektion erfasst wichtige Körpersysteme unter Einbeziehung des Zentralnervensystems (ZNS). Die Schwellung der Speicheldrüsen sowie weitere Merkmale des Ziegenpeters sind stark ausgeprägt.

Wichtiger Aspekt: Eine zu spät eingeleitete Prophylaxe und Behandlung der epidemischen Parotitis kann zur Entzündung der Hirnhäute (Meningitis), Pankreatitis, Arthritiden sowie einer Infektion der Hörorgane führen, was in weiterer Folge zu irreversibler Taubheit führt.

Epidemische Parotitis – Behandlung der Erkrankung

Es existiert keine spezifische Behandlung der epidemischen Parotitis; daher richten sich die Hauptanstrengungen der Ärzte auf die Warnung vor Komplikationen. Den Patienten wird eine antibakterielle Therapie, ein Novocain-Block, Bettruhe und Diät verordnet. Die Einschränkung der Beweglichkeit dauert mindestens 10 Tage. Während dieser Zeit muss aus dem Speiseplan des Kranken Fettiges und Scharfes ausgeschlossen sowie die Menge der konsumierten Lebensmittel verringert werden. Bei der Diagnose der epidemischen Parotitis bei Kindern wird eine Milch-Pflanzendiät, Reis, Schwarzbrot, Kartoffelbrei, frisches Gemüse und Früchte empfohlen. Bei Lungen- und Mittellauf der Krankheit müssen die Patienten aufgrund ständiger Mundtrockenheit mehr Flüssigkeit trinken. Zudem erhalten sie Kalziumpräparate und Antiallergika (die Dosierung richtet sich nach dem Alter des Kindes).

Prävention der epidemischen Mumps-Infektion

In den letzten Jahren widmen Ärzte großen Aufmerksamkeit neuen Behandlungsmethodiken für den Ziegenpeter. Insbesondere wird die epidemische Parotitis erfolgreich mittels kausaler Therapie behandelt. Auch die Möglichkeit der Anwendung von virustötenden Chemotherapeutika und Enzymen wird untersucht. Bezüglich bereits eingesetzter Mittel sind desensibilisierende und antiphlogistische Präparate sowie Vitamine und eine Desintoxikationstherapie zu erwähnen.

Die epidemische Parotitis – Prophylaxe der Erkrankung

Zur Verhinderung der Infektionsverbreitung müssen Patientinnen von den übrigen Kindern mindestens 10 Tage isoliert werden. In Kindereinrichtungen wird eine dreiwöchige Quarantäne eingeführt; im Verlauf derselben sollen alle Kinder, die Kontakt mit Patientinnen hatten, vom elften bis zum 21. Tag der Inkubationsperiode Hausarrest halten. Für Vorschulkinder im Alter von drei bis sieben Jahren werden Impfungen gegen Parotitis durch eine Impfstoff verabreicht.

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