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Der Pferdesauerampfer

Pferdesauerampfer Der Pferdesauerampfer – die vieljährige Graspflanze mit den grossen und ein wenig welligen Blättern, der erreichenden 1,5 Meter in die Höhe. Es noch nennen als der Sauerampfer dick, konjatnikom, ljaguschatschjej kislizej. Sammeln den Sauerampfer auf den Weiden, den Flussküsten, die Wiesen, die Waldwiesen, die Reisestraßenränder und die Abhänge der Hügel mit der gemässigten Feuchtigkeit.

Die Heilwirkungen

Die medizinischen Anwendungen des Pferdesauerampfers basieren auf der Tatsache, dass seine Samen, Blätter und Wurzeln Vitamine, Flavonoide, ätherische Öle, organische Säuren, harz- und adstringierende Substanzen sowie Eisen, Kalzium und Glykoside enthalten. Die Samen sollten im August gesammelt werden, während die Blätter das ganze Sommer über geerntet und daraus Heilinfusionen zubereitet werden können.

Besondere Aufmerksamkeit verdient die Wurzel des Pferdesauerampfers; es wird angenommen, dass sie aus allen Pflanzenteilen den größten Nutzen bietet. Die Wurzeln sollten im Frühling gesammelt werden, solange noch keine Blätter vorhanden sind, oder im Herbst, wenn Stiele und Blätter vertrocknet sind.

Zu den bekannten Heilwirkungen des Pferdesauerampfers gehören: bakterizide, entzündungshemmende, sedierende sowie harntreibende Effekte; die Blutstillung sowie die Senkung des Blutdrucks und die Linderung von Muskelkrämpfen.

Der Sauerampfer wirkt unterstützend bei Geschwürerkrankungen (SCHKT), Kolitis, Cholezystitis, Enterokolitis, Hämorrhoiden sowie Hypertonie; zudem wird er bei Hauterkrankungen und Husten eingesetzt.

In niedriger Dosierung unterstützen die aus dem Sauerampfer hergestellten Mittel bei der Behandlung von Durchfall, wohingegen eine hohe Dosierung einen abführenden Effekt zeigt.

Zur Anwendung kommen Tinkturen, Extrakte, Saft, Suds und Salben; zudem können frische Blätter oder Wurzeln direkt auf Geschwüre und Wunden sowie zur Behandlung anderer Hauterkrankungen verwendet werden.

Bei Migräne wird der Sauerampfersaft an Schläfen und Stirn eingerieben; nach Verdünnung mit Wasser dient er zum Spülen des Mundes bei Zahnbeschwerden und Entzündungen, zudem wirkt er wurmtreibend.

Zur Behandlung von Krätze wird eine Salbe aus der Wurzel hergestellt: Die getrocknete und zu Pulver zerkleinerte Wurzel wird mit Pflanzenöl, Vaseline oder tierischem Fett vermischt; das Wurzelpulver hilft bei Furunkeln und Hautgeschwüren. Die Wurzeln werden im Schatten oder in einem Backofen (maximal 60 Grad) getrocknet; vor dem Trocknen müssen sie gewaschen, leicht zerrieben und in kleine Stücke geschnitten werden.

Für die orale Anwendung werden Aufgüsse aus Samen, Blättern oder Wurzeln zubereitet: Zum Heil-Aufguss werden zwei Teelöffel des Rohmaterials mit kochendem Wasser (250 ml) übergossen und für anderthalb Stunden in einer Thermoskanne stehen gelassen. Bei Durchfall wird das Mittel zu 2 Esslöffeln vor den Mahlzeiten dreimal täglich eingenommen; bei Darmgeschwüren erfolgt die Einnahme von 50 g vor den Mahlzeiten; bei Verstopfung wird der Aufguss abends (200–250 ml) angewendet, wobei eine Abführwirkung nach 8 bis 10 Stunden am Morgen eintritt. Zudem kann dieser Aufguss bei gynäkologischen Erkrankungen eingesetzt werden. Wurzel des Pferdesauerampfers

Der Sud wird in den gleichen Proportionen wie die Tinktur zubereitet, jedoch für 20–30 Minuten gekocht; die Anwendung erfolgt analog zur Tinktur. Diese Mittel sollten nicht länger als fünf Tage aufbewahrt werden.

Für eine langfristige Lagerung werden alkoholische Tinkturen im Verhältnis 1:10 (auf Wodka) bzw. 1:5 (auf Spiritus) hergestellt; vor der Einnahme wird die Tinktur mit Wasser bis zu 20–30 Tropfen pro Mahlzeit verdünnt.

Kontraindikationen zur Anwendung

Die Anwendung des Sauerampfers ist bei Schwangeren, Kindern sowie bei Nierenkrankheiten kontraindiziert.

Die Dosierung der Präparate aus dem Sauerampfer ist von großer Bedeutung; daher sollte die Bestimmung durch den behandelnden Arzt erfolgen.

Ob Sie sollten das wissen:

Nach Meinung vieler Wissenschaftler sind Vitaminkomplexe für den Menschen tatsächlich wirkungslos.


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