Die Endometritis ist eine Entzündung der Schleimhaut des inneren Bereiches der Gebärmutter.
Zu den Faktoren, die das Auftreten der Endometritis auslösen, gehören Stress, Vitaminmangelkrankheiten, langdauernde Erkrankungen, Intoxikationen und andere Erscheinungen, die zu einer Senkung der Immunität führen.
Die Wahrscheinlichkeit des Auftretens der ersten Symptome der Endometritis nach zervikalverletzenden Eingriffen während des Abortes, der Einführung intrauteriner Spiralen, diagnostischer oder therapeutischer Aborte sowie der Geburt ist groß.
Die akute Endometritis entwickelt sich infolge eines primären entzündlichen Prozesses des Schleimepithels der Gebärmutter. Dieser wird durch eine Infektion vom steigenden Typ verursacht: Durch die verletzte zervikale Barriere dringt sie in das Innere der Gebärmutter ein.
Bei der akuten Endometritis ist eine Ausbreitung der Entzündung auf die Muskelschicht des Organs möglich. In diesem Fall geht die Erkrankung in die schwerere Form der akuten Endometritis – den Endometriomyozit – über. Für die schwersten Fälle, bei denen sich die Infektion auf alle Schichten der Gebärmutterwände ausbreitet, entwickelt sich eine Panmetritis.
Die chronische Endometritis entsteht meist nicht durch eine rechtzeitige Heilung der akuten Endometritis. In etwa der Hälfte der Fälle enden Geburten, die durch tiefe Gebärmutterrissbildungen erschwert sind, ohne adäquate nachfolgende Behandlung in einer chronischen Endometritis.
Weitere mögliche Ursachen für die chronische Endometritis sind wiederholte Uteruskürettagen sowie Reste von Nahtmaterial nach der Geburt mittels Kaiserschnittes. Wesentlich erschwert den Verlauf der chronischen Endometritis eine Dysbiose des Scheidengewölbes, hervorgerufen durch einen Anstieg der bedingt pathogenen Bakterien in der Umgebung.
Die akute Endometritis beginnt mit einem starken Temperaturanstieg. Zu den Symptomen der akuten Form gehören zudem starke Schmerzen im Unterbauch und das Gefühl von Schüttelfrost. Als weitere Merkmale dieser Endometritis-Form kommen reichlich eitrig oder serös-eitriges Scheidenexsudat hinzu.
Die Dauer der akuten Endometritis beträgt 7–10 Tage. Ohne Behandlung geht die Erkrankung in eine chronische Form über oder endet durch Generalisierung des Prozesses:
Der Rückfall der Erkrankung wird bei der langdauernden Form der Endometritis durch folgende Merkmale charakterisiert: Störungen des Menstruationszyklus, ziehende Schmerzen im Unterleib sowie reichlich serös-eitrige vaginaler Sekrete.
Bei Patientinnen mit Symptomen einer langdauernden Endometritis sind spontane Blutungen häufig. Die Temperaturerhöhung entspricht nicht den Merkmalen der langdauernden Form; das Befinden der Patientin ist in der Regel nur geringfügig gestört.
In der Diagnostik der Endometritis spielt die Anamnese eine wichtige Rolle: Regelmäßigkeit des Menstruationszyklus, Vorgeschichte intrauteriner Interventionen, Anwendung intrauteriner Kontrazeptiva sowie Fälle ungeschützten Geschlechtsverkehrs mit einem wechselnden Partner.
Bei der körperlichen Untersuchung können folgende Merkmale der Endometritis festgestellt werden:
In den Laboruntersuchungen des Blutes bei Patientinnen mit Symptomen einer akuten Endometritis werden Leukozytose, erhöhte Blutbildgeschwindigkeit und C-reaktives Protein diagnostiziert, die auf eine Entzündung im Organismus hinweisen. Auch die Mikroskopie von vaginalen Abstrichen spielt eine wichtige Rolle in der Diagnostik sowohl der akuten als auch der langdauernden Endometritis. Zur Bestätigung der Merkmale werden Ultraschalluntersuchungen der Beckenorgane sowie histologische Untersuchungen einer Uterusschleimhautbiopsie zusätzlich verwendet.
Bei der Behandlung einer akuten Endometritis ist eine antibakterielle Therapie zwingend erforderlich, da die primäre Entzündung des Uterusgewebes meist infektiösen Ursprungs hat.
Nach dem Abklingen des akuten Prozesses wird die Behandlung der Endometritis um entzündungshemmende Maßnahmen sowie Physiotherapie, allgemeine kräftigende Vitaminpräparate und Immunmodulatoren ergänzt. Zur Prophylaxe einer Verschlimmerung des Prozesses wird die orale Einnahme von Kontrazeptiva für mindestens drei bis fünf Menstruationszyklen empfohlen.
Die Behandlung der chronischen Endometritis sollte wünschenswerterweise am ersten Tag des Menstruationszyklus beginnen. Wenn die Erkrankung keinen infektiösen, sondern einen funktionellen Charakter aufweist, der durch den Verlauf des Prozesses bedingt ist, wird in der Therapie eine zyklische hormonelle Anwendung eingesetzt.
Die chirurgische Behandlung der Endometritis kommt bei Komplikationen wie Polypen und intrauterinen Narbenbildungen zum Einsatz. Die Entfernung der Polypen sowie die Abrasio des Uterusgewebes mit ausgeprägten Vernarbungszeichen fördern die Regeneration des Gewebes, die Wiederherstellung des Menstruationszyklus und verbessern die Fruchtbarkeit.
Die Endometritis ist eine häufige Ursache für Schwangerschaftsprobleme bei Frauen. Sie kann zu einer Plazentainsuffizienz sowie zu massiven postpartalen Blutungen führen. Zur Prophylaxe wird das Vermeiden von ungeschütztem Geschlechtsverkehr durch die Anwendung von Barrieremethoden der Kontrazeption empfohlen.
Für die Prophylaxe von Schwangerschaften ist es wünschenswert, diese Art der Kontrazeptiva einzusetzen, um medizinische Aborte zu verhindern. Daher sollten gynäkologische Erkrankungen wie die Endometritis so früh wie möglich behandelt werden, und es ist obligatorisch, die Therapie vollständig abzuschließen.
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