Endozervixzyste

Die Endometrium-Schleimhaut, die den Gebärmutterhals auskleidet, kann sich in Form von Zysten entlang des Gebärmutterhalskanals bilden. Kyste des endozervix im Ultraschallbild

Endozervixzysten ähneln erweiterten Drüsenstrukturen. Sie können einzeln auftreten oder als mehrere kleine Zysten den gesamten Gebärmutterhalskanal betreffen. Das Vorhandensein einer Zyste lässt sich durch eine Ultraschalluntersuchung feststellen. Laut Statistik werden Endozervixzysten bei Frauen im Alter von 35 bis 40 Jahren häufiger beobachtet als bei gebärenden Frauen. In jüngster Zeit hat sich jedoch die Häufigkeit des Auftretens dieser Zysten bei nicht gebärenden Frauen im jungen Alter beschleunigt.

Hauptursachen und Symptome der Endozervixzyste

Eine gleichartige Struktur der Muskelwand des Gebärmutterhalses gilt als Norm. Auch das Vorhandensein hyperechogener und anechogener Einlagerungen (bis zu 5 mm oder mehr) bei gebärenden Frauen wird als Norm betrachtet. Jedoch überwiegen in der Regel die hyperechogenen Einlagerungen im Rahmen einer Endozervixzyste. Diese entstehen infolge der Heilung von Portioerosionen oder durch die Verödung (Obliteration) der Drüsenausgänge, was zu einer Sekretstauung führt. Endozervixzysten sind vorwiegend gutartig und erfordern daher in der Regel keinen chirurgischen Eingriff. Nichtsdestotrotz stellt das Vorhandensein von Symptomen einer Endozervixzyste einen ernstzunehmenden Anlass für eine detaillierte gynäkologische Untersuchung dar.

Manchmal können kleine Endozervixzysten zwar die gesamte Oberfläche des Gebärmutterhalses einnehmen, doch sind sie nicht mit negativen Folgen für die Frau verbunden. Sie beeinträchtigen weder die Fruchtbarkeit noch den Schwangerschaftsverlauf.

Die häufigsten Ursachen für das Entstehen von Endozervixzysten sind Zervizitiden und Kolpitiden. Auch Portioerosionen und deren Behandlung spielen eine nicht unerhebliche Rolle bei ihrer Entstehung.

Diagnostik der Endozervixzyste

Für die Diagnose dieser Erkrankung stehen verschiedene Methoden zur Verfügung, wobei die Ultraschalluntersuchung als einfachste und verfügbare Methode gilt. Auch die ausgedehnte Kolposkopie wird als sehr informative Verfahrensweise betrachtet, bei der mittels eines speziellen Mikroskops das Gebärmutterhalsgewebe sorgfältig auf verschiedene Neubildungen untersucht wird.

Wenn während der Ultraschalluntersuchung beim Gynäkologen Verdacht auf ein Endometriom (Kyste) besteht, erfolgt zur Präzisierung der Diagnose eine ausgedehnte Kolposkopie.

Zur weiteren Diagnosepräzisierung kann eine onkozytologische Untersuchung des Abstrichs durchgeführt werden; diese liefert genauere Ergebnisse, wenn sie in der zweiten Hälfte des Menstruationszyklus vorgenommen wird.

Eine weitere aussagekräftige Untersuchungsform ist die Vaginal-Pinselprobe, mit deren Hilfe Anfangsstadien von Vorstufen einer Krebserkrankung im Gebärmutterhals erkannt werden können. Ein ähnlicher Abstrich erfolgt unter Verwendung spezieller Instrumente und Farbstoffe; für die Patientin ist es ratsam, alle Stadien der Untersuchung durchzuführen, da dies eine genaue Einschätzung des Gesundheitszustands ermöglicht. Radiowellenmethode zur Behandlung der Kyste des Endozervix

Behandlung von Endometriomen (Kysten).

Wird bei der gynäkologischen Untersuchung ein einzelnes Endometriom mit gutartigem Verlauf festgestellt, erfolgt in diesem Fall keine aktive Behandlung. Eine Therapie ist nur indiziert, wenn das Endometriom bei der visuellen Inspektion durch den Gynäkologen mittels Spiegelung sichtbar ist und sich in unmittelbarer Nähe zur Gebärmutterhöhle befindet.

Es existieren weitere Behandlungsformen für Endometriome:

  • Die radiochirurgische Methode, bei der die Kyste punktiert wird, um einen Abfluss des Inhalts zu erzeugen;
  • Die Radiowellenmethode;
  • Kryotherapie, die insbesondere bei tief gelegenen Zysten angewendet wird. Dieses Verfahren basiert auf der Anwendung niedriger Temperaturen und erfolgt ambulant unter Nutzung von flüssigem Stickstoff; die Prozedur sollte in der Regel nach Abschluss der Menstruation durchgeführt werden.
  • Kontraindikation für die Kryotherapie ist das Vorhandensein eines entzündlichen Prozesses;
  • Ist die Zyste durch eine langdauernde Adnexenentzündung erschwert oder sind tumorartige Bildungen von entzündlichem Charakter aufgedeckt, wird eine operative Behandlung durchgeführt.

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Arbeit, die dem Menschen missfällt, schadet seiner Psyche weniger als die Abwesenheit der Arbeit überhaupt.


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