Natriummetamisol

Natriummetabisulfit (in Russland unter dem Namen Analgin bekannt) ist ein Arzneimittel aus der Gruppe der Pyrazolone und besitzt eine analgetische Wirkung. Das Präparat wirkt wirksam gegen Schmerzsyndrome unterschiedlicher Ätiologie, blockiert die Weiterleitung von Schmerzimpulsen entlang der Nervenfasern und erhöht die Schwelle für die Schmerzwahrnehmung. Formel von Natriummetamizol

Bestand und Darreichungsform

Das Präparat besteht aus dem Natriumsalz der Metasulfonsäure; Natriummetabisulfit ist eine Derivat des Pyrazolons.

Es wird in Kapseln und Tabletten sowie als Lösung für die intravenöse oder intramuskuläre Anwendung hergestellt. Für Kinder werden rektale Zäpfchen angeboten.

Pharmakologische Eigenschaften von Natriummetabisulfit

Natriummetabisulfit besitzt die genannten antiphlogistischen, schmerzstillenden und krampflösenden Wirkungen. Das Präparat wirkt auf die glatte Muskulatur sowie auf die sekretorischen Wege, indem es Krämpfe und das Schmerzsyndrom beseitigt.

Die therapeutische Wirkung der Wirkstoffe entwickelt sich innerhalb von 20 bis 30 Minuten nach Einnahme des Präparats; Natriummetabisulfit wird aus dem Organismus im Verlauf von 5 Stunden ausgeschieden.

Bei der Behandlung von Kindern bis zum Alter von fünf Jahren muss das Präparat ausschließlich unter ärztlicher Aufsicht angewendet werden.

Patienten mit Bronchialasthma haben ein Risiko für die Entwicklung allergischer Reaktionen auf die Komponenten des Präparats.

Hinweise zur Anwendung von Natriummetabisulfit

Metamisol-Natrium wird bei infektiösen und entzündlichen Erkrankungen, allergischen Reaktionen nach Insektenstichen sowie bei Schmerzsyndromen einschließlich Neuralgien, Darm- und Gallensteinkoliken, Traumen, Brandwunden, Myositis und Lumbago verschrieben.

Das Analgetikum nimmt Schmerzen unterschiedlicher Ausprägung in der postoperativen Phase ab und entfernt Zahn- sowie Kopfschmerzen.

Gebrauchsanweisung für Metamisol-Natrium.

Für Erwachsene werden 2–3-mal täglich jeweils 500 mg, für Kinder bis zu 5 Jahren 100 mg und bis zu 10 Jahre 200 mg verschrieben; die Tagesdosis darf bei Erwachsenen 3 g und bei Kindern 1 g nicht überschreiten.

Bei der Verabreichung von Metamisol-Natrium als Injektion sollte die Lösung der Körpertemperatur des Patienten entsprechen; eine falsche Dosierung kann zu einem starken Blutdruckabfall und zum Koma führen.

Die rektale Dosis für Erwachsene darf 1000 mg, für Kinder 400 mg nicht überschreiten; Kinder sollten sich bei der Anwendung als Kerzen in einer vollen Rückenlage befinden.

Bei Langzeitgabe ist eine sorgfältige Kontrolle des peripheren Blutes erforderlich; Metamisol-Natrium sollte ohne Klärung der Schmerzursache nicht zur Behandlung heftiger Schmerzen eingesetzt werden. Das Hauptwirkstoff von Baralgin ist Natriummetamizol

Kontraindikationen.

Als Kontraindikationen gelten die Überempfindlichkeit und individuelle Unverträglichkeit gegenüber den Wirkstoffkomponenten, das Vorhandensein einer infektiösen Neutropenie, Leber- und Niereninsuffizienz sowie eine erbliche Anämie im Zusammenhang mit Glukosemangel.

Metamisol-Natrium darf bei „aspirininduziertem" Asthma, bei Leukozytenverarmung im Blut und bei Allergien gegen Acetylsalicylsäure nicht angewendet werden.

Das Präparat wird mit Vorsicht bei Schwangerschaft und Stillzeit sowie bei gleichzeitiger Einnahme von Alkohol enthaltenden Arzneimitteln angewendet.

Nebenwirkungen von Natriummetabisulfit

Die unerwünschten Wirkungen können nach der Einnahme von Natriummetabisulfit auftreten und verschiedene Komplikationen umfassen.

Folgende Nebenwirkungen sind möglich: Niereninsuffizienz, Anurie, interstitielle Nephritis, Proteinurie.

Seitens des Kreislaufsystems: Felty-Syndrom, Thrombozytopenie, Agranulozytose.

Das Präparat kann allergische Reaktionen hervorrufen: allergische Konjunktivitis, Urtikaria, Angioödem, toxische Nekrose, Bronchospasmus, anaphylaktischer Schock.

Natriummetabisulfit sollte nicht gleichzeitig mit anderen Analgetika, Codein und myelotoxischen Arzneimitteln eingenommen werden, da dies zu Intoxikation oder Erkrankungen des Kreislaufsystems führen kann.

Ob Zu beachten ist:

Es existieren seltene medizinische Syndrome, beispielsweise die Zwangsstörung. Bei einer Patientin mit dieser Störung wurden 2500 fremde Gegenstände im Magen gefunden.


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