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Allergologische Tests: Bestimmung und Einordnung

Allergiediagnostik mittels allergologischem Test

Allergologische Tests dienen der Diagnose allergischer Erkrankungen beim Menschen, indem sie das Allergen einleiten, das als potenzieller Krankheitserreger fungiert, und die Gegenreaktion des Organismus erfassen. Allergische Hautproben

Die Durchführung der Allergiediagnostik ist ausschließlich während der Besserung des Zustands erforderlich – etwa zwei bis drei Wochen nach dem akuten allergischen Ereignis.

Einordnung der allergologischen Tests

Unterscheidung zwischen Hauttests und Provokationstests. Hauttests ermöglichen die Bewertung von Charakter und Schweregrad der entzündlichen Reaktion, indem sie das Allergen perkut in den Organismus einbringen.

Allergologische Hauttests gliedern sich in qualitative und quantitative Verfahren.

Zu den qualitativen allergologischen Tests gehören:

  • Direkte Proben. Das Allergen wird mittels Applikator oder Tropfen auf die Haut aufgetragen bzw. peroral verabreicht; an dieser Stelle wird eine Quaddel, Entzündung oder Rötung gebildet. Diese Symptome entwickeln sich innerhalb von 20 Minuten, 6–12 Stunden oder über ein bis zwei Tage.
  • Indirekte Proben. Der Test wird durchgeführt, indem dem gesunden Menschen Blutserum des Erkrankten und das Allergen (nach mehreren Tagen) unter die Haut injiziert werden. Die daraus resultierende kutane Reaktion deutet auf das Vorhandensein von Abwehrstoffen im Blut des Patienten hin.

Während qualitative allergologische Proben das Vorhandensein einer Sensibilisierung beim Menschen bestimmen, ermöglichen quantitative Proben die Einschätzung der Schwere dieser Sensibilisierung. Diese diagnostische Methode wird auch als Allergometrie oder Titration bezeichnet; mit ihrer Hilfe kann die minimale Konzentration des Allergens bestimmt werden, die eine sichtbare allergische Reaktion auslöst.

Provokative Proben werden ausschließlich in Fällen eingesetzt, wenn das Ergebnis der allergologischen Hauttests nicht mit der zuvor gesammelten allergologischen Anamnese übereinstimmt. Zur Durchführung wird das Allergen in Gewebe oder Organe verabreicht, die während der Erkrankung stärker betroffen waren.

Zu den Arten provokativer Proben gehören: Allergische Proben

  • Konjunktivalprobe – Das Allergen wird in den unteren Bindehautsack injiziert. Die positive Reaktion zeigt sich durch Jucken, Tränenfluss und Rötung des Augapfels.
  • Nasalprobe – Diese Probe wird bei allergischer Rhinitis durchgeführt. In ein Nasenloch wird Kontrollflüssigkeit, in das andere das Allergen verabreicht. Eine positive Reaktion liegt vor, wenn von der Seite her eine Reaktion auftritt, in die das Allergen injiziert wurde; es werden Atemnot und Jucken beobachtet.
  • Inhalative Probe – Diese allergologische Probe dient zur Aufklärung der Ursache einer Bronchialasthma-Entwicklung: Der Patient inhaliert über ein Aerosolgerät eine Lösung, die das Allergen enthält. Wenn die Lungenkapazität um mehr als 15 % abnimmt, wird die Reaktion als positiv gewertet.
  • Kälte- und Wärmeprobe – Solche provokativen allergologischen Proben werden bei Kälteurtikaria bzw. Wärmeurtikaria durchgeführt.
  • Expositionsprobe – Diese Probe wird im Falle eines Fehlens deutlicher Symptome der Erkrankung durchgeführt. Ihr Zweck besteht darin, festzustellen, ob der Patient mit dem verdächtigen Allergen in seiner gewohnten Umgebung Kontakt hatte.
  • Eliminationsprobe: Der Test bei Allergien wird nach dem Prinzip durchgeführt, das der Expositionsprobe entgegengesetzt ist; bei der Lebensmittelallergie wird aus der Ration des Patienten das vermutlich allergieauslösende Produkt ausgeschlossen, und bei der Haushaltsallergie wird der Patient in eine Allergen-Kammer aufgenommen.
  • Leukozytopenische und thrombozytopenische allergische Proben: Werden für die Diagnostik von Allergien medikamentös und nahrungsmittelbedingt durchgeführt; nach der Einführung des Allergens folgen Veränderungen im Spiegel der Leukozyten und Blutplättchen.

Es ist zu berücksichtigen, dass das Ergebnis eines Allergietests durch die Einnahme von Beruhigungsmitteln beeinflusst wird und Antihistaminika die Hautreaktivität verringern; daher sollte die Anwendung dieser Medikamente 5–7 Tage vor der Testdurchführung eingestellt werden.

Ob Wissenswertes:

Der menschliche Magen kommt mit nebensächlichen Gegenständen auch ohne ärztliche Intervention zurecht; es ist bekannt, dass Magensaft sogar Münzen auflösen kann.


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