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Die hypertensive Krise

Kurze Charakteristik der Erkrankung

Symptome hypertoner Krise

Unter einer hypertensiven Krise wird eine schlagartige, heftige Erhöhung des arteriellen Blutdrucks bis zu 220/120 mm Hg verstanden. Wenn die Hilfe bei einer hypertensiven Krise zu spät geleistet wurde, kann die Erkrankung zu irreversiblen neurovegetativen Störungen sowie Verwirrungen des Herzens, des Zentralnervensystems und der großen Blutgefäße führen. Im Übrigen sind in Anbetracht des Standes der modernen medizinischen Ausstattung ähnliche Folgen selten. Dennoch sollten Sie sich an eine Klinik wenden, um für Ihre Gesundheit zu sorgen; während einer hypertensiven Krise bleibt der erhöhte Blutdruck jedoch einige Stunden bis zu einigen Tagen erhalten und wird von psychischem und physischem Dyskomfort begleitet.

Ursachen der Entwicklung einer hypertensiven Krise

Eine schlagartige Erhöhung des Blutdrucks kann infolge psycho-neuraler Beanspruchung, Konsums großer Mengen alkoholischer Getränke, heftiger Veränderungen meteorologischer Bedingungen sowie Einnahme bestimmter medikamentöser Präparate, beispielsweise von Koffein oder Beta-Blockern, eintreten.

Neben den oben genannten Gründen entstehen hypertensive Krisen bei verschiedenen Erkrankungen, wie zum Beispiel arteriosklerotischen Infektionen der Aorta, nekrotisierender Polyarteriitis, systemischer Lupus erythematodes, Diabetes mellitus sowie Nierenerkrankungen und Nephropathie. Man darf nicht übersehen, dass die aufgeführten Krankheiten eine hypertensive Krise in der Regel nicht direkt herbeirufen, sondern sie tragen zum Auftreten von Wassergeschwülsten (Ödemen) des Gehirns bei, welche den arteriellen Blutdruck erhöhen.

Die hypertensive Krise – Symptome und Krankheitsbild

Die moderne Medizin fordert, dass die dringende Hilfe bei einer hypertensiven Krise bereits in den ersten Minuten nach Beginn der Attacke erbracht werden sollte. Dies ist mit unangenehmen Symptomen verbunden, die auf eine schlagartige Erhöhung des arteriellen Blutdrucks folgen. Folgende Punkte möchten wir hervorheben:

  • Das Gefühl von Angst und Unruhe bei geringstem Anlass;
  • Schüttelfrost und Hyperämie;
  • Wassergeschwülste des Patienten;
  • Sehverschlechterung;
  • Starke und langwierige Erbrechenattacken;
  • Neurologische Störungen, die von einer Dissoziation der Reflexe begleitet werden;

Zudem verschärft eine Erhöhung des arteriellen Blutdrucks häufig den Verlauf der ischämischen Herzkrankheit, führt zur Entwicklung einer Tachykardie und zum deutlich ausgeprägten Schmerzsyndrom. Ein zügiges Kupieren der hypertonen Krise ist in Fällen notwendig, die von Wassergeschwülsten der Lunge, einem Koma, einer Embolie der Gefäße sowie einem akuten Nierenversagen begleitet werden.

In einigen Fällen, bei denen die Diagnose hypertone Krise lautet, deuten die Symptome auf eine Erhöhung sowohl des systolischen als auch des diastolischen Blutdrucks hin. In solchen Situationen sollte die Hilfe so früh wie möglich zur Vermeidung schwerer Komplikationen geleistet werden. Hypokinetische und eukinetische Krisen verlaufen günstiger. Ihre Entwicklung wird durch einen Anstieg entweder des systolischen oder des diastolischen Blutdrucks begleitet. Daher wachsen die Symptome der Erkrankung langsam an, sodass dem kranken Menschen mehr Zeit bleibt, sich zum Arzt zu wenden und qualifizierte Hilfe bei der hypertonen Krise zu erhalten.

Wie bereits erwähnt, führt eine Erhöhung des Blutdrucks meist nicht zu schwerwiegenden Folgen. Die einzige Ausnahme stellt die erschwerete hypertone Krise dar, die das Leben des Menschen bedroht. Ihre Symptome treten bei Zuständen wie einer Subarachnoidalblutung, einem Hirninfarkt, einer linksseitigen Lähmung, Wassergeschwülsten der Lunge, Hämaturie und einem akuten Herzinfarkt auf.

Die hypertone Krise – Behandlung der Erkrankung

Dem Patienten wird Bettruhe sowie die Abwesenheit psychischer Belastungen empfohlen; zudem ist eine Einschränkung der Nahrungsaufnahme wünschenswert. Das optimale Diät-Schema entspricht Tabelle 10 oder 10a. Zu beachten ist, dass das Kupieren einer hypertensiven Krise allmählich erfolgen sollte, da eine heftige Blutdrucksenkung nicht weniger gefährlich ist als ein plötzlicher Anstieg. Wird die arterielle Blutdrucksenkung zu schnell erzeugt, kann dies Nierenischämie sowie die Entwicklung eines Hirninfarkts oder Herzinfarkts provozieren. Die dringende Hilfe bei einer hypertensiven Krise umfasst die Anwendung der folgenden Präparate:

  • Clonidin wird zunächst jede Stunde mit 0,2 mg und anschließend mit 0,1 mg verabreicht;
  • Nifedipin wird in Form von Kapseln oder Tabletten ausgegeben; die Standarddosierung beträgt 5–10 mg (eine Tablette) sublingual;
  • Natriumnitroprussid wird intravenös appliziert; wenn der erwartete Effekt nicht eintritt, sollte die Gabe des Präparats eingestellt werden;
  • Diazoxid wird intravenös mit einer Dosierung von 50–150 mg verabreicht; dieses Mittel muss vorsichtig eingesetzt werden, da es Nebenwirkungen wie Angina pectoris, Ödeme sowie Übelkeit und Erbrechen hervorrufen kann;
  • Phentolamin in einer Dosis von 5–15 mg intravenös ist bei hypertensiven Krisen im Zusammenhang mit einem Pheochromozytom besonders wirksam;

Dringende Hilfe bei der hypertensiven Krise;

Da sich die Erkrankung sehr schnell entwickelt, sollten Sie über die Hauptmaßnahmen informiert sein, die einen plötzlichen Blutdruckanstieg kontrollieren können: Wählen Sie zunächst den Notarztdienst an und rufen Sie Fachkräfte hinzu, um die aktuelle Lage kurz zu schildern. Legen Sie den Patienten ins Bett; die optimale Position ist eine bequeme Halbsitzstellung auf aufgelegten Kissen. Diese Haltung ermöglicht es, Erstickungsanfälle (Ortopnoe) zu vermeiden. Wärmen Sie die Beine des Patienten: Dazu können Sie ein warmes Decke mit einem Heizkissen verwenden oder die Füße in ein Überwärmungsbad legen. Auch Senfpflaster, die auf den Unterschenkeln platziert werden, wirken unterstützend;

Gerät DiasDENS-Kardi zur Behandlung hypertoner Krisen

Sorgen Sie für einen frischen Luftzug im Raum. Wenn es sich bei der hypertensiven Krise nicht um das erste Mal handelt, sollte der Patient Tabletten verwenden, die in ähnlichen Situationen bereits angewendet wurden; finden Sie diese und fragen Sie den Betroffenen nach der Dosierung. Bei Auftreten starker Brustschmerzen kann dem Patienten Nitroglycerin verabreicht werden;

Vergessen Sie nicht die psychologische Unterstützung des Patienten: Diese ist bei jeder Erkrankung wichtig, doch während einer hypertensiven Krise sind warme und einfühlsame Worte besonders notwendig, da der Mensch sehr häufig aufgrund von Unverständnis in Panik gerät, was seinen Zustand verschlimmert. Beruhigen Sie den Betroffenen, sprechen Sie mit ihm und überzeugen Sie ihn davon, dass alles gut wird. Wir versichern, dass in diesem Fall das Kupieren der hypertensiven Krise am schnellsten und schmerzlosesten verläuft.

Ob Sie sollten das wissen:

Das Gewicht des menschlichen Gehirns macht etwa 2 % der gesamten Körpermasse aus; es verbraucht jedoch rund 20 % des Sauerstoffs, den es über das Blut aufnimmt. Diese Tatsache macht das menschliche Gehirn außerordentlich empfindlich gegenüber Schäden durch Sauerstoffmangel.


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