Ziklomed

Ziklomed – ein cholinomimetisches Arzneimittel aus der Gruppe der M-cholinomimetika, das in der Augenheilkunde eingesetzt wird.

Bessalol, Bekarbon, Belastesin, Anusol, Atropinsulfat, Belladonna-Extrakt, Betiol, Midriazil, Buscopan, Gastrotipin, Irifrin, Gastropin, Gastrozepin und Iprawent sind Arzneimittel, die zur gleichen pharmakologischen Gruppe wie Ziklomed gehören. Ophthalmologisches Präparat Ziklomed

Zusammensetzung und Darreichungsform von Ziklomed

Ziklomed wird als transparente Lösung in einer Plastikflasche mit Tropfverschluss zu 5 ml abgegeben.

Ein Milliliter enthält gemäß dem Beipackzettel 0,01 g Cyclopentolat-Hydrochlorid sowie Hilfsstoffe: 0,0001 g Benzalkoniumchlorid, Disodiumedetat und Natriumchlorid sowie Wasser für Injektionszwecke.

Pharmakologische Wirkung

Ziklopentolat blockiert m-cholinerge Rezeptoren, hemmt die Anstrengung (Kontraktion) des Augenmuskels und schwächt gleichzeitig den Muskel, der das Auge einengt; diese Schwächung führt zur Entwicklung einer Lähmung der Akkommodation – der Zykloplegie.

Ziklomed dringt leicht durch die Bindehaut des Augapfels ein; Ziklopentolat erreicht die maximale pharmakologische Aktivität 20 bis 30 Minuten nach dem Einträufeln von Ziklomed. In den Bewertungen heißt es, dass sich das Auge für 7 bis 12 Stunden nach der Anwendung erweitert und in Einzelfällen noch wesentlich länger. Die übrigen Erscheinungen einer Akkommodationsparese können mehrere Tage nach dem Einträufeln bestehen bleiben.

Nach den Angaben verfügt Ziklomed über eine spasmolytische Wirkung, verringert die Sekretion von Magendrüsen, Speicheldrüsen, Schweißdrüsen sowie Bronchial- und Bauchspeicheldrüsen. Das Präparat in therapeutischen Dosen wirkt fördernd auf das Nervensystem (Wirkungseintritt nach 30 bis 60 Minuten); es führt zu einer Erhöhung des Augeninnendrucks und einer Senkung des Vagustonus, was die Entwicklung von Tachykardie und eine leichte Steigerung des arteriellen Blutdrucks zur Folge hat.

Angaben zur Anwendung von Ziklomed.

Gemäß der Packungsbeilage werden Ziklomed oder Analoga bei der Bestimmung der Refraktion sowie in der Ophthalmoskopie eingesetzt; zudem dient das Präparat der Voroperationvorbereitung (Erweiterung des Augapfells vor einer Katarakt-Operation). Weiterhin wird Ziklomed in der komplexen Behandlung von Skleritis, Episkleritis, Iridozyklitis, Keratitis sowie Bindehautentzündungen – also entzündlichen Erkrankungen des vorderen Augenabschnitts – verwendet.

Anwendungsinstruktion.

Gemäß der Packungsbeilage wird Ziklomed lokal angewendet: 1 bis 2 Tropfen werden in die Konjunktivhöhle eingeträufelt.

Bei entzündlichen Prozessen erfolgt die Einträufelung von einem Tropfen dreimal täglich; in Einzelfällen ist eine erhöhte Dosierung zugelassen (ein Tropfen alle drei bis vier Stunden). Während des Einträufelns sollte nach dem Tröpfeln auf den unteren Augenlidrand leicht gedrückt werden, um das Abfließen des Ziklomeds in den Nasopharynx zu verhindern.

Für die Durchführung einer Ophthalmoskopie ist es ausreichend, 1 bis 3 Tropfen der Lösung pro Tag einzuträufeln. Augentropfen Ziklomed

Zur Brechungsprüfung bei Jugendlichen und Kindern wird zweimal oder dreimal täglich ein Tropfen des Präparats verabreicht.

Kontraindikationen zur Anwendung

  • Überempfindlichkeit gegen einen beliebigen Bestandteil des Präparats;
  • Glaukom.

Vorsicht bei Schwangerschaft, Darmverschluss, Blasenleiden, älteren Patienten sowie Kindern bis zu drei Jahren anwenden.

Nebenwirkungen von Ziklomed

Nach Bewertungen über Ziklomed und Analoga können folgende Folgen einer Langzeitanwendung der Tropfen auftreten: Schwindel, Übelkeit, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Mundtrockenheit, Hyperämie der Augapfelbindehaut, Unbehagen nach dem Einträufeln sowie vorübergehende Sehverschlechterung.

Folgen einer Überdosierung des Präparats

Nach Bewertungen zu Ziklomed können bei Überdosierung folgende Symptome auftreten: Schleimhaut- und Hauttrockenheit sowie neuropsychische Störungen (Orientierungsverlust, erhöhte Erschöpfbarkeit, Sprachstörungen, emotionale Störungen).

Bei nicht bestimmungsgemäßer Anwendung des Präparats Ziklomed können irreversible Folgen eintreten (Unterdrückung der Atemfunktion bis zum Koma oder zum Tod).

Arzneimittelwechselwirkungen von Ziklomed

Der Metazonen und andere sympathomimetika verstärken die Heilwirkung des Präparates; Pilokarpin und andere m-cholinomimetika schwächen den Effekt von Ziklomeda.

Die einmalige Anwendung von Ziklomed und anderen m-Cholinoantikagonisten kann deren Nebenwirkungen verstärken.

Besondere Hinweise

Die Heilwirkung der Tropfen ist bei Patienten mit dunklem Pigment der Regenbogenhaut geschwächt.

Bei älteren Patienten wird empfohlen, während der Anwendung von Ziklomed den Augeninnendruck sorgfältig zu kontrollieren.

Patienten mit einer Atropin-Hypersensibilität entwickeln keine Kreuzallergie gegenüber dem Präparat Ziklomed.

Bei Kindern mit einem tonischen oder halbtonischen Akkommodationskrampf ist die Anwendung von Atropinsulfat – dem Analogon zu Ziklomeda – vorzuziehen.

Lagerungsbedingungen

An einem trockenen, vor Sonnenlicht geschützten Ort bei einer Temperatur von nicht mehr als 25°C lagern.

Die Haltbarkeit beträgt 2 Jahre.

Ob Das wissen Sie.

Der menschliche Knochen ist viermal so fest wie Beton.


Impressum | Datenschutz | Über uns | Kontakt